Gewichtszunahme trotz Diät

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Gewichtszunahme trotz Diät - das ist eigentlich gar nicht selten. Im Prinzip wechseln sich Gewichtszunahme und -abnahme jeden Tag ab, Gewichtsschwankungen von mehreren hundert Gramm sind dabei normal.

In diesem Artikel erfährst du, ob deine Gewichtszunahme überhaupt signifikant ist, welche Gründe es für die Gewichtszunahme geben könnte und was du jetzt besser machen kannst. 🙂

Das übliche Szenario:

Du startest eine Diät, nimmst einige Tage oder Wochen ab, wiegst dich alle 1-2 Wochen und stellst irgendwann fest, dass die Zahl auf der Waage höher ist, als beim letzten Wiegen.

Nun beginnt das Rätselraten, wie das passieren konnte.

Der erste Gedanke: Ich habe Fett zugenommen.
Der zweite Gedanke: Mein Stoffwechsel ist eingeschlafen.
Der Dritte Gedanke: Ich frage Dr. Google nach Rat.

Und so treffen wir uns in diesem Artikel.

Ich möchte dir hier die Angst nehmen, dass deine ganze Gewichtsreduktion zerstört ist oder dass irgendwo etwas eingeschlafen ist und dir den Mut geben, einige Stellschrauben anzupassen.

Bevor es losgeht, habe ich aber Fragen an dich:

Wie misst du überhaupt, ob du zu- oder abgenommen hast? Und wann? Wie oft? Wie lange stagniert das Gewicht?

Hast du noch andere Anhaltspunkte neben dem Körpergewicht, beispielsweise Bilder, Körpermaße, Körperfettmessungen, oder Kommentare von anderen Menschen?

Die Fragen müsste man eigentlich als Erstes klären, bevor man ins Detail geht.

Auch müsste man wissen, ob es sich bei der Gewichtszunahme in deiner Diät um eine langfristige Beobachtung handelt, oder um eine Gewichtszunahme innerhalb von zwei Tagen.

Da ich deinen Einzelfall nicht kenne, zähle ich alle möglichen Gründe auf, die erfahrungsgemäß öfters Probleme bereiten.

Vorab möchte ich dir aber auch sagen, dass tägliche Gewichtsschwankungen völlig normal sind.

Schau dir dazu gerne mein Gewichtsdiagramm an, das mittlerweile über 80 Wochen Diät aufzeichnet. Jeden Tag gehts auf und ab – die Tendenz ist aber sinkend.

Man könnte sagen, hier gab es unzählige Gewichtszunahmen, trotz Diät.

gewichtszunahme trotz diät

Gründe für die Gewichtszunahme trotz Diät

Grund 1: Magen-, Darm-, Blaseninhalt

Auch wenn es einem nicht so viel vorkommen mag, aber alleine ein Glas 200 ml Wasser am Morgen macht einen Gewichtsanstieg von 200 g aus.

Dieser Vergleich soll verdeutlichen, dass Magen, Darm und Harnblase ebenfalls Einfluss auf das Körpergewicht haben.

Und da frage ich dich:

Meinst du, diese drei Organe sind bei dir IMMER gleich gefüllt, mit dem gleichen Inhalt, sodass es exakt das gleiche Gewicht ausmacht?

Grund 2: Kraftsport

Bei Männern ausgeprägter, als bei Frauen:

Betreibst du Muskelaufbautraining in deiner Diät oder hast vor kurzem damit begonnen? In diesem Fall ist die Gewichtszunahme trotz Diät nicht als Problem zu bewerten.

Wie oben angedeutet, solltest du dich bei der Gewichtszunahme fragen „WAS habe ich zugenommen?“, also wie hat sich deine Körperzusammensetzung verändert.

Auch wenn es in einer Diät sehr schwierig ist, überhaupt Muskulatur aufzubauen, so ist das insbesondere bei Trainingsanfängern möglich.

Die Gewichtszunahme wäre also deshalb positiv zu bewerten, weil du durch Muskelaufbau deine Körperzusammensetzung positiv verändert hast (Reduktion des Körperfettanteils).

Grund 3: Kohlenhydrate in der Ernährung

Kohlenhydrate machen nicht pauschal dick. Aber Kohlenhydrate können Einfluss auf dein Körpergewicht haben.

