FAQ - caloright.de

FAQ

Häufig gestellte Fragen

  1. Muss ich Kohlenhydrate und Fette trennen (Trennkost)?
  2. Muss ich Sport machen, um abzunehmen?
  3. Muss ich in der Diät auf Fett verzichten?
  4. Nehme ich mit SitUps am Bauch ab?
  5. Muss ich nach 18 Uhr auf Kohlenhydrate verzichten, um abzunehmen?
  6. Muss ich in der Diät auf Süßigkeiten verzichten?
  7. Muss ich mich jeden Tag wiegen?
  8. Macht Fruchtzucker dick?
  9. Macht Fett fett?
  10. Was ist wichtiger, Ernährung oder Sport?
  11. Kann Fett zu Muskelmasse werden?

 


1. Muss ich Kohlenhydrate und Fette trennen?

Bevor ich zu der Beantwortung dieser Frage komme, noch eine andere Frage:

Wie kommt man überhaupt darauf, beides zu trennen?

Um das zu beantworten, muss ich ein wenig in den Stoffwechselprozessen kramen.

Kohlenhydrate haben die Eigenschaften, nach deren Verzehr den Blutzuckerspiegel zu erhöhen.

Es gibt Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel schneller in die Höhe treiben (also Kohlenhydrate mit einem hohen glykämischen Index) und andere, die weniger Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel haben.

Essen wir Kohlenhydrate, so werden diese im Anschluss in Form von Glucose im Blut transportiert.

Da der Blutzuckerspiegel immer in einer Balance gehalten wird, ist unser Körper darauf bedacht, diese Glucose aus dem Blut in die Zellen zu transportieren.

Dies geschieht mit dem Hormon Insulin. Steigt unser Blutzuckerspiegel, so steigt auch unser Insulinspiegel.

Insulin hat genau die Eigenschaft, die benötigt wird, um Glucose in den Zellen einzulagern. Da dieser Prozess der Einlagerung ein aufbauender Prozess ist, kann man Insulin auch als anaboles Hormon (aufbauendes Hormon) bezeichnen.

Insulin ist so lange im Blut vorhanden, bis sich der Blutzuckerspiegel wieder auf das Ausgangsniveau reduziert hat. Der Blutzucker- und Insulinspiegel haben quasi, vereinfacht ausgedrückt, eine sehr ähnliche Kurve, leicht zeitversetzt.

Halten wir fest:

  • Essen wir Kohlenhydrate, erhöht sich der Insulinspiegel.
  • Insulin lagert Nährstoffe ein.

Jetzt schließt sich langsam der Kreis. Denn Insulin lagert nicht nur Glucose ein, sondern auch Fett.

Essen wir also Fett gleichzeitig mit Kohlenhydraten, ist Fett und Insulin mehr oder weniger gleichzeitig im Blut. Insulin wird also auch das Fett einlagern.

Im Umkehrschluss: Ist kein Fett im Blut, kann auch kein Fett eingelagert werden.

Das ist der Zusammenhang, warum dazu geraten wird, diese beiden Makronährstoffe zu trennen.

Kommen wir aber zur Antwort auf die eigentliche Frage: Müssen wir jetzt Trennkost praktizieren, um abzunehmen?

Ich kann dich erleichtern. Die Antwort ist NEIN!

Zum einen deshalb, weil nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch Eiweiß einen insulinogenen Einfluss haben. Wenn wir es also ganz genau nehmen, müsste man Fett ganz alleine zu sich nehmen. Das ist natürlich völlig unpraktikabel.

Zum anderen ist es um einiges wichtiger, sich nach der Kalorienbilanz zu richten. Wenn wir in einem extrem hypokalorischen (kalorienreduzierten) Bereich unterwegs sind, dann ist es völlig gleichgültig, wie viel Fett auf diesem Wege eingelagert wird. Im Endeffekt nehmen wir trotzdem ab.

Bedenke dabei, dass Stoffwechselprozesse, wie Lipolyse (Fettverbrennung) und Lipogenese (Fetteinlagerung) gleichzeitig im Körper ablaufen.

Befindest du dich also in einem Kaloriendefizit, wird auf der einen Seite Fett eingelagert und auf der anderen Fett freigesetzt.

