Abnehmprojekt #50kgchallenge | Woche 13-30 | caloright.de

Gewichtsreduktion: Rückblick 2 (Woche 13-30)

By Daniel Schröder | Mein Projekt

Sep 29
abnehm-projekt

Es steht der zweite Rückblick-Artikel innerhalb der #50kgchallenge an! 🙂

Heute zeige ich dir, wie sich das Projekt seit dem letzten Rückblick-Artikel entwickelt hat. Darunter Vergleichsbilder, mein Gewichtsverlauf und was in den letzten Wochen so passiert ist – sowohl Dinge, die mich unterstützt haben, als auch solche, die mich ausgebremst haben.

Schau dir unbedingt auch meine Empfehlungen für dich an, die ich ganz unten zusammengefasst habe. 🙂

Direkt vorweg: Die Gute Nachricht ist, dass das Projekt nach wie vor läuft und natürlich nicht abgebrochen oder geändert wurde oder wird!

Außerdem halte ich mich strikt an meine Diätvorgaben, was bedeutet, dass ich bisher kein Cardio- oder Ausdauertraining eingelegt habe, kein LowCarb mache, abends Kohlenhydrate esse, nicht auf Fast Food verzichte, und vieles mehr.

Wenn du meinen ersten Rückblick-Artikel (Woche 0-12) noch nicht gesehen hast, dann schau am besten hier mal kurz vorbei.

Wenn dich die Gewichtszunahme von 50 kg interessiert, dann wirf gerne einen Blick auf diesen Artikel: Meine Gewichtszunahme (+ 50 kg)

Das Projekt #50kgchallenge

Ich muss immer davon ausgehen, dass Leser, die zu diesem Artikel gelangen, von meinem Abnehm-Projkt noch nichts wissen, weshalb ich es kurz zusammenfassen möchte.

Leser, die das Projekt kennen, können diesen Teil wie immer überspringen – nachdem ich euch dafür „Danke“ gesagt habe, dass ihr euch meinen Abnehmblog regelmäßig anschaut und euch für meine Artikel und das Abnehm-Projekt interessiert! 😉

Mein Projekt..

..besteht aus zwei Phasen.

Die erste Phase war die Gewichtszunahme von 50 kg, innerhalb von drei Jahren. Diese Phase habe ich Anfang 2017 erfolgreich beendet.

Das Startgewicht lag bei 73,5 kg und das Endgewicht bei 123,5 kg.

Seit März 2017 befinde ich mich in der zweiten Phase, der Gewichtsreduktion.

Mein Ziel ist es, das Übergewicht (KfA > 38 %) wieder in den Griff zu bekommen und wieder das Normalgewicht zu erreichen (KfA < 15 %).

Das gesamte Projekt dokumentiere ich hier auf meinem Blog unter dem Menüpunkt Mein Projekt.

Die Besonderheit an meiner Gewichtsreduktion

Ich werde beispielsweise nicht auf Kohlenhydrate verzichten. Im Gegenteil, ich werde möglichst viele Kohlenhydrate (auch am Abend) verspeisen.

Ich werde kein Ausdauer- bzw. Cardiotraining machen. Clean Eating gibt es für mich auch nicht. Und ich werde nicht auf Fastfood und Alkohol verzichten.

Das mache ich, um dem ein oder anderen (der das alles noch nicht weiß) zu zeigen, dass diese Ansätze für eine Gewichtsreduktion nicht zwingend notwendig sind.

Viele Menschen fangen erst gar nicht mit einer Diät an, weil sie diverse Verzichte nicht in Kauf nehmen wollen oder können, die mit den meisten Diäten einhergehen.

Andere wiederum starten zwar mit einer Gewichtsreduktion, ziehen diese aber nicht lange genug durch, weil sie sich auf Dauer nicht an die -teils unnötigen- Vorgaben halten können oder wollen.

Ich versuche mit meinem Projekt also, einen alternativen Weg zu gehen, der zwar zu einer Gewichtsreduktion führt, aber so umsetzbar ist, dass es einem nicht wie eine Diät, mit unnötigen Einschränkungen, vorkommt.

Für mich ist es eher eine Ernährungsanpassung. Dem Begriff „Diät“ gegenüber habe prinzipiell eine Abneigung, wie du vielleicht weißt, wenn du meinen Blog kennst. 😉

Für mich liegt also der langfristige Aspekt und die Umsetzbarkeit im Vordergrund.

Das heißt: Langsame und kontrollierte Gewichtsreduktion und das Halten des Zielgewichts im Anschluss.

Um den Artikel nicht unnötig in die Länge zu ziehen, gehts jetzt auch mit dem eigentlichen Thema weiter: Dem Rückblick von Woche 13 – 30.

Rückblick

Zahlen-Vergleich

Beginnen wir mit einem einfachen Vergleich zweier Zahlen: dem Körpergewicht insgesamt und dem Bauchumfang, damit du eine grobe Orientierung hast, was so passiert ist.

Verlust Körpergewicht
Gesamt
~ 15 kg
(123,5 kg → 108,7 kg)

W13 – W30
~ 7 kg
(116,0 kg → 108,7 kg)

Verlust Bauchumfang
Gesamt
~ 15 cm
(123 cm → 108 cm)

W13 – 30
~ 8 cm
(116 cm → 108 cm)

Bilder-Vergleich

Weiter gehts mit einem Vergleich der Bilder, die ich alle zwei Wochen seit Beginn der Gewichtsreduktion von mir mache.

abnehm-projekt-vorhernachher

Vergleichbarkeit

Ein hohes Maß an Vergleichbarkeit meiner zweiwöchentlichen Bilder liegt mir extrem am Herzen.

Die Bilder entstehen also immer im gleichen Setting. Sprich:

In gleicher Position, gleicher Entfernung zur Kamera, gleicher Höhe und gleichem Winkel der Kamera. Mit nur einer Lichtquelle (Softbox), die auch fest an einer Stelle steht, sowie gleichen Aufnahme-Perspektiven (von vorne, von hinten, von der Seite und weitere, die aber hier nicht auftauchen). 😉

Wenn ich überlege, wie viele Vergleichsbilder im Internet kursieren, die innerhalb von wenigen Minuten aufgenommen wurden, aber so aussehen, als lägen mehrere Wochen dazwischen, dann muss ich das Thema Vergleichbarkeit nochmal besonders hervorheben.

Für mich war klar, dass ich da nicht mitmache.

