Gewichtsreduktion: Jahresrückblick (Woche 0-52)

By Daniel Schröder | Mein Projekt

Apr 15
ein-jahr-abnehmen

Im März 2018 ging ein Jahr Abnehmprojekt #50kgchallenge zu Ende. Aber es ist noch lange nicht vorbei.

Ob ich meine gesteckten Ziele erreichen konnte, mit welcher Methode ich abnehme, was ich in diesem Jahr gelernt habe und welche Tipps ich dir aus dieser Zeit mitgeben möchte, erfährst du in diesem Artikel.

Habe ein besonderes Augenmerk auf die grauen Kästchen, denn darin findest du meine Tipps. 😉

Die anderen Rückblick-Artikel:
Rückblick (Woche 0-12)
Rückblick (Woche 13-50)

Weshalb ich 50 kg zugenommen habe:
Meine Gewichtszunahme (+ 50 kg)

Das Abnehmprojekt #50kgchallenge

Falls du das Projekt #50kgchallenge noch nicht kennst, möchte ich dich ganz kurz und knapp darüber aufklären, damit du verstehst, wieso ich aktuell abnehme und weshalb ich diese Reise auf meinem Blog dokumentiere.

Mein Projekt besteht aus zwei Phasen.

Die erste Phase war die absichtliche Gewichtszunahme von 50 kg, innerhalb von drei Jahren. Anfang 2017 habe ich diese erfolgreich beendet.

Das Startgewicht lag bei 73,5 kg und das Endgewicht bei 123,5 kg.

Seit März 2017 befinde ich mich in der zweiten Phase, der Gewichtsreduktion.

Mein Ziel ist es, das Übergewicht (KfA > 38 %) wieder loszuwerden und das Normalgewicht zu erreichen (KfA < 15 %).

Das gesamte Projekt dokumentiere ich hier auf meinem Blog unter dem Menüpunkt Mein Projekt mit Bildern, einem aktuellen Gewichtsdiagramm und ausführlichen Informationen.

Die Besonderheit an meiner Gewichtsreduktion ist nicht die Gewichtsabnahme selber, auch nicht die vorige Gewichtszunahme. Das eigentlich Interessante am Projekt und der Grund dafür zugleich steckt in meinen Diätvorgaben.

Diese Vorgaben sind genau das Gegenteil von dem, was du vielleicht oftmals als Diätratschläge erhältst, wie bspw. auf Kohlenhydrate zu verzichten, viel Cardiosport zu machen, kein Fast Food zu essen.

Das mache ich alles genau andersrum.

Wirf deshalb unbedingt einen Blick unterhalb dieses Textes auf die Schaltfläche „Diätvorgaben“.

Warum ich mein Projekt so gestalte? Ob ich ein riesen Fan von Fast Food bin?

Natürlich nicht.

Aber ich bin ein Fan davon, in der Gewichtsreduktion nichts kategorisch auszuschließen.

Oftmals setzt man sich unzählige Diätvorgaben, auf die man im Vorhinein schon keine Lust hat.

So ein Konzept kann langfristig kaum funktionieren, und wenn, dann nur mit großen Einschränkungen.

Ich möchte dir zeigen, dass es auch mit weniger Einschränkungen geht. Und da im Internet viel erzählt wird, was nicht nachvollziehbar oder geschweige denn wahr ist, mache ich das hier völlig transparent.

Zum Beispiel siehst du auf Instagram ganz genau, wie oft und was ich so esse.

Viele Menschen fangen erst gar nicht mit einer Diät an, weil sie diverse Verzichte nicht in Kauf nehmen wollen oder können, die mit den meisten Diäten einhergehen.

Andere wiederum starten zwar mit einer Gewichtsreduktion, ziehen diese aber nicht lange genug durch, weil sie sich auf Dauer nicht an die -teils unnötigen- Vorgaben halten können oder wollen.