Wenn du also kein Fett zum Einlagern hast, wird auch weniger freigesetzt.

Um diese Frage nun endgültig zu beantworten, rate ich dir, dich auf solche unwesentlichen Dinge nicht zu versteifen. Sollte es für dich problemlos in den Alltag integrierbar sein, dann kannst du dich natürlich danach richten.

Andernfalls empfehle ich dir, die Kalorienbilanz und die Makronährstoffaufteilung im Blick zu behalten, um abzunehmen.

In meinem Diätexperiment werde ich übrigens absichtlich nie Trennkost betreiben. Du wirst sehen, dass ich trotzdem abnehme.

Nach oben

 


2. Muss ich Sport machen, um abzunehmen?

Nein, Sport ist kein Muss, um abzunehmen.

Sport ist aber ein „sollte“. Nicht nur hinsichtlich einer Gewichtsreduktion, sondern allgemein für dein physisches und psychisches Wohlbefinden.

Jegliche Art von Sport und Bewegung kann der Gewichtsreduktion dienlich sein.

Es ist ganz wichtig, dass du dir dabei eine Sportart aussuchst, die dir wirklich Spaß bereitet.

Sport können wir auch definieren als Bewegung. Bewegung, durch die wir mehr Kalorien verbrauchen, als wenn wir keinen machen würden.

Wie du als aufmerksamer Leser dieses Blogs weißt, ist ganz besonders die Kalorienbilanz und Makronährstoffaufteilung wesentlich für den Erfolg einer Gewichtsreduktion.

Wir schaffen also durch Sport, bzw. mehr Bewegung einen zusätzlichen Kalorienverbrauch. Im Umkehrschluss können wir mehr Kalorien zu uns nehmen, wenn wir Sport betreiben.

Sicher ist es so, dass verschiedene Sportarten auch einen unterschiedlichen Kalorienverbrauch mit sich bringen.

Aber viel wichtiger ist, dass du eine Sportart (oder mehrere) wirklich mit Spaß betreibst, denn das ist das beste Rezept, um langfristig Erfolge zu erzielen.

Wenn du also Spaß am Spazierengehen hast, dann fange damit an und erhöhe das Pensum langsam.

Das Motto ist: Erst mal anfangen, aber nichts überstürzen!

Viel zu häufig kommt es vor, dass übermotivierte Diät-Beginner von 0 mal Sport die Woche auf 6-7 mal Sport für jeweils bis zu zwei Stunden switchen.

Zeitgleich wird trotz des deutlich höheren Kalorienbedarfs die Nahrungsaufnahme in diesem Höhenflug drastisch reduziert. Das ist eine Kombination, die zum Scheitern verurteilt ist.

Stell dir folgende Fragen:

  • Welche Sportart macht mir Spaß (jetzt und vermutlich auch in Zukunft)?
  • Wie oft und wie lange kann ich Sport in der Woche integrieren?

Meine Empfehlung ist ganz klar: Wenn möglich, baue Sport in dein Leben ein. Sport, der dir (langfristig) Spaß bereitet.

Perfekt wäre es, wenn dieser Sport auch eine Komponente zum Muskelerhalt oder -aufbau darstellt. Denn denke dran, Muskelmasse hilft dir, Kalorien zu verbrennen.

Überstürze es nicht zu Beginn der Diät, sondern steigere dich langsam. Wähle ein Sportpensum, das du langfristig aufbringen kannst.

Zu guter Letzt ist es aber nicht zwingend notwendig, Sport zu machen, um abzunehmen.

Aus diesem Grund habe ich mein Sportpensum deutlich reduziert und werde in meinem Gewichtsexperiment absichtlich auf Ausdauer- und Cardiotraining verzichten. Außerdem werde ich höchstens drei mal die Woche für max. 1 Stunde Gewichtetraining absolvieren.

Du wirst sehen, dass man auch so abnehmen kann. 😉

Nach oben

 


3. Muss ich in der Diät auf Fett verzichten?

Auch auf Fett musst du in der Diät nicht verzichten. Das wäre auch kaum möglich und sogar alles Andere als Gesund.

Fett spielt für den Hormonhaushalt eine wichtige Rolle. Viele Stoffwechselvorgänge werden durch Fett beeinflusst.