Es gibt Kohlenhydratspeicher in der Muskulatur und der Leber. Darin werden Kohlenhydrate in ihrer Speicherform Glykogen gespeichert – deshalb auch „Glykogenspeicher“ genannt.

Die Speicher sind unterschiedlich groß, können aber bis zu 1000 g ausmachen. Und dieses Glykogen wiederum bindet Wasser an sich, was zusammen zu einer Gewichtszunahme in kurzer Zeit führen kann.

Wenn du also Low Carb oder eine ketogene Diät machst und in den letzten Tagen kohlenhydratreich gegessen hast, könnte die Gewichtszunahme genau daran liegen.

Auch wenn es dadurch zur Zunahme kommen kann, ist diese nicht zu verwechseln mit einer Zunahme von Körperfett, also auch kein Fehler.

Grund 4: Salzhaltige Ernährung

Gab es an den Tagen vor dem Wiegen vielleicht sehr salzhaltige Mahlzeiten?

Kochsalz hat zwar keine Kalorien und macht nicht dick, aber durch mehr Durstgefühl landet auch mehr Flüssigkeit im Körper. Salz im Körper bindet außerdem auch Wasser.

Ein übermäßiger Salzkonsum kann zudem zu krankhaften Wassereinlagerungen „Ödemen“ führen.

Grund 5: Hormone

Bei Frauen können Gewichtszunahmen durch hormonelle Einflüsse während des Menstruationszyklus zustande kommen.

Ein Grund dafür ist der sich fast wöchentlich verändernde Hormonhaushalt.

Insbesondere in der Phase des Eisprungs und der Produktion von Progesteron kommt es zu Wassereinlagerungen, die eine Gewichtszunahme von wenigen Kilogramm auch in der Diät bedeuten können.

Ein weiterer hormoneller Einflussfaktor, der sowohl Mann als auch Frau betreffen kann, ist beispielsweise Cortisol.

Cortisol ist das Stresshormon und führt dann zu mehr Wassereinlagerung, wenn du dich dauerhaft Stress aussetzt.

Wenn du also in der letzten Zeit einen deutlichen Stressanstieg festgestellt haben solltest, könnte hier ein Grund für die Gewichtszunahme in der Diät zu finden sein.

Des Weiteren könnten Erkrankungen, bzw. Stoffwechselstörungen (Schilddrüsenunter- und Überfunktion) der Auslöser sein. Scheue dich nicht, auch mal zum Arzt zu gehen, um dies auszuschließen.

Grund 6: Medikamente

Auch wenn du denkst, mit den Hormonen hast du nichts zu tun, können Medikamente Einfluss auf deinen Hormonhaushalt oder dein unterbewusstes Essverhalten haben.

Wenn du in der letzten Zeit etwas an deiner Medikation verändert hast oder dein Arzt hat ändern lassen, dann kann auch dies ein Grund für Gewichtszunahmen sein.

Häufig werden folgende Medikamente mit einer Gewichtszunahme beobachtet:

  • Antidepressiva, Antipsychotika
  • Insulin (Diabetes)
  • Betablocker (Bluthochdruck)
  • Pizotifen und Flunarizin (Migräne)
  • Ibuprofen (entzündungshemmende Schmerzmittel)
  • etc. (Liste ist nicht vollständig)

Grund 7: Zustand auf der Waage

Wiegst du dich immer in der gleichen Bekleidung? Mal mit Shirt und mal ohne wird nie ein halbwegs eindeutiges Gewichtsergebnis zeigen.

Auch wenn sich dieser Punkt so trivial anhört, solltest du sicherstellen, dass nicht deine Unterhose oder Socken für die Gewichtszunahme verantwortlich ist.

Du musst dich nicht unbedingt komplett nackt wiegen, wenn du dich dabei nicht wohlfühlst, aber in den gleichen oder ähnlichen Klamotten wäre ratsam.

Grund 8: Deine Waage

Personenwaagen haben unterschiedliche Toleranzbereiche für ihr Messergebnis. Diese Toleranzen belaufen sich auf 100-300 g. Du solltest also nochmal genau nachschauen, welche Toleranzen deine Waage hat und ob du die Waage korrekt benutzt.