Ich bin mit meinen Bildern (und überhaupt mit meinem gesamten Blog) ehrlich, sowohl zu dir, als auch zu mir selbst.

Aus diesem Grund mache ich vor allem die Seiten-Bilder einmal mit ausgestrecktem Bauch, einmal mit eingezogenem Bauch und einmal mit angespanntem „neutralen“ Bauch. Diese neutralen Bilder siehst du hier oberhalb.

Diagramm Gewichtsverlauf

Wie du vielleicht weißt, führe ich ein tagesaktuelles Gewichtsdiagramm hier auf meinem Blog.

Dieses findest du hier ⇒ Gewichtsdiagramm

Ich wiege mich jeden Tag im gleichen Zustand. Das heißt für mich: morgens nach dem Aufstehen, nach dem Toilettengang und vor dem Essen und Trinken.

Dieses Gewicht trage ich in das Diagramm ein, ohne dabei irgendwas schönzureden (bzw. schönzurechnen).

Du siehst quasi live, wie mein Projekt verläuft. Vor allem siehst du aber auch, dass es nicht immer gewichtstechnisch nur abwärts geht. 😉

Das Gewichtsdiagramm von Beginn meiner Gewichtsreduktion bis jetzt (also von Woche 0 bis Woche 30) siehst du gleich als nächstes.

Du erkennst die täglichen Schwankungen, aber auch den Trend, der in die richtige Richtung geht – und mit diesem Trend solltest auch du dich beschäftigen!

Warum ich mich jeden Tag wiege und warum ich das absolut jedem empfehle, erfährst du in diesem Artikel: Wann soll man sich wiegen

An tägliche Gewichtsschwankungen solltest du dich gewöhnen, wenn du es mit einer langfristigen Gewichtsreduktion ernst meinst!

Darauf komme ich aber unten nochmal zu sprechen. 🙂

Gewichtsverlauf täglich (W0 – W30)

das-abnehmprojekt

Verlauf „Wochen-Durchschnittsgewicht“

Weiterhin handhabe ich es so, dass ich aus dem in der Woche zusammengerechneten Gewicht, dem Wochen-Gewicht, den Durchschnitt berechne, also das Wochen-Durchschnittsgewicht.

Im Prinzip ganz einfach:

Ich addiere das tägliche Gewicht der 7 Tage zusammen und dividiere es dann durch 7.

Dieses Wochen-Durchschnittsgewicht ist der wichtigste Parameter (neben dem Verlauf des Bauchumfangs) für die Richtung meiner Gewichtsreduktion.

Auch hier empfehle ich dir dringend, mit dem Wochen-Durchschnittsgewicht zu arbeiten – es ist wenig Aufwand, aber gibt dir ein sehr gutes Bild über deinen Gewichtsverlauf!

Zunächst nur die reinen Werte der einzelnen Wochen, ab Woche 13:

115,49   (Woche 13)
115,44   (Woche 14)
114,99   (Woche 15)
114,33   (Woche 16)
113,87   (Woche 17)
113,37   (Woche 18)
113,21   (Woche 19)
113,06   (Woche 20)
112,77   (Woche 21)
112,21   (Woche 22)
112,04   (Woche 23)
111,29   (Woche 24)
111,07   (Woche 25)
109,47   (Woche 26)
109,29   (Woche 27)
109,16   (Woche 28)
109,04   (Woche 29)
108,74   (Woche 30)

Und diesen Verlauf als Diagramm dargestellt:

das-abnehm-projekt

Bis auf den Anfang siehst du, dass das Wochen-Durchschnittsgewicht immer gesunken ist, wenn auch manchmal nur minimal, auch wenn an einzelnen Tagen mal das Gewicht höher ist.

Vorlagen für Diagramme

Wenn du auch gerne deinen Gewichtsverlauf visualisieren möchtest, dann bieten sich einige Apps an.

Beispielsweise gibt es die App „Überwache Dein Gewicht“, von der du hier zwei Screenshots aus dem Playstore siehst. Wirf da mal einen Blick drauf, denn die App ist kostenlos. 😉

abnehmprojekt-app

Android Download (kostenlos)
iOS Download (kostenlos)

Andernfalls kannst du auch gerne meine Vorlagen (für MS Excel) herunterladen. Daten ändern und los gehts. 😉 Wenn du dazu Fragen hast, melde dich einfach. 😉

abnehmprojektVorlage Download für Excel (kostenlos)

Wie lief es von Woche 13-30?

Eigentlich müsste ich gar nicht viel sagen, denn du siehst ja oben selbst, wie es lief. 😛

Aber tatsächlich sind das nur Bilder und Zahlen, die meine Entwicklung messbar und anschaulich machen sollen. In Wirklichkeit mischen ganz andere, individuelle (weiche) Faktoren, wie Erfahrungen, Gesundheit und Gemütslage mit, die ich nun aufgreifen möchte.

Erst mal zum Zeitempfinden; also ich finde, dass die letzten 17 Wochen einfach wahnsinnig schnell vergangen sind – nicht nur das, eigentlich die ganzen 30 Wochen!

Ich wollte viel früher diesen Rückblick-Artikel schreiben, aber ich habe einfach die Zeit aus den Augen verloren. Aber auch hier ist mir „lieber spät, als nie“. 😉

Neben meinem Job, der täglich nicht unwesentlich Zeit beansprucht, versuche ich in meinem Fernstudium weiterhin sehr gut am Ball zu bleiben. Daneben versuche ich natürlich, regelmäßig hochwertige und interessante Blogartikel zu verfassen und meine Social-Media-Kanäle

mit Inhalten zu füllen und mir Gedanken über das Layout meines Blogs zu machen, mit dem ich wahrscheinlich nie zufrieden sein werde (das Gleiche gilt übrigens für das Logo). 😉

Darüber hinaus versuche ich auch immer, Menschen auf meinen Blog aufmerksam zu machen. Denn ohne Leser macht das ja alles keinen Spaß. Ich wünschte mir auch, dass mehr Menschen schon WÄHREND des Projekts live dabei wären.

Die Realität sieht aber so aus, dass die meisten Interessierten womöglich erst auf meinen Abnehmblog aufmerksam werden, wenn das Projekt vorbei ist. 🙁 Das ist aber auch nicht so schlimm, denn hier bleibt ja alles genau dokumentiert. 😉

Also an dieser Stelle die freundliche Bitte in eigener Sache: Wenn du jemanden kennst, den das Thema Abnehmen interessieren könnte, dann würde ich mich sehr freuen, wenn du diesen Blog weiterempfiehlst. 🙂 Dafür sage ich schon mal „Danke„!