Die DGE (deutsche Gesellschaft für Ernährung) rät zu 60-80 g Fett pro Tag. Das ist etwas pauschal gehalten und aus diesem Grund rät man auch zu 0,5 – 0,8 g Fett pro kg Körpergewicht am Tag.

Fett ist außerdem ein Geschmacksträger und muss in der Diät keinesfalls gemieden werden. Den Fett-Konsum hingegen in einen Normalbereich zu reduzieren, macht durchaus Sinn.

Bei Fett handelt es sich um einen sehr energiereichen Makronährstoff. Das sollte dir bewusst sein.

Deshalb kann man sich sehr leicht bei der Kalorienmenge vertun und so das Übergewicht begünstigen.

Es ist so, dass 1 g Fett 9,3 kcal entspricht.

1 g Kohlenhydrate und 1 g Eiweiß hingegen besitzen nur eine Energiedichte von 4,1 kcal.

Das bedeutet, dass wenn du die gleiche Menge an Fett isst, wie Eiweiß, doppelt so viele kcal zu dir genommen hast.

Nun ist Fett nicht gleich Fett. Du hast sicher von den verschiedenen Arten von Fett gehört.

Dazu zählen beispielsweise die „bösen“ Fette, die gesättigten Fettsäuren und die „guten“ Fette, die ungesättigten Fettsäuren.

Ein übermäßiger Konsum von gesättigten Fetten steht in Verdacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bedingen.

Aus diesem Grund sollte eine ausgewogene Balance aus den verschiedenen Fettsorten gefunden werden – nicht nur in der Diät.

7000 kcal Körperfett ergeben übrigens 1 kg Körperfett. Warum nicht 9100 kcal fragst du dich?

Das liegt daran, dass das Körperfettgewebe aus verschiedenen Substanzen besteht. Darunter auch Wasser.

Auch im Hinblick auf den Fettbedarf ist es vor allem wichtig, die Kalorienbilanz im Auge zu behalten.

Der Makronährstoff Fett sollte dabei mit 0,5 – 0,8 g in der Ernährung präsent sein. Weder deutliche Abweichungen nach unten, noch nach oben sind dabei förderlich in der Diät.

Denke dabei an ein ausgewogenes Verhältnis der verschiedenen Fett-Quellen. Vor allem solltest du es nicht mit den gesättigten Fettsäuren übertreiben.

Nach oben

 


4. Nehme ich mit Sit-Ups am Bauch ab?

Ich glaube, das ist nicht nur eine häufige Frage, sondern auch eine der häufigsten Irrtümer, die es gibt.

Es bietet sich eigentlich immer das gleiche Bild im Fitnessstudio. Mit teilweise enormen Übergewicht geht es zuerst auf ein Cardio-Gerät, wie den Crosstrainer, danach an die Bauchmuskelmaschine und zuletzt noch mal an den Ergometer.

Scheint so, als wäre man von diesem Vorgehen überzeugt. Zum einen, dass man abnimmt und zum anderen, dass bald die Bauchmuskel zum Vorschein kommen.

Beides ist ein Trugschluss. Sowohl das übermäßige Cardiotraining, als auch das Bauchtraining.

Die Bauchmuskulatur existiert, genau so wie jeder andere Muskel, mal mehr ausgeprägt und mal weniger. Natürlich kannst du deine Bauchmuskulatur mit Bauchmuskelübungen stärken, wenn dies dein Ziel ist.

Meist ist es aber so, dass man den Bauch trainiert, um einen Sixpack(ansatz) zu bekommen.

Um dir ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Wenn du sehr übergewichtig bist, siehst du dann exakt deine verschiedenen Schulterköpfe des Deltamuskels (Schultermuskel)?

Auch diese siehst du nicht.

Das liegt nicht daran, dass dort keine Muskulatur existiert, sondern dass diese durch Fett überlagert ist.

Und so ist es auch am Bauch. Du kannst den trainiertesten Bauch haben, aber mit einem Körperfettanteil jenseits der 30 % wird sie kein Mensch mehr sehen.

Es ist nicht so, wie einige denken, dass Körperfett zu Muskelmasse umgebaut werden kann. Das geht nicht!