Ich versuche mit meinem Projekt also, einen Kompromiss zu finden, der zwar zu einer Gewichtsreduktion führt, aber so umsetzbar ist, dass es einem nicht wie eine Diät, mit unnötigen Einschränkungen, vorkommt.

Für mich liegt also der langfristige Aspekt und die Umsetzbarkeit im Vordergrund. Was aber nicht heißen soll, dass es keine sinnvollen kurzfristigen Konzepte gibt.

Das heißt: Langsame und kontrollierte Gewichtsreduktion und das Halten des Zielgewichts im Anschluss mit möglichst wenig Aufwand ist auf meinem Blog das Ziel.

Meine Diätvorgaben

• Ich werde kein Ausdauer- oder Kardiotraining machen
• Ich werde möglichst viele Kohlenhydrate essen
• Ich werde möglichst viele Kohlenhydrate nach 18 Uhr essen
• Ich werde nicht auf Alkohol verzichten
• Ich werde nicht auf Fast Food verzichten
• Ich werde keinen festen Ernährungsplan haben
• Ich werde keine „Cheatdays“ o.ä. einlegen
• Ich werde mich nach keinen festen Uhrzeiten zum Essen richten
• Ich werde nicht alle 2-3 Stunden eine Mahlzeit zu mir nehmen
• Ich werde nicht „clean“ essen
• Ich werde Kohlenhydrate und Fette nicht trennen
• Ich werde nicht auf Fruchtzucker verzichten
• Ich werde nicht auf bestimmte Lebensmittel verzichten
• Ich werde nur 3x die Woche Gewichtetraining praktizieren
• Ich werde keine Abnehm-Shakes, -Pillen, Diät-Tee’s o.ä. zu mir nehmen

Jahresrückblick (Woche 0 – 52)

Bevor die Bilder und Erklärungen kommen, ein kurzer Überblick über den Gewichtsverlust und den Verlust an Bauchumfang in diesem Jahr.

Zahlen-Vergleich

Verlust Körpergewicht
~ 22 kg
(123,5 kg → 101,8 kg)

Verlust Bauchumfang
~ 21 cm
(123 cm → 102 cm)

Die Zahlen unterscheiden sich etwas von denen aus den Körperfettmessungen, da die erste Messung kurz nach Beginn der Gewichtsreduktion stattgefunden hat. 😉

Körperfettmessung

Hier siehst du die erste Körperfettmessung (kurz nach Beginn der Gewichtsreduktion) und die aktuellen Messung aus März (ein Jahr später).

Dankenswerterweise darf ich mein Projekt mit Messungen im BodPod begleiten lassen, der die Körperzusammensetzung mit Luftverdrängungsplethysmographie misst.

Das ist ein sehr genaues Verfahren, allerdings auch genauso selten zu finden. 😉

Messung 1 (Beginn der Gewichtsreduktion)koerperfettmessung ergebnis

Messung 5 (Nach einem Jahr Gewichtsreduktion)
koerperfettanalyse

Einstufung Körperfett

Mit fast 40 % Körperfettanteil war ich zu Beginn der Abnehmreise wirklich enorm übergewichtig. An dieser Stelle kann man auch ruhig sagen fettleibig.

koerperfettanalyse

Nach ca. einem Jahr bin ich eine Kategorie in dem Rating abgestiegen. Mit den aktuellen ca. 28 % KfA bin ich aber immer noch nicht im Normalbereich.

Die Reise geht also spannend weiter.

Unterschied Körperfettanteil
Bedenke bei den KfA-Werten, dass Männer stets einen geringeren Körperfettanteil haben, als Frauen.

Bilder-Vergleich

Weiter gehts mit einem Vergleich der Bilder, die ich alle zwei Wochen seit Beginn der Gewichtsreduktion von mir mache.einjahrlangabnehmen

Vergleichbarkeit

Ich bin mit meinen Bildern (und überhaupt mit meinem Blog) ehrlich, sowohl zu dir, als auch zu mir selbst.

