Abnehmen ohne Diät?!

By Daniel Schröder | Abnehmen

Mrz 04
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Abnehmen ohne Diät - genau dafür steht caloright

Wer macht denn heute noch klassische Diäten? Leider noch viel zu viele. (Crash-)Diäten sind nicht mehr zeitgemäß und völlig überholt.

Dennoch sprießen immer wieder neue Diätformen aus dem Boden. Für viele Menschen ist der Griff zu einer dieser Diäten der erste Schritt bei der Gewichtsabnahme, auch deshalb, weil man nichts Anderes kennt.

Das führt dazu, dass Diäten immer weiter fleißig praktiziert, ausprobiert und sogar weiterempfohlen werden, da eine Gewichtsabnahme anfangs keine Seltenheit ist.

Einen Blick über den Tellerrand gibt es selten und deshalb richte ich mich in diesem Artikel besonders an diejenigen, die denken, man müsse eine Diät befolgen, um Körperfett abzunehmen.

Dieser Artikel soll ein wenig zum Nachdenken und Hinterfragen anregen, falls du aktuell mitten in einer Diät steckst.

Ich möchte diesen Artikel nicht unnötig in die Länge ziehen. Einen Artikel, weshalb viele Diäten nur kurzfristig funktionieren, habe ich bereits auf meinem Blog veröffentlicht. Schau ihn dir hier gerne mal an!

Welche Diäten gibt es?

Es gibt so viele Diäten, dass ich auf meinem Blog ausschließlich über Diäten schreiben könnte, ohne damit jemals fertig zu werden.

Die Diäten, die einmal bekannt wurden, bleiben für immer und ewig im Gespräch. Parallel kommen immer wieder neue Diäten auf den Markt.

Eigentlich reicht ein Menschenleben gar nicht aus, um alle Diäten auszuprobieren und sich schließlich für die beste zu entscheiden.

Vorab sollten wir aber klären, was Diäten sind.

In meiner Definition sind Diäten zeitlich begrenzte Systeme, die auf unterschiedliche Art und Weise ein Kaloriendefizit und/oder eine veränderte Aufteilung der Makronährstoffe und Mikronährstoffe herbeiführen. Dazu aber unten mehr.

Zeitlich begrenzt deshalb, weil die Diät beendet wird, sobald ein bestimmtes Gewicht erreicht wurde oder man gar nicht erst weiter abnimmt. Es kann aber auch vorkommen, dass aufgrund von ausbleibenden Ergebnissen die Diät nach wenigen Tagen, Wochen oder Monaten abgebrochen wird.

Nach der Diät beobachtet man oft, dass sich das Essverhalten wieder den alten Essgewohnheiten annähert.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt, der eine Diät für mich ausmacht, ist die Tatsache, dass sie sich nicht oder nur wenig der aktuellen Ernährungsweise des Diätenden anpassen. Das bedeutet, mit dem Beginn einer Diät wird die gesamte Ernährungsweise schlagartig auf den Kopf gestellt.

Manchmal steht somit nicht nur das Ernährungsverhalten Kopf, sondern das ganze Leben.

Diät-Beispiele

  • Low Carb
  • Ketogene Diät
  • FDH (Friss‘ die Hälfte)
  • Kohlsuppendiät
  • Blutgruppendiät
  • Atkins Diät
  • Glyx Diät
  • Dukan Diät
  • Nulldiät
  • Keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr
  • Diäten mit Akupunktur
  • Schlank im Schlaf
  • Wassertage-Diät
  • Rohkost Diät
  • Trennkost
  • usw.

Gemeinsamkeiten von Diäten

Was haben diese Diäten für gewöhnlich gemeinsam?

Meist möchte man über ganz bestimmte Maßnahmen erreichen, dass der Diätende die Kalorienzufuhr (deutlich) reduziert. Bleibt die Kalorienzufuhr gleich oder erhöht sich diese sogar in der Diät, wird der Diätende niemals abnehmen.

Das ist ein klasse Beispiel dafür, dass es sogar Menschen gibt, die mit einer Low Carb Diät zunehmen. Diesen Leuten ist wohl entgangen, dass es eine weniger sinnvolle Vorgehensweise ist, als Ausgleich für die fehlenden Kohlenhydrate den Fettkonsum extrem zu erhöhen, da Fett doppelt so viele Kalorien enthält, wie Kohlenhydrate.

Gemäß dem Motto: Fette sind nicht das Problem, sonder rein die Kohlenhydrate. Die Quittung für diese schlaue Überlegung gibt es dann später auf der Waage!

Eine andere Gemeinsamkeit der Diäten ist, nicht nur die Kalorienmenge zu reduzieren, sondern die Makronährstoffaufteilung, mal mehr und mal weniger, anzupassen.