Du kannst nur Körperfett reduzieren und Muskelmasse aufbauen, getrennt voneinander.

Das Körperfett bekommst du also nicht durch Sit-Ups weg. Du trainierst so nur eine Muskulatur, die du nie sehen wirst, wenn du nicht auch dein Körperfett reduzierst.

Wenn du also möchtest, dass man deine Bauchmuskulatur erkennt, ist es notwendig, den Körperfettanteil unter die 15 %-Marke zu reduzieren, bestenfalls unter die 12 %-Marke.

Und wie machst du das am besten?

Möglichst nicht mit stundenlangen Cardio-Einheiten und rund 500 kcal am Tag. Das ist ein Konzept, das dir kurzfristige Erfolge beschert und danach zu einem Desaster führt.

Natürlich werden einige genau dieses Vorgehen empfehlen, denn eins ist sicher: Die ersten Tage/Wochen wirst du abnehmen. Du wirst Wasser verlieren, Muskelmasse und etwas Fett.

Aber ich schweife schon wieder ab. Jetzt meine Tipps 😉

Schlag dir aus dem Kopf, jeden Tag stundenlang Cardio machen zu wollen. Sei ehrlich zu dir selbst und frage dich zuerst, wie viel Sport du über Wochen und Monate wirklich eingerichtet bekommst.

Von diesem Ergebnis ist abhängig, welche Art von Sport du machen solltest. Ein Teil Ausdauer- und Cardiotraining und ein Teil Muskelaufbau/Muskelerhalt ist ein gutes Verhältnis.

Dein Ziel sollte es sein, deine Muskelmasse nicht zu verlieren.

Du kannst auch beide Teile miteinander kombinieren, indem du beispielsweise erst 30 Minuten Gewichtetraining absolvierst und danach 20 Minuten Ausdauertraining machst.

Du kannst aber auch viel kleiner anfangen. Auch musst du nicht unbedingt in ein Fitnessstudio gehen.

Überlege dir, welcher Sport dir wirklich gefällt. Das ist die beste Grundlage, um lange dran zu bleiben.

Wenn es nun dein Ziel ist, die Bauchmuskulatur freizulegen, dann ist die höchste Priorität die Ernährung.

Kennst du dieses Zitat hier?

Ein Waschbrettbauch wird in der Küche gemacht

Das ist natürlich etwas übertrieben. Aber die Kernaussage ist korrekt:

Die Ernährung hat einen enormen Einfluss auf deine körperliche Verfassung. Die Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme.

Deshalb ganz wichtig, beschäftige dich mit dem Thema Ernährung.

Auf meinem Blog versuche ich dich an diese Thematik heranzuführen.

An dieser Stelle sei gesagt, dass du auf eine langfristige Ernährungsanpassung setzen solltest. Überstürze nichts, in dem du exorbitant Ausdauersport versuchst in den Tag zu integrieren und schraube auch deine Ernährung nicht zu weit herunter.

Du solltest im ersten Schritt in Erfahrung bringen, wie viele Kalorien dein Körper überhaupt benötigt (Grundumsatz und Gesamtumsatz). Gib dazu einen „Kalorienrechner“ in Google ein.

Wenn du das herausgefunden hast, dann heißt es, ein bestimmtes Kaloriendefizit zu wählen.

Auch die Makronährstoffaufteilung muss dabei im Auge behalten werden.

Wie du das im Detail machst, erfährst du bald auf meinem Blog. 🙂

Nach oben

 


5. Muss ich nach 18 Uhr auf Kohlenhydrate verzichten, um abzunehmen?

Natürlich nicht!

Und schon gar nicht, wenn man es so pauschalisiert.

Jeder geht zu unterschiedlichen Zeiten zu Bett. Manch einer wird um 18 Uhr gerade erst wach, wegen Schichtdienst oder ähnlichem.

Die Herangehensweise, nach 18 Uhr auf Kohlenhydrate zu verzichten, ist eine von vielen Methoden, ohne großen Aufwand Kalorien (bzw. Kohlenhydrate) einzusparen.

Problematisch wird es, wenn man statt der Kohlenhydrate dann zu so viel Fett und Eiweiß greift, dass man plötzlich mehr Kalorien zu sich nimmt, als vorher.