Zurück zum Thema:

Ja, es ist einiges passiert. Unter anderem gab es eine Körperfettmessung, einen abgebrochenen Urlaub, Rückenbeschwerden, Feierlichkeiten und all solche Dinge, die ich gleich etwas genauer aufdrösel.

Was lief besonders gut?

In erster Linie lief besonders gut, dass ich abgenommen habe! Und das, obwohl ich nicht gerade wenig zu Fast Food gegriffen habe, keinen Meter laufen war und der ein oder andere alkoholreiche Party-Abend auch nicht ausgelassen wurde.

Weiterhin lief besonders gut, dass ich nicht nur Gewicht, sondern auch an Bauchumfang abgenommen habe.

Gewicht hätte auch durchaus Muskulatur sein können, aber da der Bauchumfang ebenfalls abgenommen hat, ist es wahrscheinlich, dass auch Fett dabei flöten gegangen ist.

Ein genaueres Ergebnis wird die nächste Körperfettmessung bringen, die ich natürlich auch hier in Form eines Artikels mit dir teilen werde.

Mein Sport-Pensum habe ich eher reduziert, als erhöht (was ja auch Teil meiner Diätvorgaben ist). Dementsprechend komme ich höchstens auf 2-3 Sporteinheiten (nur Gewichtetraining) von jeweils einer guten Stunde Dauer.

Was mich besonders freut, ist die Tatsache, dass ich meine Kraftwerte in den 30 Wochen trotz knapp 15 kg Gewichtsverlust so gut wie halten konnte.

Vor dem Hintergrund, dass ich mich nicht vor dem Training aufwärme, bin ich außerdem froh, dass es zu keinen gravierenden Verletzungen kam.

Gravierend in dem Sinne, als dass ich Sport gar nicht mehr machen könnte.

Zu einer Verletzung kam es aber dennoch. Ich werte diese aber teils positiv und teils negativ. Positiv deshalb, weil weitaus Schlimmeres hätte passieren können.

Vorbereitet sein

In vielen Situationen gehe ich im Vorfeld verschiedene Worst-Case-Szenarien in Gedanken mal durch.

So auch vor meinem Projekt:

Ich ging ein ziemlich ungünstiges Szenario durch, in der Form, dass ich mir eine Verletzung an der Schulte zuziehe.

Wenn die Schulter verletzt ist, dann ist meist im Bereich Oberkörper gar nichts mehr zu machen – folglich auch das Ende von Muskel erhaltendem Training.

Und auch das Ende des Projekts?

Nicht ganz – deshalb habe ich mir die Gedanken ja gemacht. 😉

Ich würde das Projekt deswegen nicht beenden, sondern in einer angepassten Form weiterführen.

Sport würde ich so auf Spazierengehen, Unterkörpertraining und Schwimmen o.ä. begrenzen. Muskelverlust vorprogrammiert.

Aber so bin ich wenigstens einigermaßen vorbereitet – in der Hoffnung, dass es mir weiterhin gut geht.

Ich merke aber immer mehr, vor allem im Hinblick auf die kommenden kalten Jahreszeiten, dass ein Aufwärmen notwendig ist, um den Verlauf des Projekts nicht unnötig zu gefährden.

Von daher werde ich demnächst ein kurzes globales Aufwärmen vor dem Kraftsport einbringen von ca. 5 Minuten Dauer. Und das empfehle ich dir ausdrücklich ebenfalls! 😉

Was lief besonders schlecht?

Was schlecht lief (aber gleichzeitig gut, wie du oben schon gelesen hast), war meine Verletzung.

Eine Verletzung ist selbstverständlich immer schlecht, aber in diesem Fall war es nicht ganz so schlimm, weil es mein Training nicht gänzlich zunichte gemacht hat.

Ich musste durch die Verletzung (Bandscheibenvorwölbung zwischen dem 5. Lendenwirbel und dem ersten Kreuzbeinwirbel) meinen Urlaub abbrechen und folglich das Beintraining deutlich reduzieren.

Ganz zu Beginn konnte ich gar kein Sport machen, geschweige denn gerade stehen.

Da ich so meine Beine gar nicht oder nur wenig trainieren konnte und ich zudem in der Gewichtsreduktion in einem Kaloriendefizit bin, kann ich nicht ausschließen, dass am Unterkörper etwas Muskulatur verschwunden ist.

Aktuell bekomme ich ergänzend Physiotherapie und in Kürze Akupunktur. 🙂

Hätte ich mehr abnehmen können?

Ja, durchaus.

Ich bin aber tatsächlich froh, dass ich mich an mein langsames Tempo halte.

Es würde vielen Menschen gut tun, einfach mal etwas Tempo aus der Diät zu nehmen und diese besser komplett sein zu lassen und eine Ernährungsanpassung stattdessen in Erwägung zu ziehen, die langfristig und ohne große Verzichte funktioniert.

Ich bin kein Freund von Crash-Diäten und 2-Wochen-Fit-Quatsch.

Der Grund ist, dass so etwas wie „in zwei Wochen fit zu werden“ im Internet so suggeriert wird, als wäre das normal oder überhaupt möglich.

Solche Versprechen haben den Abnehmmarkt in eine ziemlich blöde Situation gebracht.

Alle wollen schnell abnehmen – immer schneller. Viele Menschen glauben dann, das geht. Aber viel schlimmer: sie schenken deshalb langfristigen und Nachhaltigen Konzepte keine Beachtung, weil es ja scheinbar auch deutlich schneller (und einfacher) geht.

Da mache ich gerne einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung und setze es absichtlich langsam um. Wenn das jemandem zu langsam ist, dann mache ich es einfach noch eine Nummer langsamer, um zu zeigen, dass Zeit relativ ist – zumindest für mich.

Für mich halten sich die Faktoren „Zeit“ und „Umsetzbarkeit“ die Waage.

Ich möchte abnehmen, ohne dass ich es merke, ohne dass ich großartig verzichte, ohne dass es mir schlecht geht, nachhaltig, langfristig. Und dafür steht auch mein Blog „caloright“. 🙂

Wenn du also nach schnellen Methoden suchst, dann wirst du hier vermutlich nicht glücklich werden. Du bist aber trotzdem immer gerne gesehen. 🙂

Wie sieht meine Ernährung aktuell aus?