Aus diesem Grund mache ich alle Bilder sowohl mit angespanntem Bauch, eingezogenen Bauch, ausgestreckten Bauch und neutraler Haltung.

Oberhalb die Bilder sind alle mit angespanntem Bauch, da so am wenigsten Abweichungen möglich sind. Ich vergleiche also nicht ausgestreckten Bauch mit eingezogenem Bauch oder ähnliches.

Auch wenn die Bilder so etwas unspektakulärer wirken – zumindest sind sie echt. 😉

Die anderen Bilder aus der Gewichtszunahme und der Gewichtsreduktion findest du auf folgender Seite ganz unten:

#50kgchallenge | Diagramm und Bilder

Diagramm Verlauf „Tagesgewicht“

Ich wiege mich seit über 5 Jahren täglich, so also auch während der Körperfettreduktion, wie du auf dem Diagramm unten siehst.

Was man aus einem solchen Diagramm wunderbar herauslesen kann, ist der Verlauf des Trendgewichts.

Was ich aus über 2000 Messungen gelernt habe ist, dass das Gewicht, das dir deine Waage morgens anzeigt, nachdem du dich darauf stellst, kaum Aussagewert über dein tatsächliches Gewicht hat.

Klingt wahrscheinlich erst mal komisch, dass ich mich dann dennoch wiege, oder?

Aber es ist so, dass man mit diesen täglichen Gewichtsangaben etwas ganz Hilfreiches anstellen kann. Was genau, zeige ich dir unter diesem Bild.

einjahrabnehmen

Diagramm Verlauf „Wochen-Durchschnittsgewicht“

Ich handhabe es so, dass ich mich jeden Tag wiege.

Die Zahl, die morgens auf der Waage erscheint, interessiert mich allerdings gar nicht, denn erst am Ende der Woche rechne ich alle Tagesgewichte zusammen und berechne daraus das Wochengewicht.

Beziehungsweise eigentlich das Durchschnittsgewicht der Woche.

So wird der Verlauf schon eindeutiger, mit wesentlich weniger Schwankungen, wie du auf dem folgenden Bild siehst.

Es ist immer noch nicht 100 % genau. Das ist aber kein Problem, denn 100 % erreicht man nie.

Ich bin auch nicht der Meinung, dass man sich sein Leben lang jeden Tag wiegen muss. Aber während man aktiv in einer bestimmten Phase unterwegs ist (z. B. Körperfettreduktion), sollte man es für sich nutzen.

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Tipp Nr. 1
Die Waage ist nicht Teil des Problems, wie viele denken, weil sie nicht wissen, wie sie die Schwankungen interpretieren sollen.

Für mich ist die Waage Teil der Lösung.

Lasse dich von deinen täglichen Gewichtsschwankungen nicht aus der Ruhe bringen, denn diese sind völlig normal. Sie sagen dir kurzfristig nicht viel über deinen tatsächlichen Körperfettverlust.

Um einen besseren Wert zu ermitteln, um Vergleiche anzustellen und deine Zielerreichung zu kontrollieren, arbeite lieber mit dem Wochen-Durchschnittsgewicht.

Außerdem helfen Körpermaße, Bilder, Caliper und professionelle Körperfettmessungen.

Frauen sollten beim Wiegen nicht jede Woche mit der nächsten Woche vergleichen, sondern jeweils Woche 1 aus Zyklus A mit Woche 1 aus Zyklus B.

Der Grund dafür sind Gewichtsschwankungen durch hormonelle Veränderungen.

Wie du das als Frau richtig machst, wurde auf folgender Seite schon sehr schön erklärt:

Fitness-Experts | Wochengewicht Frauen

Wie lief es im ersten Jahr?

Heute muss ich etwas in meinen Erinnerungen kramen, denn es geht schließlich um die Retrospektive des gesamten Jahres. Es könnte deshalb etwas chaotisch werden. 😛

Was mir zuallererst einfällt ist, dass etwas „Ruhe“ in das Projekt gekommen ist.