Das Ergebnis wäre dann keine Gewichtsreduktion, sondern Gewichtszunahme.

Das zweite Argument für diesen Diät-Ansatz ist der geringere Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Durch Kohlenhydrate erhöht sich nämlich unser Blutzuckerspiegel.

Als Reaktion schüttet der Mensch (bzw. seine Schilddrüse) das Hormon namens Insulin aus.

Das Ergbnis ist, dass die Lipolyse, also die Fettverbrennung gehemmt wird. Denn gerade diejenigen Hormone, die für die Fettverbrennung zuständig sind, werden ebenfalls durch Insulin gehemmt.

Aus dieser Argumentation wird auch klar, dass es sich bei dem Ansatz „Keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr“ eigentlich um folgenden Ansatz handelt: „Keine Kohlenhydrate vor dem Schlafen“.

Soweit die Theorie.

Was viele nicht wissen ist, dass auch Proteine den Blutzuckerspiegel beeinflussen können. Das aber nur am Rande.

Im Endeffekt steht der Einfluss des Insulinspiegels auf die Gewichtsreduktion in keinem Verhältnis zum Aufwand und der Praktizierbarkeit dieser Methode.

Durch den zirkadianen Rhythmus ist unser (gesunder) Körper in der Lage, solche Blutzuckerschwankungen über den Tag in einer Balance zu halten und zu regulieren.

Deutlich wichtiger an dieser Stelle ist wie immer die Kalorienbilanz, sowie die Makronährstoffaufteilung.

Auch halte ich diesen Ansatz nicht für langfristig umsetzbar. Auf diesem Blog geht es auch darum, zu reflektieren und sich bewusst zu machen, welcher Ansatz für einen sinnvoll oder weniger sinnvoll ist.

Stelle dir also folgende Frage: Wie lange willst du abends auf Kohlenhydrate verzichten? Wochen, Monate oder Jahre?

Wenn du nicht auf dein Abendbrot verzichten möchtest (was du keineswegs musst, um abzunehmen), dann fange möglichst gar nicht erst mit dieser Diät an.

Wenn du mit einem solchen Konzept abgenommen hast, was durchaus möglich ist (je nach dem wie viele Kohlenhydrate du bisher abends gegessen hast), dann wirst du höchst wahrscheinlich auch wieder zunehmen, sobald du abends wieder zum gewohnten Essverhalten zurückkehrst.

Unterm Strich: Dieser Ansatz ist unnötig und auf lange Sicht unpraktikabel.

Mein Tipp: Beschäftige dich lieber mit den Themen Kalorienbilanz und Makronährstoffe. Auf diesem Blog wirst du in Zukunft alles dazu im Detail erfahren. 😉

In meinem Diätexperiment werde ich übrigens absichtlich möglichst viele Kohlenhydrate am Abend essen und dabei trotzdem abnehmen.

Nach oben

 


6. Muss ich in der Diät auf Süßigkeiten verzichten?

Es gibt bestimmt Menschen, die nicht mit ihrer Diät anfangen, weil sie denken, sie müssten komplett auf Süßes verzichten.

Wenn du zu diesen Menschen zählst, kann ich dich beruhigen. Auf Süßes brauchst du in der Diät nicht verzichten. Zumindest nicht gänzlich.

Ich bin grundsätzlich der Überzeugung, dass Diäten, in denen bestimmte Nahrungsmittel strikt verboten werden, nicht der eleganteste Weg sind.

Sicherlich musst du dich von dem Gedanken verabschieden, dich in der Diät von morgens bis abends mit Chips und Cola vollstopfen zu dürfen und dabei abzunehmen.

Der Grund, warum dir das in der Diät nicht weiterhelfen würde, liegt an der Zusammensetzung der Makronährstoffe und der mehr oder weniger versteckten Kaloriendichte.

Meist ist es so, dass in Süßigkeiten entweder ein hoher Anteil von Zucker oder Fett enthalten ist.

Zurecht werden solche Lebensmittel (wozu ganz besonders auch Softdrinks zählen) als „leere Kalorien“ bezeichnet.