Ich richte mich in erster Linie in der Ernährung nach der Kalorienbilanz sowie der Makronährstoffaufteilung. Außerdem implementiere ich das Pareto-Prinzip in meine Ernährung.

Außerdem richte ich mich nach der Wochen-Bilanz, also nicht nach dem einzelnen Tag.

Das klingt vielleicht kompliziert, aber es ist genau andersrum – diese Konstellation hilft mir, die Gewichtsreduktion kontrolliert und völlig ohne Verzicht zu gestalten.

Was meine Ernährung im Detail angeht und wie das genau gemeint ist, was ich oben geschrieben habe, werde ich in Blogartikeln noch ausführlich erläutern.

Auf den folgenden Bildern siehst du aber schon mal, wie die Aufteilung der Kalorien aktuell aussieht.

abnehmprojekt-fddb

Ich arbeite mit dem Kalorientagebuch von FDDB. Die perfekte App habe ich leider noch nicht gefunden, aber es ist die Macht der Gewohnheit. 😉

Zur Zeit schaue ich mir aber auch die App YAZIO an, die macht auch einen wirklich guten Eindruck.

Kalorienzufuhr

Die Kalorienaufnahme schwankt immer so zwischen 1900 kcal und 2500 kcal, also durchschnittlich 2200 kcal.

Eiweiß

Meinen Eiweißbedarf habe ich auf 240 – 330 g am Tag festgelegt, wobei der letztere Wert das absolute Maximum darstellt. Ich versuche, mit einer hohen Eiweiß-Zufuhr dem Muskelverlust besser entgegen zu wirken.

Ich habe extra genau diesen Screenshot von vor einigen Tagen genommen, um dir zu zeigen, dass auch ich nicht immer meine Werte einhalte (an dem abgebildeten Tag waren es nur rund 200 g Eiweiß).

Das ist aber nicht schlimm!

Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung lautet übrigens: 0,8 g pro kg Körpergewicht am Tag.

DGE | Referenzwerte Eiweiß

Warum du dich aber nicht stumpf nach diesem Richtwert richten solltest, sage ich dir gleich unten.

Kohlenhydrate

Um meinen Diätvorgaben für die #50kgchallenge gerecht zu werden, versuche ich möglichst viele Kohlenhydrate zu essen.

Das sieht dann so aus, dass ich auf ca. 230 – 300 g Kohlenhydrate am Tag komme – auch in Form von Zucker (wie du auf dem Screenshot oben siehst).

DGE | Referenzwerte Kohlenhydrate

Fett

Da ich meinen Eiweiß- und Kohlenhydratanteil möglichst versuche, hoch zu halten, bleibt mir nur noch, den Fettanteil gering zu halten.

Natürlich schwankt auch dieser, ganz besonders auch abhängig davon, wie viel Fast Food ich an dem Tag gegessen habe.

Die tägliche Aufnahme liegt bei ca. 30 – 70 g.

Die DGE gibt hier Richtwerte an, die sich prozentual nach dem täglichen Energiebedarf richten.

Laut der Empfehlungen wären es bei mir 30 % der Energie. Nehme ich 2200 kcal als Grundlage, sind 30 % ca. 660 kcal am Tag aus Fett.

Fett hat wiederum einen Brennwert von 9,3 kcal auf 1 g und so komme ich auf einen Bedarf von rund 72 g Fett am Tag.

Im Grunde bist du gut beraten, wenn du 1 g Fett pro kg Körpergewicht, aber nicht mehr also 60-80 g am Tag zu dir nimmst.

DGE | Referenzwerte Fette

Ballaststoffe

Dank meiner Instant-Haferflocken, komme ich täglich auf ca. 20-30 g Ballaststoffen.

Die DGE empfiehlt eine tägliche Zufuhr von mindestens 30 g am Tag.

DGE | Referenzwerte Ballaststoffe

Flüssigkeit

Die Flüssigkeitszufuhr richtig zu schätzen ist für mich etwas schwierig, da ich meist Leitungswasser trinke und deshalb nicht so einfach leere Flaschen zählen kann. 😉

Schätzungsweise komme ich täglich auf eine reine Wasserzufuhr von 3-4 L.

Die Empfehlungen lauten meist: 1 L Wasser auf 20 kg Körpergewicht.

Die DGE hat hier etwas differenzierte Werte:

DGE | Referenzwerte Flüssigkeitszufuhr

Anmerkung zu den Referenzwerten der DGE

Meine Zielgruppe auf diesem Abnehmblog, wie der Name schon sagt, sind Menschen, die abnehmen möchten, bzw. für die eine Gewichtsreduktion notwendig oder ratsam ist.

Die Referenzwerte der DGE sind nicht uneingeschränkt für diese Zielgruppe ratsam. Die Referenzwerte richten sich eher an ein „Gewicht gesund halten“. Anders sieht es aus, wenn individuelle Ziele, beispielsweise Muskelaufbau oder Muskelerhalt dazu kommen.

Ich, für meinen Teil, bin in einer Gewichtsreduktion mit einer Eiweißzufuhr von nur 0,8 g am Tag schlecht beraten, wenn ich Muskulatur erhalten möchte.

Diese Zusammenhang bitte beachten, wenn du dir die Referenzwerte ansiehst! Keine Sorge, diese Themen werde ich natürlich noch ausführlicher in anderen Artikeln aufgreifen.

Was werde ich ändern?

Nicht viel!

Wie ich bereits angekündigt habe, werde ich mich ab sofort vor dem Sport ca. 5 Minuten aufwärmen.

Die Kalorienaufnahme werde ich ebenfalls beibehalten, bis ich merke, dass ich nicht weiter abnehme. Erst dann werden die Kalorien weiter reduziert.

Alles andere bleibt wie gehabt. 😉

Empfehlungen für dich

1. Nicht so viel Fast Food

Ich muss daran erinnern, dass die Diätvorgaben innerhalb meiner #50kgchallenge keine Empfehlungen sind. Wenn man ließt „Diätvorgaben“, dann mag das erst mal anders klingen. 😉

Wie gesagt setze ich mir diese Vorgaben, um zu demonstrieren, dass all diese „Einschränkungen“ nicht unbedingt notwendig sind, um abzunehmen.

Das bedeutet nicht, dass man sich nur nach diesen Vorgaben richten sollte. 😉

2. Cardiotraining und Ausdauertraining integrieren

Ebenso, wie Punkt 1: Ich verzichte in meinem Projekt gänzlich darauf. Das solltest du aber nicht tun.