Vergewissere dich also auch, dass die Waage auf einem festen, geraden Untergrund steht.

Du kannst auch einen Test machen:

Stelle dich zunächst wie gewohnt auf die Waage und merke dir das Ergebnis. Danach stellst du dich erneut auf die Waage, allerdings mit einem Glas 150 ml Flüssigkeit. Wenn jetzt erneut das gleiche Gewicht erscheint, kannst du davon ausgehen, dass die Waage zumindest nicht auf 150 g genau misst.

Du kannst das auch mit mehr oder weniger Gewicht machen und dich so an die Toleranzwerte herantasten. Wenn deine Waage sehr ungenau ist, dann ist meine Empfehlung, 20 Euro in eine neue Waage zu investieren.

Eine gute Personenwaage die ich selber nutze, preiswert, genau und ohne Klimbim findest du unter meinen Abnehmtools. 😉

Grund 9: Gewichtszunahme durch Fettzunahme

Neben der bisher genannten möglichen Gründe für eine Gewichtszunahme in der Diät müssen wir der Wahrheit dennoch ins Augen sehen.

Es bringt nichts, Argumente zu sammeln und sich einzureden, dass Körperfett für die Zunahme nicht in Frage kommt.

Besser ist es, sich klar zu machen, dass eine Gewichtszunahme nicht das Ende bedeutet, sondern eigentlich den Anfang. Den ersten Schritt hast du bereits damit gemacht, festzustellen, dass etwas nicht optimal läuft.

Vielleicht stimmt dein Ernährungsverhalten nicht, um damit abzunehmen. Nur weil du dir vornimmst, gesund zu essen, bedeutet das nicht, dass du dadurch automatisch abnimmst.

Wie man sich mit Diäten verkalkulieren kann, möchte ich dir an einem Low Carb Beispiel zeigen:

Beispiel: Gewichtszunahme trotz Low Carb

Schon kleine Fehler in der Umsetzung einer Diät können zur Gewichtszunahme führen. In diesem nicht erfundenen Beispiel wirst du sehen, warum.

Ein Freund hat sich dazu entschieden, eine Low Carb Diät zu beginnen. Wie man eine Low Carb Diät sinnvoll umsetzt, darüber hat er sich offensichtlich nicht informiert.

Nach seinem Verständnis war es einfach der Verzicht auf Kohlenhydrate und möglichst viel Eiweiß.

Klingt praktisch. Leider hat er aber kaum abgenommen, sondern minimal zugenommen.

Hier kam die Frage auf, wie das bei Low Carb überhaupt sein kann.

Bevor ich dazu etwas sagen konnte, wollte ich wissen, was er in seiner Diät so isst. Und so haben wir zusammen seine letzten Tage und Mahlzeiten unter die Lupe genommen.

Dabei hat sich Folgendes offenbart:

Würstchen, Öl, Käse, Hackfleisch, Speck, Mett, Ei, Nüsse und vieles mehr.

Das ist tatsächlich absolut Low Carb.

Aber: welche Kalorienbombe hat er übersehen? Das Fett.

Fett hat doppelt so viele Kalorien, wie Kohlenhydrate oder Eiweiß, das heißt, man sollte hier mit den Mengen etwas vorsichtig sein.

In diesem Fall hat er durch die Unmengen an Fett einen leichten Kalorienüberschuss erzeugt, der seiner Gewichtsreduktion einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Und genau das könnte theoretisch gerade auch dein Problem sein.

Das soll dir verdeutlichen, wie wichtig es ist, einen Überblick über die Kalorienbilanz und ein Verständnis für die Makronährstoffe zu haben.

Andernfalls kann eine Diät auch funktionieren, es wäre dann aber eher Zufall.

Was du jetzt unternehmen kannst:

Wie am Anfang erwähnt, ist eine Gewichtszunahme nicht das Ende deiner Diät. Sie kann völlig normal und Teil deines Erfolgs sein.

Um aber in Zukunft sicherer vorzugehen und Gewichtsschwankungen besser einordnen zu können, empfehle ich dir folgende Anpassungen.