In der Low Fat Diät wird beispielsweise die Aufnahme von Fetten stark reduziert, wie der Name schon sagt.

Bei der Ketogenen Diät sind es die Kohlenhydrate, die reduziert werden. Allerdings viel intensiver, als beispielsweise in der Low Carb Diät. Denn hier ist es ja das Ziel, in die Ketose zu gelangen.

Die Ketose ist ein Stoffwechselzustand, in der die Ketonkörper im Blut zunehmen. Dazu aber mehr in einem anderen Artikel.

Mit FdH nimmt man nur die Hälfte der Kalorien zu sich, da man auch nur die Hälfte isst.

So hat jede Diät also ein ganz eigenes Prinzip, wie sie das Kaloriendefizit, und/oder die Anpassung der Makronährstoffe umsetzt.

Man versucht immer wieder (so war es in der Vergangenheit und so wird es in der Zukunft weiterhin sein), durch irgendeine schlüssig klingende Maßnahme die Nahrungsaufnahme zu reduzieren. Und das leider oftmals viel zu extrem. Und das führt mich zum nächsten Punkt.

Nachteile von Diäten

1. Man bleibt dumm

Entschuldige, dass ich das so ausdrücklich sage. Du hingegen bist offensichtlich auf dem besten Weg, etwas dagegen zu tun, indem du diesen Blog-Artikel ließt. 😉

Viele Menschen aber machen den fatalen Fehler, dass sie sich viel zu sehr blind auf Diäten verlassen. Das kann man ihnen teilweise gar nicht verübeln, denn, woher sollen sie etwas Besseres wissen?

Das Einzige, was wir nach einer Diät an neuem Wissen erlangen, ist, dass die Diät nicht für immer und ewig durchgezogen werden kann. Egal, welche von den Diäten oben, sie sind nie darauf ausgelegt, langfristige und nachhaltige Erfolge zu erzeugen (zum Thema Low Carb unten mehr).

Das spielt den meisten Diätenden natürlich wunderbar in die Karten, denn, wer möchte schon langsam und langfristig abnehmen?!

Erfahrungsgemäß zeigt sich immer wieder, dass alles ganz schnell gehen muss. Dieser Wunsch nach ganz schnellen Ergebnissen wird deshalb mit den allgegenwärtigen 4-Wochen, 6-Wochen und 12-Wochen Programmen befriedigt.

Diätprogramme, die einem die Traumfigur in wenigen Wochen suggerieren, gibt es also genau deshalb, weil Menschen ihre Traumfigur eben in wenigen Wochen erreichen wollen.

Ob das realistisch ist, ist scheinbar erst einmal völlig uninteressant.

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie viel Zeit sie schon mit Diäten verbracht haben.

Wenn man durchschnittlich mal von 4 Diäten ausgeht, die jeweils insgesamt ein halbes Jahr in Anspruch genommen haben, so kann man davon ausgehen, dass die meisten schon 2 Jahre verschwendet haben. Und das nur, weil sie ihr Ziel schnell erreichen wollten. Paradox, oder?

Hätte man stattdessen vorgeschlagen, eine langfristige und „langsame“, entspannte Ernährungsanpassung zu wählen, dann wäre die Reaktion der Person nicht so toll gewesen.

Warum? Weil sich 2 Jahre unendlich lang anhören. Und zwei Jahre abnehmen, wie will man das aushalten? Das werde ich auch oft gefragt.

Der Witz ist, dass eine Ernährungsanpassung nichts mit einer Diät zu tun hat – also Verzichte gibt es nicht. Man könnte praktisch auch drei Jahre das Gewicht reduzieren, ohne dass es einem vorkommt wie eine nervige Diät!

Zwei Jahre… was sind bitte zwei Jahre im Hinblick darauf, dass diese ein ganzes Leben verändern können?!

Aber es gibt noch ein weiteres Problem bei den Diäten: Man verliert Gewicht.

Ich weiß, das klingt erst mal ganz toll. Aber es weckt völlig falsche Hoffnungen, wie ich schon in diesem Artikel ausführlich beschrieben habe.

Gewichtsverlust bedeutet nicht immer auch Fettverlust.

Das Problem ist hier vielleicht weniger der Gewichtsverlust, sondern dessen Interpretation. Wenn man also anfangs aus Gründen, die nichts mit Fettverlust zu tun haben, Gewicht verliert, dann geht man davon aus, dass die Diät funktioniert.

Und sollte sie nicht gänzlich zum Erfolg führen, so sucht man den Fehler bei sich selbst.