Wenn du fit und munter werden oder bleiben willst, dann solltest du immer auch versuchen, Ausdauersport irgendwo zu integrieren.

Ob das Schwimmen, Laufen oder Spazierengehen ist, ist erst mal völlig egal! Wichtiger ist, dass es dir Spaß bereitet.

Ich möchte in meinem Projekt zeigen, dass es aber auch gänzlich ohne geht.

3. Muskelerhalt

Dein Ziel sollte es nicht sein, einfach nur Gewicht zu verlieren. Du weißt, Gewicht kann alles sein. Auch Muskulatur.

Und genau diese Muskulatur sollte dir besonders am Herzen liegen, denn sie hilft dir in jeder Situation leistungsfähig zu sein. Nicht nur das, die Muskulatur hilft auch beim Abnehmen (denn sie verbraucht Energie, auch in Ruhe) und formt/strafft deinen Körper.

4. Auf Höhen und Tiefen gefasst machen

An den Gewichtsdiagrammen oben ist unschwer zu erkennen, dass es im Gewichtsverlauf Höhen und Tiefen geben wird. Das ist auch kein Wunder, denn das ganze Leben besteht aus Höhen und Tiefen.

Das solltest du eigentlich in dein Denken im alltäglichen Leben integrieren, besonders aber auch im Zusammenhang mit der Gewichtsreduktion.

Wenn du von vornherein nicht duldest, dass das Gewicht auch mal zunehmen kann (ich garantiere dir, das wird es), dann machst du es dir selbst sehr unbequem.

Mache es stattdessen so, wie ich. Sage dir, der Trend muss stimmen, die Richtung muss passen. Wenn das Gewicht dennoch mal stagniert oder sogar kurzfristig steigt, dann denke an das hier:

Nach einem Hoch kommt ein Tief.
Und nach einem Tief kommt irgendwann ein Hoch!

5. Täglich wiegen

Ich kann es nicht oft genug sagen, bzw. schreiben.

Würde ich mich nur einmal pro Woche, oder noch seltener wiegen, wären alle meine Abnehm- und Zunehm-Projekte im Sand verlaufen. Oder bestenfalls hätten sie einfach nur länger gedauert.

Wiege dich jeden Tag!

Morgens, im gleichen Zustand. Berechne daraus das Wochen-Durchschnittsgewicht und vergleiche dieses, Woche für Woche.

Als Frau kannst du das etwas nach dem Menstruationszyklus richten, indem du bspw. Woche 1 des Zyklus A mit Woche 1 des Zyklus B vergleichst.

Oberstes Gebot:

Mach dich nicht verrückt!

Das Wiegen kostet dich täglich 10 Sekunden, inklusive Aufschreiben. Glaube mir, diese 10 Sekunden sind sehr gut investiert!

6. Umfänge messen

Neben dem Wiegen solltest du unbedingt deine Körperumfänge messen. Das brauchst du nicht jeden Tag zu machen, sondern jede Woche, bzw, alle zwei Wochen reichen auch völlig aus.

Nimm dabei Maß an den Körperregionen, die deines Erachtens stark von Fett betroffen sind. Das ist bei jedem Menschen etwas verschieden.

Frauen beispielsweise sind meist eher an Oberschenkel und Hüfte betroffen. Männer hingegen mehr am Bauch.

Du kannst auch mehrere Körperregionen messen.

Vielleicht hast du auch einen Caliper zur Hand, den du nutzen könntest.

Am besten sind natürlich vernünftige Körperfettmessungen.

Außerdem empfehle ich dir, Bilder von dir zu machen, die sich gut vergleichen lassen. Dabei solltest du immer im gleichen Aufnahme-Szenario deine Bilder schießen, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen. 😉

7. Kalorien zählen

Du kannst alles machen: Low Carb, Low Fat, FdH und so weiter. Allerdings wird es dir nur etwas bringen, wenn dadurch auch deine Kalorienbilanz negativ ist.

Irgendwie ist „Bilanz“ auch nicht der wahre Ausruck, denn eine Bilanz ist ja immer ausgeglichen.

Der zweite Faktor sollte sein, dass die Ernährungsanpassung „Spaß“ macht und dich nicht zu sehr einschränkt.

Wenn du merkst, dass du eine Diät X nicht lange durchziehen könntest, weil es dich überfordert, dann ist dies der beste Zeitpunkt, die Diät wieder zu beenden.

Mein Tipp:

Lass Diäten sein und kümmer dich um eine Ernährungsanpassung, die dich langfristig und ohne große Einschränkungen zum Ziel führt.

8. Meinen Blog lesen

Ein ganz wichtiger Punkt! 😛

Ließ unbedingt meinen Blog, um immer auf dem Laufenden zu bleiben und dich mit alternativen Wegen vertraut zu machen.

Natürlich sei an dieser Stelle gesagt, dass du auch andere Blogs, Webseiten und Medien nutzen solltest, um dich auf dem Laufenden zu halten und Informationen abzuwägen.

Du musst für dich entscheiden, welchen Quellen du vertraust und welche Wege du bereit bist, zu gehen.

9. Fragen stellen / informieren

Wenn du Fragen hast, stelle sie irgendwo. Gerne hier unten in den Kommentaren, per Mail oder in irgendwelchen Facebook-Gruppen oder auf anderen Webseiten.

Du kannst auch deine Fragen an mehrere Menschen richten. Auch hier gilt es, die Augen offen zu halten und Informationen genau zu lesen und zu interpretieren.

Und nicht, sofort alles zu glauben, was gut klingt.

Zusammenfassung

Die Gewichtsabnahme von rund 15 kg in den 30 Wochen macht ziemlich genau einen Schnitt von 0,5 kg Gewichtsverlust pro Woche – und das war auch genau mein Ziel.

Bis heute fühlt sich meine Gewichtsreduktion nicht an, wie eine Diät. Okay, sie ist ja auch kein. 😉

Für mich heißt das also: weiter gehts!

Was sagst du? 🙂

Wie findest du das Fortschreiten meiner Gewichtsreduktion? Hast du Tipps, wie ich das Projekt anschaulicher gestalten könnte, oder auf welche Themen und Fragen ich mehr eingehen sollte?

Lass es mich gerne wissen – hier in Form eines Kommentars oder per Mail!