Ich meine den anfänglichen Gegenwind von verschiedenen Seiten.

So Kommentare wie:

„Mein Gott, wieso bist du so dick geworden?“
„Ich dachte, du hast Ahnung von Ernährung“
„Wieso wirst du dick, obwohl du Sport machst?“
„Wie willst du das Gewicht überhaupt wieder loswerden?“
„Und was passiert dann mit deiner überschüssigen Haut?“

Wenn du selber Gewichtsprobleme hast, dann brauche ich dir wahrscheinlich von diesen Sprüchen nichts erzählen.

Und auch nicht von den Sprüchen, die gar nicht ausgesprochen werden, die aber Blicke schon verraten.

Da ich mich absichtlich mit der 50kg-Gewichtszunahme in diese Situation gebracht habe, war das Kopfschütteln und das Unverständnis ungefähr dreimal so extrem.

Manchmal habe ich das auch nicht verübeln können und den Fehler bei mir gesucht. Nämlich dass ich den Sinn hinter meinem Projekt nicht deutlich genug kommuniziert habe.

Ich bin auch kein Freund von Selbstinszenierung und tollen Sprüchen, wie „Ach jetzt passt mal auf, was hier abgeht, ihr werdet noch sehen!“. Das ist nicht mein Ding.

Kennst du dieses Sprichwort?

Ich kann deine Worte nicht hören, denn deine Taten sprechen zu laut.

So komme ich mir manchmal vor, wenn ich andere beobachte.

Ich habe zu den Kommentaren meist gar nichts gesagt, außer „schauen wir einfach in einem Jahr“.

Und wer schaut heute? Niemand, außer ich.

Als ich fett war, kamen viele Sprüche, Zweifel und Blicke.

Heute, ein Jahr später, über 22 kg weniger, ohne einen Meter laufen gewesen zu sein oder auf irgendwas verzichtet zu haben, ist alles verstummt.

Das meinte ich mit „Ruhe“.

Tipp Nr. 2
Lass dich nicht von Leuten abhalten, die sagen, dass es nicht der richtige Zeitpunkt sei, oder es doch viel zu anstrengend oder kompliziert ist. Oder du es doch gar nicht schaffst. Und dass du doch bist, wie du bist.

Du bist nicht einfach so, wie du bist.

Du bist, was du aus dir gemacht hast. Du bist, was du tust.

Und du kannst demnächst das sein, was du heute tust.

Auch den Sinn hinter meinem Projekt haben mittlerweile einige verstanden.

Die, die damals nach der schnellen Diät gesucht haben, haben bis heute nicht angefangen abzunehmen, weil sie heute noch suchen.

Anstatt einfach zu starten. Und zwar mit dem ersten Schritt.

Bei jedem ist der erste Schritt ein erster Schritt, keiner sollte versuchen, drei Schritte als ersten Schritt zu machen. Aber genau das sehe ich jeden Tag. Und dass man dann auf die Schnauze fliegt, passiert sehr oft und ist auch kein Wunder.

Tipp Nr. 3
Suche nicht nach der „In 10 Wochen schlank“  Methode. Besonders dann nicht, wenn du sehr übergewichtig bist.

Musst du denn irgendwem etwas beweisen? Es geht doch hier um dich. Also muss das Konzept auch für dich passen.

Du solltest ein Konzept in dein Leben integrieren, das dort auch hin passt. Du solltest aber nicht dein Leben in ein Ernährungskonzept quetschen, wo dein Leben nicht rein passt oder nicht rein passen möchte.

Plane langfristig und nachhaltig, dann bist du nachher sogar schneller als die, die die schnellste Diät suchen und sich auf dieser Suche verzetteln.

Tipp Nr. 4
Fange mit dem ersten Schritt an. Dieser sollte leicht sein und dir ein gutes Gefühl geben.