„Leere Kalorien“ bedeutet, dass man eine große Menge beispielsweise an Fanta konsumieren könnte und anschließend mehr Hunger hat, als vorher.

Trotz des ausbleibenden Sättigungsgefühls wurden dabei aber mehrere hundert Kalorien aufgenommen.

Das ist ein Phänomen, das man recht plausibel erklären kann. Gleichzeitig zeigt es auch die Tücken einer Ernährung mit vielen Süßigkeiten auf.

Nehmen wir das Beispiel Softdrink (Fanta).

100 ml der Fanta enthalten ca. 9 g Zucker. Rechnen wir das hoch auf eine große Portion, also 500 ml, so nehmen wir, da flüssig, in kürzester Zeit eine Menge von 45 g Zucker zu uns.

Das sind übrigens 15 Zuckerwürfel (1 Würfel = 3 g).

Was wir damit erreichen, ist ein Blutzuckeranstieg und die dementsprechende Reaktion des Körpers (genauer der Bauchspeicheldrüse) mit Insulin, um den den Blutzuckerspiegel wieder zu senken.

Nun kann folgendes passieren. Dadurch dass in kurzer Zeit verhältnismäßig viel Insulin in die Blutlaufbahn gelangt, würde der Blutzuckerspiegel wieder sinken. Möglicherweise sogar unter das Ausgangsniveau.

Das bedeutet, dass wir uns in einem unterzuckerten Zustand befinden, der wiederum Auslöser für Heißhunger sein kann.

Wir trinken uns also nicht satt, sondern hungrig. Deshalb der Begriff „leere Kalorien“.

Selbst wenn es nicht zu solchen Blutzuckerschwankungen und dem Hungergefühl kommen würde, hätten wir kein Sättigungsgefühl erreicht, trotz der Menge an Kalorien.

Was ich mit dem Beispiel verdeutlichen möchte: Es kommt gewiss auf die Art der Kalorien an, die man in der Diät zu sich nimmt. Wenn man sich also nur mit extrem zuckerhaltigen Nahrungsmitteln begnügt, tut man sich selbst keinen Gefallen.

Es ist eher andersrum. Man begibt sich nur in einen Teufelskreis aus Hunger und ausbleibendem Sättigungsgefühl und nimmt so immer mehr kalorienreiche Nahrung auf.

Es ergibt also Sinn, im Hinblick auf Kohlenhydrate, zu komplexen Kohlenhydraten zu greifen, die darüber hinaus auch über Ballaststoffe verfügen, was zu einem längeren Sättigungseffekt führt. Auch, wenn es grob die gleiche Menge an Kalorien sind.

Zu den komplexen Kohlenhydraten zählen beispielsweise Haferflocken oder Vollkornbrot. Manche bezeichnen dies auch als „gesunde Kohlenhydrate“. Von dieser Bezeichnung bin ich allerdings kein Fan, aber das ist hier nicht das Thema. 😉

Neben dem Problem mit dem Zucker haben viele Süßigkeiten auch die Gemeinsamkeit, dass sie sehr fetthaltig sind.

Allein durch den Fettgehalt entwickeln sich manche Lebensmitteln zu reinsten „Kalorienbomben“.

Mit dem Fett kommt nämlich ein quasi unsichtbares Problem auf uns zu. Denn Fett ist deutlich kalorienreicher als Kohlenhydrate oder Eiweiß.

Hier ein Vergleich:

  • 1 g Eiweiß entspricht 4,3 kcal
  • 1 g Kohlenhydrate entspricht 4,3 kcal
  • 1 g Fett entspricht 9,1 kcal

Würde man also die gleiche Menge Kohlenhydrate und Fett zu sich nehmen, hätte man mit Fett die doppelte Kalorienmenge zu sich genommen.

Das meine ich mit „unsichtbarem Problem“. 😉

Wie immer gilt der Grundsatz, sich die Diät nicht unnötig schwer zu machen. Wenn man ab und an mal zu Süßigkeiten greift, und es einem hilft, die Diät zu ertragen und auch langfristig umzusetzen, dann ist das in Maßen in Ordnung.

Wie gesagt ist das aber kein Freifahrschein. Über Erfolg und Misserfolg der Diät entscheidet zu einem großen Teil immer noch die Kalorienbilanz und die entsprechende Makronährstoffaufteilung.