Ich danke dir und wünsche dir viel Erfolg beim Abnehmen! 😉

Über den Autor

Daniel Schröder ist 29 Jahre alt und der Gründer der Seite caloright. Er bloggt mit Leib und Seele über die Themen Abnehmen und Ernährung.
Daniel reizt es besonders, auch unkonventionelle Wege zu gehen und seinen Körper bewusst an Grenzen zu führen, um so die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken. So möchte er orientierungslosen, insbesondere nach gescheiterten Diäten, seinen Weg zeigen, um aus dem Ernährungs- und Diätlabyrinth auszubrechen.

Das könnte dich auch interessieren:

Meine Körperfettmessung (Nr. 4)

Mein Diättagebuch

Hinterlasse einen Kommentar:

(6) comments

Jil 6. Oktober 2017

So jetzt aber nochmal 🙂
Ganz ganz toller Beitrag! Ich finde es super, dass du deinen Beitrag toll strukturierst! Beim Gewicht den und bei den Kalorien den Wochendurchschnitt zu betrachten finde ich super interessant und klingt für mich nachvollziehbar ! Die App Yazio nutze ich seid einiger Zeit und bin super zufrieden! Bin gespannnt wie dein Urteil ist 🙂 Mich würde es (vielleicht für den nächsten Blogbeitrag) super interessieren wie du deine Kalorien kalkuliert hast… eine Formel oder auf einer Internetseite ?
Auf jeden Fall weiter so!

Liebe Grüße Jil

Reply
    Daniel Schröder 6. Oktober 2017

    Hey Jil,

    danke nochmal für den Hinweis mit den Captchas und dass du deinen Kommentar nochmal geschrieben hast! 🙂

    Es freut mich auch, dass dir mein Beitrag gefällt. Das motiviert mich, weitere zu schreiben. 😉

    Der Wochendurchschnitt ist wirklich enorm wichtig, um abzusehen, in welche Richtung es geht. Der Klassiker, sich einmal pro Woche zu wiegen kann nur halbwegs aufgehen, wenn jeder Tag unter der Woche beinahe identisch ist (was das Ess-, Trink-, Bewegungsverhalten usw. angeht). Das mag manchmal grob der Fall sein, aber das ist keine Grundlage für mich, eine angenehme Gewichtsreduktion zu gestalten und vor allem flexibel zu sein und zu bleiben.

    Ich habe vor einigen Tagen noch auf Instagram mit einer jungen Frau geschrieben, die WeightWatchers macht. Finde ich erst mal gar nicht verkehrt. Das Problemchen ist, es gibt da einen Wiegetag. Und ohne die ganze Story hier breitzutreten war es so, dass sie an dem Tag vor dem Wiegetag sehr zurückhaltend mit ihrer Nahrungsaufnahme ist, damit an dem Wiegetag selbst das Gewicht möglichst nicht höher ist, als beim letzten Wiegen.

    Dieser eine Wiegetag, ob bei WW der sonstwo, der schränkt einen ein. Diesem einen Tag wird viel zu viel „Gewicht“ im Sinne von Beachtung gegeben. Es dreht sich alles um einen Tag, der tatsächlich gar nicht repräsentativ und aussagekräftig ist. Man müsste mehrere Daten sammeln, also um genau zu sein mehrere Wochen, weil es ja nur eine Messung pro Woche gibt, um einen halbwegs aussagekräftigen Trend zu erkennen.

    Ich verstehe gar nicht das Problem mit dem täglichen Wiegen. Das wird oftmals wie eine Verhaltensstörung abgetan und als völlig überzogen empfunden. Wenn man wirklich mal einen Schritt zurück macht und überlegt, welchen interessanten Wert man in 10 Sekunden abgreifen kann. Im Vergleich dazu, wie lange man auf dem Smartphone rumscrollt, oder mit leerem Blick in den Fernseher schaut – und im Endeffekt nichts davon hat. Das Problem ist eigentlich nicht das Wiegen, sondern die Einstellung zum Wiegen, die völlig Banane ist. Und daran sind viele Abnehm-Coaches leider nicht unbeteiligt.

    Ein weiterer Vorteil ist der Gewöhnungseffekt beim täglichen Wiegen. Man wiegt sich täglich, weiß aber, dass das Gewicht nur wenig Aussagekraft hat. Erst wenn das Wochengewicht berechnet wird, wird die Sache deutlicher. Ich muss dazu sagen, dass natürlich auch das Wochengewicht nicht der Weisheit letzter Schluss ist, aber es ist momentan das Beste, was man aus meiner Sicht machen kann.

    Nochmal zurück zur Gewöhnung: Wenn ich morgens auf die Waage steige, dann ist das Gewohnheit geworden. Es interessiert mich kaum, was da für eine Zahl steht und ich mache mir vor allem am Tag vorher (also jeden Tag) keine Gedanken, was die Waage sagen könnte.

    So ähnlich ist es auch bei den Kalorien. Da ein Wenig zu jonglieren, nicht nach 24 Stunden den Reset-Knopf zu drücken und sich auf wesentliche Dinge zu fokussieren (Stichwort Pareto-Prinzip) gestaltet die Gewichtsreduktion viel entspannter. Nicht unbedingt schneller, aber auch nicht wesentlich langsamer. Dafür aber angenehmer.

    Zum Thema Kalorienbedarf berechnen könnte ich tatsächlich mal einen Artikel schreiben – danke für den Tipp! Vielleicht schaffe ich das als nächsten Artikel. 🙂

    An dieser Stelle sei gesagt, dass es im Grunde nicht möglich ist, seinen Kalorienbedarf genau zu berechnen. In dem Moment, wo du ihn berechnest, hat er sich schon verändert, dadurch dass du gerade berechnest.

    Es ist eh jeden Tag etwas unterschiedlich, abhängig von beispielsweise Bewegung, Schlaf und vielem mehr. Was man aber machen kann, ist sich an den Bedarf heran zu tasten. Es gibt verschiedenste Bedarfsrechner, die wiederum auf verschiedensten Formeln beruhen. Die einen beziehen den Körperfettanteil mit ein, die anderen nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass du bei 10 verschiedenen Rechnern auch 10 verschiedene Ergebnisse erhältst.

    Trial and error ist hier das Zauberwort, bzw. die Art, wie ich es immer gemacht habe. Das bedeutet, du nimmst einen beliebigen Rechner (den werde ich dann in dem Artikel präsentieren, weil ich aktuell keinen habe) und richtest dich nach dem, was dieser sagt. Alternativ könnte man auch bspw. drei Rechner benutzen und daraus den Durchschnitt errechnen.