Was der erste Schritt nicht tun sollte ist, dich zu überfordern oder schon vor Beginn mit sämtlichen Restriktionen einzuschränken.

Ich finde auch, dass der erste Schritt nicht wie eine Atombombe in dein Leben einschlagen muss und du direkt den gesamten Kühlschrankinhalt aus dem Fenster werfen musst und erst mal tonnenweise Quark, Thunfisch, Reis, Eier und Brokkoli kaufen solltest.

Gehe es langsam an und schaue lieber, welche Stellschrauben du in deiner aktuellen Ernährung bewegen musst, um die ersten Erfolge zu erzielen.

Wenn ich weiter in meinen Erinnerungen krame…

Dann denke ich noch an eine Sache, die mein Projekt fast zum Stillstand gebracht hätte.

Ein halbes Jahr lang hatte ich zu kämpfen mit einer Bandscheibenvorwölbung. Ich hatte nie ähnliche Probleme, aber ausgerechnet mitten im Projekt kam es zu dieser Diagnose.

Ich konnte mich selbst mit diversen Schmerzmitteln lange Zeit nicht schmerzfrei bewegen. Die ersten Wochen waren sogar so, dass ich morgens nicht erst versucht habe, aufzustehen, sondern mich überhaupt zu bewegen.

Beispielsweise ein Bein anzuheben. Aber das war absolut nicht möglich.

Ich habe dann zu meinem Schreibtisch gegriffen und einiges an Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Novalgin und Tramadol eingenommen. Dann ca. eine Stunde im Bett gewartet.

Meist war ich eh durch das ganze Schmerzmittel so gerädert, dass ich auch direkt wieder eingeschlafen bin.

Ungefähr ein bis zwei Stunden später, wo das Schmerzmittel langsam anfing, zu wirken, konnte ich unter starken Schmerzen mit Abstützen aufstehen und gerade stehen.

Bücken war auch mit Schmerzmittel nicht möglich.

Es ging Woche für Woche langsam besser, dank begleitender Schmerztherapie, über 30 Einheiten Physiotherapie, manueller Therapie, Tens, usw.

Sport war dementsprechend eine Zeit lang gar nicht möglich.

Selbst als es langsam besser wurde, konnte ich nur meinen Oberkörper trainieren, nicht aber den Unterkörper. Wahrscheinlich habe ich dadurch auch Muskulatur am Unterkörper verloren.

Aber ich will nicht zu viel von Problemen sprechen! Auf meinem Blog möchte ich positive Energie vermitteln. 😀

Jeder hat doch mal Probleme. Und es gibt tausende Diagnosen, die wesentlich langwieriger und problematischer sind.

Von daher bin ich tatsächlich glücklich damit, wie es verlaufen ist, denn ich weiß jetzt, was ich falsch gemacht habe.

Was ich nämlich jahrelang – vermeintlich aus Zeitgründen – nicht gemacht habe, ist das Dehnen und Mobilisieren der Muskulatur.

Für jemanden wie mich, der täglich ca. 11 Stunden im Job sitzt und dann noch zu Hause fürs Studium ca. 3 Stunden sitzt, eine ganz ungünstige Kombination.

Unter uns:

In der Zeit, in der ich krankgeschrieben war, konnte ich gut für mein berufsbegleitendes Studium lernen. Ich weiß jetzt, was ich tun muss, damit das nicht nochmal passiert und habe aus dieser Zeit einen Tipp für dich.

Tipp Nr. 5
Neben Muskelaufbau, Muskelerhalt und Fitness solltest du auch Dehn- und Mobilitätsübungen nutzen.

Auch und gerade wenn man übergewichtig ist und eine einseitige Körperhaltung bspw. im Job einnimmt, sollte man hier entgegenwirken und Dysbalancen ausgleichen.

Ich weiß, das will keiner hören und macht auch wenig Spaß. Aber hier ist es wirklich so, dass womöglich ein kleiner Impuls schon den ganzen Körper lahmlegen kann.