Hat man aber auch mal eine kleine Sünde in die Berechnung eingeplant, so ist dies vollkommen okay.

Ich finde es aber enorm wichtig, sich dieser Problematik zu nähern.

Weniger sinnvoll halte ich es hingegen, sich vor der Diät pauschal gegen Süßigkeiten oder kleinere Sünden auszusprechen, um irgendwann nach Wochen oder Monaten zu merken, dass man die Diät auf Dauer nicht schafft, umzusetzen.

Nach oben

 


7. Muss ich mich jeden Tag wiegen?

Musst du nicht. Solltest du aber 😉

Das Wiegen ist ein Themenfeld, mit dem ich mich etwas unbeliebt mache. Denn ich rate dir tatsächlich zu täglichem Wiegen.

Du hast sicher gehofft, hier genau das Gegenteil zu lesen. So, wie es die meisten halt empfehlen.

Gerade dann, wenn du ein bestimmtes Ziel (bspw. Körpergewicht) und eine bestimmte Zeit ins Auge gefasst hast, solltest du diese 10 Sekunden am Tag ins Wiegen investieren. Und weitere 10-20 Sekunden in das Notieren des Gewichts in einem Notizbuch oder im Smartphone.

Dem einen oder anderen rutscht jetzt vielleicht das Herz in die Hose bei dem Gedanken daran, sich jeden Tag auf die Waage stellen zu müssen.

Diese Gewichtsschwankungen!

Diese Abneigung gegenüber der Waage bzw. die Angst, sich oft zu wiegen, haben wir uns selbst zuzuschreiben.

Viel zu oft wird zu seltenem Wiegen oder gar keinem Wiegen geraten. Das Resultat davon haben wir nun: Keiner will die Waage benutzen.

Und wenn sie benutzt wird, steht eh in 80 % der Fälle eine Zahl im Display, die uns nicht gefällt.

Wie man mit der Zahl umgehen soll, weiß auch irgendwie keiner. Deshalb wird das Plus oder Minus immer als Fettzunahme oder Fettabnahme gewertet. Das ist natürlich Quatsch.

Ich möchte dich an dieser Stelle auf einen Artikel auf diesem Blog verweisen, den ich als einen der ersten Artikel geschrieben habe. Darin erfährst du alles, was mit dem Thema Wiegen zusammenhängt und vor allem, warum ich dir zu täglichem Wiegen rate.

Vielleicht blickst du danach etwas anders auf die Waage und die Zahlen, die dort angezeigt werden.

Es ist ganz wichtig, diese Abneigung gegenüber der Waage zu reduzieren, denn sie sind unbegründet.

Zum Artikel „Wann soll man sich wiegen?“

Nach oben

 


8. Macht Fruchtzucker dick?

Um es kurz zu machen: Jein

Da die Antwort auf diese Frage etwas umfangreicher ist, habe ich dazu einen separaten Artikel Verfasst.

Hier gehts zum Artikel „Macht Obst dick?

Nach oben

 


9. Macht Fett fett?

Um direkt für etwas Verwirrung zu sorgen:

  • Fett kann genauso fett machen, wie Kohlenhydrate.
  • Mit wenig Fett und viel Eiweiß kann man fett werden.
  • Und mit reichlich Fett hingegen kann man wunderbar abnehmen (siehe Anabole Diät o.ä.).

Aber ich möchte dich ja nicht verwirren, sondern die Frage beantworten. 😉

Vielleicht merkst du so aber schon, worauf ich hinaus möchte:

Fett ist nur eine Variable in der Ernährung.

Wie du vielleicht schon von mir kennst, tue ich mich schwer damit, Fragen hinsichtlich der Ernährung einfach nur mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten.

Nur ein „Ja“ oder ein „Nein“ gibt es, vor allem in der Ernährung oder Diät, meist nicht.

Ganz anders sieht es in der Informatik aus, denn da wird nur mit ja oder nein, 0 oder 1, an oder aus, gerechnet. Wir sind aber keine Roboter. 😉

Bei einem Menschen gibt es sicherlich kausale Zusammenhänge (Ursache-Wirkung), aber diese verschmelzen meist miteinander.