    Aber ganz egal, was du machst, du musst dich auf eine Zahl X erst mal festlegen. Und da ich aktuell keinen besseren Tipp habe, würde ich anfangs sehr genau tracken und täglich wiegen. Wenn du dich ziemlich genau an X Kalorien hältst, dann kann es nach 1-2 Wochen nur eine der drei folgenden Möglichkeiten geben: Gewichtszunahme, -abnahme oder -stagnation.

    Auf der Grundlage dieses Ergebnisses würde ich weiter vorgehen. Hast du trotzdem zugenommen, dann würde ich Menge X deutlich reduzieren, vielleicht anfangs um 100 kcal am Tag. Hast du abgenommen, dann würde ich es erst mal so belassen. Stagniert das Gewicht (+- paar Gramm), dann würde ich leicht reduzieren, bspw. um 50 kcal am Tag. Das kann natürlich auch auf die Woche gerechnet werden.

    Das werde ich aber genauerer in dem Artikel beleuchten und mit paar Beispielen verdeutlichen. Allerdings stehen für mich jetzt erst mal Klausuren an. 🙁

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen. 🙂

    Vielen Dank nochmal für deinen Kommentar und hoffentlich bis bald! 😉

    Liebe Grüße

    Daniel

    Reply
Shery 6. Oktober 2017

Hey Daniel,
in erster Linie schreibe ich dieses Kommentar, um zu sehen, ob dann andere Kommentare angezeigt werden ^^ Unter keinem Blogartikel konnte ich bis jetzt etwas entdecken und bei dieser Art von Projekt kann ich mir irgendwie nur schwer vorstellen, dass niemand das tiefgreifende Bedürfnis hat, seinen Senf dazu zu geben.

Vielleicht erinnerst du dich an mein Statement in einem Forum zu deinem Vorhaben. Ich finde es nach wie vor fragwürdig, einfach aus gesundheitlicher Sicht. Gleichzeitig habe ich aber großen Respekt davor, dass du das Ganze durchziehst. Und ein wenig die Hoffnung, dass du damit endlich die ein oder andere Fettlogik aus den Köpfen so mancher selbst ernannter Experten verdrängst.

In diesem Sinne: Frohes Schaffen 🙂 LG, Shery

Reply
    Daniel Schröder 6. Oktober 2017

    Hey Shery!

    Ich erinnere mich an dich! Das ist ja cool, dass ich dich hier „wiedersehe“ 🙂

    Was die Kommentare angeht, ist es so, dass ich bisher ca. 5 Kommentare erhalten habe. Vielleicht liegt es daran, dass mein Blog noch nicht so viele Besucher hat. Ich dachte auch, dass da mehr kommen wird.

    Aber es kann auch noch einen anderen Grund geben. Und zwar war es bis gestern so, dass Besucher, die einen Kommentar hinterlassen wollten, ein Anti-Spam-Captcha unten ausfüllen mussten. Diese Dinger kennst du bestimmt. Die liebe Jil (Kommentar über deinem Kommentar) hat mich darauf hingewiesen, dass dieses Captcha nicht funktioniert hat. Daraufhin habe ich es gestern komplett entfernt (ein Zufall, dass du genau jetzt schreibst). Ich denke, dass dieses Captcha vor allem in der mobilen Ansicht nicht funktioniert hat und mir dadurch einige Kommentare durch die Lappen gegangen sind. 🙁

    Das ist aber nur eine Vermutung. Mal sehen, ob sich die kommenden Tage etwas ändert. 😉

    Deine Bedenken, die du damals schon im Forum geäußert hast, kann ich nachvollziehen. Vielleicht sollte ich demnächst in einem Artikel diese Bedenken (die sicher auch viele andere haben) etwas „relativieren“.

    Die Hoffnung mit den „Fettlogiken“ habe ich selbstverständlich auch. Aber ich bin guter Dinge. 😉

    Liebe Grüße, alles Gute und bis bald!

    Daniel 🙂

    Reply
Marc Weida 19. Oktober 2017

Hallo Daniel,

verschiedene Kommentare sprechen das Problem der Kalkulation deines Kalorienverbrauchs an. Zusätzlichen Energiebedarf, resultierend aus sportlichen Aktivitäten, kann man sicherlich näherungsweise errechnen. Zusammen mit der „Grundlast“, für die ebenfalls ein plausibler Ansatz gefunden werden muß,entsteht erst einmal ein brauchbarer Ansatz. In den ersten Wochen, in der Anlaufphase des Projektes, hat die Gewichtsabnahme allerdings nur wenig rechnerischen Bezug zum Kaloriendefizit. Dauer und Ausmaß dieses Effektes sind nach meiner Erfahrung entscheidend abhängig von der Ausgangssituation der jeweiligen Person. Dieser Effekt läßt sich nicht ohne Weitere aus der Entwicklung des Körpergewichtes herausrechnen.
Ich baue auf früheren persönlichen Erfahrungen auf, die natürlich nicht jedem weiterhelfen.Ich habe aus Gründen der Motivation kurze Etappen mit konkreten Zielen definiert, die an die tatsächliche Entwicklung angepasst werden. Im Ergebnis ist nun ein individueller Zeitpunkt erkennbar, der für den Abschluss der Anlaufphase stehen kann. Wie sich zeigt,habe ich die Einlaufzeit und den Umfang des Effektes in der unrsprünglichen Planung unterschätzt. Ich führe das auf die abrupte und extreme Ernährungsumstellung zurück. Aktivitäten für den Muskelerhalt und Muskelaufbau beginne ich erst und in Maßen ab Januar 2018, so dass eine Gewicht aufbauende, gegenläufige Komponente erst später wirken kann. Zu diesem Zeitpunkt sind 40 % der Projektlaufzeit bereits abgelaufen und meine Gewichtsvorgabe zu >50 % erfüllt.

Ich werde in meinem Blog gern zur Verbreitung deiner fundierten und interessanten Erfahrungen und Erkentnisse mit einem entsprechenden Link beitragen und auf diese Weise deinen entsprechenden Hinweis aufgreifen.

Noch eine kurze Meinung zu den angesprochenen Apps. Vor einigen Monaten nutzte ich die Gelegenheit an einem 3 monatigen Test einer Diabetiker – App mit „Abnehmfunktion“ an der Charite in Berlin teilzunehmen. Kritische Hinweise der Probanden betrafen insbesondere die folgenden Aspekte:

* Ermittlung Kaloriengehalt (Datenbank nicht nutzerfreundlich)
* Auswertemöglichkeiten nicht flexibel gestaltbar (Datenexport aber möglich)und
* Datenbasis für die Berücksichtigung sportlicher Aktivitäten sehr eingeschränkt (wenige Sportarten verfügbar)

Positiv wurde gesehen, dass einige spezielle Funktionen für Diabetiker und ältere Menschen durchaus die Sicherheit und das Know-how der Nutzer unterstützen bzw. fördern (Medikamentenplan, div. Alarme und Erinnerungen …).