Wenn ich mit meinem Blog etwas erreichen möchte, dann, dass dieser Zirkus aufhört!

2. JoJo-Effekt

Der JoJo-Effekt – Mythos hin oder her.

Wenn wir nicht wissen, wie wir abnehmen sollen und uns dabei blind auf eine der unendlich vielen Diäten verlassen, wie sollen wir dann wissen, wie wir uns nach der Diät verhalten (ernähren) sollen, um weiterhin abzunehmen oder das Gewicht zu halten?

Wir tappen einfach immer weiter im Dunkeln, wenn wir uns einfach auf Diäten verlassen, die ganz nett klingen und wir uns vielleicht sogar immer genau solche Diäten aussuchen, die am schnellsten und einfachsten umzusetzen scheinen.

Die Diäten sind oft nicht einmal das einzige Problem. Viel problematischer ist die Phase nach der Diät.

Wie oben bereits erwähnt, kommt man ganz langsam wieder zurück zu den alten Ernährungsgewohnheiten, wenn man sich nicht während der Diät schon Gedanken darüber gemacht hat, wie es später weitergehen soll.

Bei Low Carb Diäten kommt erschwerend dazu, dass man bei erneuter Kohlenhydratzufuhr automatisch wieder zunehmen wird.

Wenn sich dann in den Köpfen festsetzt „Beim nächsten Mal wieder Low Carb, weil ich habe ja anfangs abgenommen“, dann beginnt die Abwärtsspirale ihre Wirkung zu entfalten. Man stolpert von Diät zu Diät und findet keinen roten Faden in der Ernährung.

Das kann man Jojo-Effekt nennen, das kann man Teufelskreis oder einfach nur Blödsinn nennen.

3. Kein Spaß und unflexibel

Spaß und Diät sind eh zwei Sachen, die nur schwer zusammen passen, denkst du?

Dann verliere den Gedanken an Diäten, wenn du Körperfett reduzieren möchtest und beginne, mit Spaß und ohne unnötige Verzichte abzunehmen.

Alternativen zu Diäten

Sicher sind dir Alternativen zu Diäten schon längst bekannt. Um nur wenige zu nennen und um die Fantasie etwas anzuregen, habe ich paar Beispiele zusammengetragen. Ohne Wertung, denn auf die aufgezählten Alternativen werde ich in separaten Artikeln eingehen.

Abnehmprogramme

  • Bodychange
  • Schlankr
  • Weight Watchers

Ernährungspläne

  • Aus dem Internet (kostenlos)
  • Von Ernährungsberatern

Nahrungsergänzungsmittel

  • Mahlzeitenersatz
  • Abnehm-Shakes
  • Abnehm-Pillen

Kalorienzählen

  • Von Hand
  • Mit Apps
  • Mit Fitnesstrackern

Abnehmen ohne Diät – geht das überhaupt?

Ja, das geht.

Sonst würde ich es ja nicht machen. 😉

Und es wird höchste Zeit, dass wir von dem (zeitlich begrenzten) Diät-Gedanken los kommen. Vor allem von den“Erreiche in 10 Wochen dein Wunschgewicht“ – Versprechen.

Es ist bekannt, welche die Stellschrauben sind, die uns dabei helfen, unser Körpergewicht zu reduzieren.

Diese Stellschrauben gilt es, zu bewegen.

Auf diesem Blog möchte ich dir diese Stellschrauben mit der Zeit näherbringen, sodass du bald nicht mehr auf Diäten angewiesen bist und vielleicht mal den Gedanken einer langfristigen und nachhaltigen Ernährungsanpassung zulässt.

Die wichtigsten Faktoren für die Körperfettreduktion

  • Kalorienbilanz
  • Makronährstoffaufteilung
  • Grundumsatz/Gesamtumsatz (u.a. Bewegung) kennen
  • Pareto-Prinzip
  • Richtige Kontrolle/Dokumentation

Ernährungsmanagement ist also das Zauberwort.

In meinem Projekt zeige ich dir, wie ich beispielsweise einen Großteil der 50 kg wieder abnehme, die ich zuvor zugenommen habe. Und dabei richte ich mich nicht nach irgend einer Diät.

Ganz im Gegenteil. Mit meinen Diätvorgaben möchte ich dir zeigen, dass viele Ansätze, die es in dieser Diät-Welt gibt, gar nicht notwendig sind, um abzunehmen.

Zum 50 kg Projekt

Zusammenfassung

Nicht alle Diäten kann man pauschal als unsinnig abstempeln, einen Großteil allerdings schon.

Manche Diäten haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung und basieren auf nützlichen Empfehlungen.