Mit wenigen Minuten alle paar Tage kann man hier schon vorbeugen.

Auf Youtube findest du zahlreiche Videos zum Thema „Rückenschmerzen vorbeugen“, die ich dir sehr ans Herz lege.

Tipp Nr. 6
Egal, was du planst, sei es eine Körperfettreduktion, Muskelaufbau oder ähnliches, freunde dich schon vor Beginn damit an, dass mal etwas schiefgehen kann.

Plane das fast schon ein und überlege, wie du dich in verschiedenen Situationen verhalten könntest. Du musst das nicht im Detail planen, keiner beschäftigt sich gerne mit Problemen, die möglicherweise oder hoffentlich gar nicht eintreten.

Allerdings hilft dir allein der Gedanke an eine solche Situation im Vorfeld, dich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen und alles hinzuschmeißen, wenn es denn dazu kommt.

Wenn du dir meine ersten Artikel zu Beginn des Projekts durchließt, wirst du lesen können, dass ich auch Probleme eingeplant habe.

Ich konnte sie nur nicht genau verbalisieren, und das wollte ich ehrlich gesagt auch nicht.

Aber ich wusste schon, dass bei meinem Glück jahrelang alles prima läuft und genau in der kritischen Zeit, in der ich natürlich auch meinem Projekt gerecht werden will, irgendwas passiert.

Ich dachte dabei eher an sowas wie eine Schulter-OP, die mein ganzes Projekt erst mal stillstehen lassen würde.

Ich hatte quasi einen Notfallplan, wie ich in welchen Fällen reagiere.

Eins war klar: Aufgeben werde ich hier gar nichts. Wenn, dann werde ich aus der Situation dennoch das bestmögliche machen, um weiter abzunehmen.

Was lief besonders gut?

Für meine Begriffe und Pläne bin ich mit der erreichten Körperfettreduktion, in einem sehr gesunden, soliden Tempo unterwegs. Nicht besonders schnell, aber das war auch nicht mein Ziel.

Ich nehme ab, ohne zu verzichten. Ich esse mehrfach in der Woche meine geliebte Pizza, verzichte nicht auf Kohlenhydrate, mache kein Cardiotraining.

Um ehrlich zu sein, hat sich kein Tag wie eine klassische Diät angefühlt.

Ich weiß, das klingt unrealistisch und nach Blödsinn, aber es gibt keinen Grund, weshalb ich hier auf meinem eigenen Blog etwas erzählen sollte, was nicht stimmt.

Vielleicht habe ich aber auch die Tage vergessen, die sich wie eine Diät angefühlt haben, wer weiß?!

Ich glaube aber eher dass es daran liegt, dass ich keine Diät im eigentlichen Sinne mache. 😉

Ich fühle mich fit, leicht und gelenkig, bin gesund und nehme weiter ab, konnte meine Kraftwerte größtenteils (zumindest am Oberkörper) halten.

Wenn es so weitergeht, bin ich sehr zufrieden.

Und genau solch eine Gewichtsreduktion wünsche ich jedem. Und dir, als Leser meines Blogs, natürlich besonders. 😀

Das Thema Ernährung …

… möchte ich hier nur kurz aufgreifen, denn der Artikel ist schon wieder viel zu lang. 😛

Speziell zu diesem Thema werde ich noch detaillierte Artikel veröffentlichen.

In meiner Körperfettreduktion, genauso wie in der Gewichtszunahme, richte ich mich hauptsächlich nach der Kalorienbilanz. Ich erfinde das Rad also auch nicht gänzlich neu.

Weiterhin spielen die Makronährstoffe eine wesentliche Rolle, die ich meinen Zielen entsprechend angepasst habe. Außerdem integriere ich das Pareto-Prinzip, um mich auf die wesentlichen Dinge in der Ernährung zu konzentrieren.