Grüße von Marc Weida

Reply
    Daniel Schröder 23. Oktober 2017

    Hallo Marc,

    vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Ich antworte mal auf diese Weise:

    „Hallo Daniel,

    verschiedene Kommentare sprechen das Problem der Kalkulation deines Kalorienverbrauchs an. Zusätzlichen Energiebedarf, resultierend aus sportlichen Aktivitäten, kann man sicherlich näherungsweise errechnen. Zusammen mit der „Grundlast“, für die ebenfalls ein plausibler Ansatz gefunden werden muß,entsteht erst einmal ein brauchbarer Ansatz. In den ersten Wochen, in der Anlaufphase des Projektes, hat die Gewichtsabnahme allerdings nur wenig rechnerischen Bezug zum Kaloriendefizit. Dauer und Ausmaß dieses Effektes sind nach meiner Erfahrung entscheidend abhängig von der Ausgangssituation der jeweiligen Person. Dieser Effekt läßt sich nicht ohne Weitere aus der Entwicklung des Körpergewichtes herausrechnen.“

    Den Glauben, dass man den Kalorienverbrauch exakt berechnen kann, muss ich vielen schon direkt zu Beginn nehmen. Das beginnt schon ganz am Anfang beim Konsultieren diverser Kalorieverbrauchsrechner, die oft verschiedene Formeln zur Berechnung nutzen. Mal mit Informationen über den Körperfettanteil (der dann wiederum auch nur geschätzt wird) und mal ohne. Ebenso ist es so, dass sich der Gesamtumsatz von Tag zu Tag etwas unterscheiden kann. Deshalb finde ich deinen Hinweis sehr wichtig, den ich auch vertrete, nämlich sich seinem Gesamtumsatz bzw. Kalorienverbrauch zu nähern. Die ersten Wochen sind immer etwas speziell, wie man auch an meinem Gewichtsverlauf sieht. Ich musste auch erst den Punkt finden, an dem ich langsam abnehme. Dabei versuche ich, die Kalorienaufnahme zu hoch wie möglich und so niedrig wie nötig zu gestalten. Erst recht wenn man spezielle Diätverfahren anwendet (Low Carb o. ä.) resultiert Körpergewichtsverlust nicht unbedingt aus Körperfettverlust. Das gilt es, zu bedenken.

    „Ich baue auf früheren persönlichen Erfahrungen auf, die natürlich nicht jedem weiterhelfen.Ich habe aus Gründen der Motivation kurze Etappen mit konkreten Zielen definiert, die an die tatsächliche Entwicklung angepasst werden. Im Ergebnis ist nun ein individueller Zeitpunkt erkennbar, der für den Abschluss der Anlaufphase stehen kann. Wie sich zeigt,habe ich die Einlaufzeit und den Umfang des Effektes in der unrsprünglichen Planung unterschätzt. Ich führe das auf die abrupte und extreme Ernährungsumstellung zurück.“

    Genau, hier erwähnst du auch wieder die Ernährungsumstellung und die Anfangsphase. Ich bin auch der Meinung, dass man im Laufe der Gewichtsreduktion allzeit flexibel sein sollte. Wer von vornherein nicht bereit ist, sich auch mal zu verschätzen, der hat sich im Grunde schon verschätzt. Deshalb finde ich die Dokumentation enorm wichtig, anhand derer man individuell Anpassungen durchführen kann.

    „Aktivitäten für den Muskelerhalt und Muskelaufbau beginne ich erst und in Maßen ab Januar 2018, so dass eine Gewicht aufbauende, gegenläufige Komponente erst später wirken kann. Zu diesem Zeitpunkt sind 40 % der Projektlaufzeit bereits abgelaufen und meine Gewichtsvorgabe zu >50 % erfüllt.“

    Sehr gute Entscheidung, dies nicht ganz zu vernachlässigen. Anfangs kann es aufwändig genug sein, sich in seinem neuen Ernährungskonzept einzufinden und sich an seinen Kalorienbedarf heranzutasten.

    „Ich werde in meinem Blog gern zur Verbreitung deiner fundierten und interessanten Erfahrungen und Erkentnisse mit einem entsprechenden Link beitragen und auf diese Weise deinen entsprechenden Hinweis aufgreifen.“

    Auch nochmal hier; vielen Dank für das Kompliment! Wenn jemand wie du, der im groben und ganzen das gleiche Ziel verfolgt mit einer höchstmöglichen Detailtreue in der Dokumentation, dann freut mich das besonders. Und auch vielen Dank für das Verlinken auf deinem Blog! 🙂

    „Noch eine kurze Meinung zu den angesprochenen Apps. Vor einigen Monaten nutzte ich die Gelegenheit an einem 3 monatigen Test einer Diabetiker – App mit „Abnehmfunktion“ an der Charite in Berlin teilzunehmen. Kritische Hinweise der Probanden betrafen insbesondere die folgenden Aspekte:

    * Ermittlung Kaloriengehalt (Datenbank nicht nutzerfreundlich)
    * Auswertemöglichkeiten nicht flexibel gestaltbar (Datenexport aber möglich)und
    * Datenbasis für die Berücksichtigung sportlicher Aktivitäten sehr eingeschränkt (wenige Sportarten verfügbar)

    Positiv wurde gesehen, dass einige spezielle Funktionen für Diabetiker und ältere Menschen durchaus die Sicherheit und das Know-how der Nutzer unterstützen bzw. fördern (Medikamentenplan, div. Alarme und Erinnerungen …).“

    Das klingt sehr spannend! Toll, dass du daran teilgenommen hast – letztendlich haben viele andere Menschen auch etwas davon! Weißt du, woher die Lebensmittel-Datenbank der App ihre Informationen bezieht? Musstet ihr diese erst selber eintragen und abspeichern, oder hat sich diese mit anderen Datenbanken abgeglichen?

    Die positiven Aspekte kann ich gut nachvollziehen und ich bin mir sicher, dass besonders auch für spezielle Fälle, wie Diabetes, noch vieles möglich ist im Hinblick auf Mobile-Apps!

    Liebe Grüße und alles Gute

    Daniel

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