Beispielsweise solche, die in der Diätphase nur weniger hochglykämische Lebensmittel erlauben. Das ist natürlich grundsätzlich nicht falsch. Es ist aber keinesfalls ein Muss!

Auch Low Carb könnte langfristig funktionieren, wenn man Spaß daran hat, auf Kohlenhydrate zu verzichten.

Was allerdings keine Lösung ist, ist das strikte Befolgen einer Diät, die einem auf dem Silbertablett serviert wird, ohne sich mit deren Erfolgsprinzipien und der Zeit nach der Diät zu befassen.

Besser wäre es, ein gewisses Gleichgewicht in der Ernährung zu haben. Also bewusst auch zu hochglykämischen Lebensmitteln (wie einem Stück Kuchen) zu greifen, wenn man das Verlangen danach hat.

Das hilft einem, sich viel länger in einer Ernährungsanpassung wohl zu fühlen. Solange es in Maßen bleibt und für ein längeres Dranbleiben und Durchhalten sorgt, halte ich das für viel wertvoller.

Was sagst du?

Wie stehst du zu den geläufigsten Diäten, die so auf dem Markt sind?

Was stört dich an Diäten? Und mit welchen Diäten hast du (langfristige) Erfolge gehabt?

Welche Alternativen zu Diäten kennst du und welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

 

Über den Autor

Daniel Schröder ist 30 Jahre alt und der Gründer von caloright®. Er bloggt mit Leidenschaft über die Themen Ernährung, Abnehmen und Fitness. Daniel reizt es besonders, auch unkonventionelle Wege zu gehen und seinen Körper bewusst an Grenzen zu führen, um so die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken. Mit seinem Abnehmblog möchte er Orientierungslosen, insbesondere nach gescheiterten Diäten, seinen Weg zeigen, um aus dem Ernährungs- und Diätlabyrinth hinaus zu finden. Er steht für eine langfristige und kontrollierte Gewichtsreduktion.

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(2) comments

Sladjan Lazic 18. Juni 2017

Hi Daniel,

schön zu sehen, wie sich dein Blog entwickelt. Das Thema Abnehmen und Ernährung ist auch für mich ein Dauerthema und ich habe selbst, über 100 Artikel und einige Bücher über die Jahre zu diesem Thema gelesen und auch umgesetzt.

Von den vielen verschiedenen Diäten gar nicht zu sprechen. Low-Carb, Low-Fat, anabole Diät, Almased. Durchgesetzt hat sich bei mir tasächlich Low-Fat, aber nicht als strenge Diät, sondern als dauerhafte Ernährungsumstellung und nur im Verbindung mit regelmäßigem Kraft- und Ausdauertraining. 2 x die Woche Gym und 3 x Mountainbiken á 3,5 Stunden + tägliche Fahrradfahrten zum Einkaufen etc. Aber es muss ohnehin jeder seine eigene Ernährungsweise herausfinden.

Viele Grüße,
Sladjan

Reply
    Daniel Schröder 23. Juni 2017

    Hey Sladjan,

    vielen Dank für deinen Kommentar! 😉

    Ja, die Themen Ernährung und Gewichtsreduktion sind wirklich allgegenwärtig – jeder hat gewisse Erfahrungen gemacht, wodurch jeder eine ganz individuelle eigene Geschichte erlebt.

    Im Grunde ist es meist das gleiche Ziel, das viele verfolgen: Man möchte ein Wohlfühlgewicht und eine körperliche Basis erreichen, mit der man subjektiv zufrieden ist. Dies soll möglichst auf gesunde Art und Weise geschehen und vor allem auch langfristig anhalten.

    So verschieden, wie wir alle sind, sind auch die Vorlieben, diesen Weg zu beschreiten.

    Die Basis ist dennoch immer sehr ähnlich, solange keine Krankheiten (bspw. Stoffwechselstörungen) vorliegen. Die höchste Priorität hat dabei immer die Kalorienbilanz. Und – oh Wunder – basieren alle Diäten auf einem Kaloriendefizit. Dieses wird entweder durch geringeren Input (weniger Nahrungsaufnahme -> Low Carb, Low Fat, FDH, usw.) oder höheren Output (Körperliche Aktivität -> Crossfit, Cardio, usw.) erreicht. Oder in Kombination aus beidem.

    Wenn du einen Weg gefunden hast, der dich (hoffentlich langfristig) zufriedenstellt, der in dein Leben passt, dann bist du vielen Menschen schon einen Schritt voraus. Wichtig ist, sich wohlzufühlen!

    Low Fat ist eine Variante, die für Sportler sehr gut funktionieren kann. 🙂 Sehr gute Entscheidung!

    Wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

    Viele Grüße

    Daniel

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