Des Weiteren richte ich mich nach der Wochen-Kalorienbilanz und messe der Kontrolle und Dokumentation einen sehr hohen Stellenwert bei.

Nicht weil ich dadurch lustige, bunte Diagramme erhalte, sondern weil ich gelernt habe, dass Erfolge nur gemessen werden können, wenn sinnvolle Kontrollmechanismen existieren.

Und Kontrolle funktioniert wiederum nur gut mit entsprechender Planung.

Ohne es so kompliziert zu machen:

Ich schaue, wie sich mein Körper mit Ernährung X verhält. Dazu messe ich beispielsweise Körpergewicht täglich, messe Umfänge, mache Bilder und Körperfettmessungen.

Ich schaue dann, ob ich die definierten Ziele erreicht habe.

Wenn ja, ändere ich nicht viel. Wenn nein, analysiere ich das Problem. Dann passe ich meine Ernährung oder mein Freizeitverhalten an, um das nächste kleine Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erreichen.

Ich schreibe absichtlich nicht „sicher erreichen“, weil sicher ist nichts. Ich plane agil und sehe die Gewichtsreduktion wie ein Projekt.

Deshalb passe ich auch regelmäßig während des Ablaufs an, wie man es in agilen IT-Projekten auch macht.

Wie geht es weiter?

Mein Ziel für das Projekt war es, entweder unter 90 kg zu kommen oder einen KfA von 15 % zu erreichen, der bei Männern ganz grob den oberen Rahmen des Normalgewichts darstellt.

Heute, wo ich diesen Artikel schreibe, wiege ich ca. 100 kg. Es sind also noch mindestens 10 kg notwendig.

Sollte mein Körperfettanteil dann allerdings noch zu hoch (über 20 %) sein, werde ich weiter abnehmen. Es kann durchaus sein, dass ich bis 85 oder 80 kg abnehme. Das wären jetzt noch über 20 kg.

Das setze ich mir aber vorerst nicht als Ziel, denn es würde mich zu sehr unter Druck setzen. Ich halte mir diese Option einfach offen.

Außerdem mache ich es davon abhängig, ob ich mit einer weiteren Gewichtsreduktion überhaupt noch etwas Sinnvolles zeigen kann.

Denn hauptsächlich gehts mir darum, Übergewichtige zum Normalgewicht zu bewegen. Und nicht Normalgewichtige zu einer Wettkampfform.

Tipp Nr. 7
Ziele solltest du realistisch und erreichbar definieren. Weiterhin sollten sie in Zwischenziele unterteilt werden. Wenn du Zwischenziele erreicht hast, kannst du immer noch weiter anpassen und dir neue Ziele setzen, mit dem Wissen, das du dir bis dahin angeeignet hast.

Was sagst du? 🙂

Mich interessiert natürlich deine Meinung zu meinem Projekt. Wenn du Vorschläge, Fragen oder Kritik hast, dann schreibe hier unterhalb gerne einen Kommentar, ich würde mich sehr darüber freuen.

Gerne kannst du mich auch jederzeit über das Kontaktformular erreichen, falls es andere nicht lesen sollen. 😉

Wenn du auch auf Instagram oder Facebook bist, können wir uns dort auch sehr gerne verbinden. Du findest die Links zu meinen sozialen Medien rechts in der Leiste. 🙂

Über den Autor

Daniel Schröder ist 30 Jahre alt und der Gründer von caloright®. Er bloggt mit Leidenschaft über die Themen Ernährung, Abnehmen und Fitness. Daniel reizt es besonders, auch unkonventionelle Wege zu gehen und seinen Körper bewusst an Grenzen zu führen, um so die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken. Mit seinem Abnehmblog möchte er Orientierungslosen, insbesondere nach gescheiterten Diäten, seinen Weg zeigen, um aus dem Ernährungs- und Diätlabyrinth hinaus zu finden. Er steht für eine langfristige und kontrollierte Gewichtsreduktion.

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