Feste Grenzen gibt es nicht, dafür ist das menschliche Wesen zu komplex.

Die Frage „Macht Fett fett?“ müsste ich also so beantworten:

„Es Kommt drauf an.“

Um mich der Antwort aber zu nähern, muss ich die Zusammenhänge etwas aufschlüsseln.

Fettzunahme

Lassen wir sämtliche Krankheiten (Stoffwechselstörungen etc.) unberücksichtigt, kommt es zu einer Fettzunahme, wenn dem Körper mehr Energie zur Verfügung steht, als er benötigt.

Es ist ja nicht so, dass unser Körper alles, was an Energie überflüssig ist, einfach ausscheidet und damit ist die Sache gegessen.

Wäre es so, würde kein Mensch mehr zunehmen.

Die Überflüssige Energie muss also irgendwo hin.

Und es ist völlig egal, ob diese Energie aus Kohlenhydraten, Eiweiß oder Fett resultiert.

Umwandlung Fett in Kohlenhydrate

Du solltest wissen, dass Fett zu Kohlenhydraten umgewandelt werden kann und andersrum auch.

Benötigt der Körper keine Energie, oder kann diese mit vorhandenen Mitteln decken, so wird ein Großteil des Fetts im Körper gespeichert (Lipogenese).

So wird Energie in Depotfett gespeichert. Dieses Depotfett liegt besonders im Bereich des Bauchs, der Hüfte und Oberschenkel.

Was du des Weiteren wissen solltest: Auch Kohlenhydrate und Eiweiße können zu Fett umgewandelt werden.

Es ist also egal, ob du ein Überangebot an Eiweiß, Kohlenhydraten oder Fetten hast. Ein Energieüberschuss wird letztendlich in Form von Depotfett angesammelt.

Der Stoffwechselvorgang der Lipogenese hat einen Gegenspieler, nämlich die Lipolyse, also die Freisetzung von Fett aus den Fettzellen.

Beide Stoffwechselvorgänge finden zeitgleich in unserem Körper statt.

Unterm Strich ist es also die Energiebilanz, die über Fettzunahme oder Fettabnahme entscheidet.

Aus gewichtstechnischen Gründen ist es also völlig legitim, Fett zu sich zu nehmen, wenn man abnehmen möchte.

Aus gesundheitlichen Gesichtspunkten ist es ratsam, weniger auf gesättigte Fettsäuren und Transfette zurückzugreifen, sondern zu einfach oder mehrfach ungesättigten Fetten.

Außerdem spielt Fett für die Hormonregulierung eine wichtige Rolle. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) rät zu ca. 30 % der Energieaufnahme aus Fett.

Das bedeutet bei einem Kalorienbedarf von ca. 2500 kcal einen Fettbedarf von 80 g am Tag.

Rechnung:
(Kalorienbedarf * 0,3) / 9

Eine übermäßige Fettzufuhr, besonders von gehärteten Fetten, kann darüber hinaus zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.

Genauso wie zu viele gesättigte Fette zu hohen Cholesterinwerten führen.

Empfehlung

Bitte verzichte nicht auf Fett, nur weil man es direkt mit Körperfett assoziiert.

Fett ist wichtig für unseren Körper und führt im Rahmen der Empfehlungen nicht zu einer Fettzunahme, wenn auch ein Kaloriendefizit oder eine ausgeglichene Kalorienbilanz vorliegt.

Mein Tipp ist also, den Fettverzehr bei ca. 60-100 g zu halten. Später in der Reduktionsphase kann auch der Fettgehalt in der Ernährung auf bis zu 0,5 g pro Kilogramm Körpergewicht reduziert werden.

Ein Übermaß an Transfetten solltest du aber immer vermeiden.

Zu dem Thema Fette werde ich demnächst noch einen eigenen Blog-Artikel verfassen.

Nach oben

 


10. Was ist wichtiger, Ernährung oder Sport?

-Frage wird demnächst beantwortet-


11. Kann Fett zu Muskelmasse werden?

-Frage wird demnächst beantwortet-


 

Sind noch Fragen offen geblieben? Dann geht’s hier lang:

Zum Kontaktformular