Tipp 1)  Ernährungstagebuch führen

Ein Ernährungstagebuch kann dir sehr dabei helfen, überhaupt zu realisieren, was den ganzen Tag über in deinem Körper landet.

Dabei können sich kleine Snacks, Softdrinks und unbewusste Naschereien in der Summe als große Hausnummer entpuppen.

Mittlerweile gibt es Ernährungstagebücher kostenlos als App fürs Smartphone – du brauchst also nicht selber rechnen.

Es ist deutlich einfacher, als viele denken und kann einem mit der Zeit ein sicheres Gefühl geben. Der positive Nebeneffekt ist, dass man Lebensmittel besser einschätzen und Portionen besser abschätzen lernt.

Trage dabei auch die letzten Tage ein, sofern du dich an die Mahlzeiten erinnerst und mache eine grobe Aufnahme, ob so überhaupt ein Kaloriendefizit entstehen konnte.

Auch eine App-Empfehlung (FDDB) findest du in meinen Abnehmtools.

Tipp 2) Kalorienbedarf berechnen

Wenn du deinen Kalorienbedarf zum Abnehmen kennst und das oben erwähnte Ernährungstagebuch führst, kannst du wunderbar abgleichen, ob du auf dem richtigen Weg bist.

Vielleicht stellst du so plötzlich fest, dass trotz Diät kein notwendiges Kaloriendefizit erreicht wird. Mit diesem Wissen kannst du dein weiteres Vorgehen anpassen.

Mache es dir dabei auch nicht zu kompliziert, denn es gibt hunderte Kalorienrechner, teils mit verschiedenen Werten. Seit einiger Zeit empfehle ich den Online-Kalorienrechner von YAZIO, den du hier findest.

Du siehst sofort, mit welcher Kalorienmenge du abnimmst, dein Gewicht hältst und zunimmst. Nach diesen Werten fürs Abnehmen solltest du dich richten, ganz egal, welche Art Diät du machst.

Du solltest sicherstellen, dass du weniger Kalorien aufnimmst, als du verbrauchst.

Tipp 2) Bessere Kontrolle/Dokumentation

Um die „Gefahr“ weiterer Fehlinterpretationen zu verringern, empfehle ich dir die Dokumentation bspw. mit einem Abnehmtagebuch.

Wenn du deine Gewichtsreduktion gut dokumentierst, kannst du schnell und flexibel Anpassungen in deiner Ernährung vornehmen und du lernst zudem, mit Gewichtsschwankungen umzugehen.

Bestenfalls solltest du mit der Zeit Gewichtsschwankungen als normal ansehen und dich ohne schlechtes Gefühl auf die Waage trauen.

Dabei kannst du Folgendes tun, alles zusammen oder nur einen Teil davon. Und nein, nicht für den Rest deines Lebens, aber für die wichtige Zeit der Gewichtsreduktion:

Wiegen:

Am besten täglich wiegen, immer im gleichen Zustand. Dabei solltest du aber den Wochendurchschnitt berechnen, um ein sinnvolles Ergebnis zu erhalten.

Du weißt ja jetzt, dass das Gewicht jeden Tag schwankt. Mit dem Wochengewicht glättest du so gesehen diese Schwankungen und kannst immer das Wochengewicht miteinander vergleichen.

Frauen können dies noch optimieren, indem sie die entsprechenden Wochen eines jeden Zyklus miteinander vergleichen.

Messen:

Am besten beschränkst du dich hier auf wenige, aber wichtige Körperregionen, die gut messbar sind und zugleich einen Aussagewert über den Körperfettverlust zulassen. Beispielsweise Oberschenkelumfang, Bauchumfang.

Immer im angespannten Zustand, damit es nicht zu großen Abweichungen kommt.

Körpermaße würde ich frühestens alle 3 Wochen messen und vergleichen.

Bilder:

Bilder sind nur dann aussagekräftig, wenn sie in der gleichen Umgebung erstellt werden. Achte also darauf, dass Abstand zur Kamera, Höhe der Kamera und Lichtverhältnisse in etwa ähnlich sind. Andernfalls kann alleine unterschiedliches Licht schon zu falschen Effekten führen.

Was gut geht, sind beispielsweise Selfies immer vor dem gleichen Spiegel.

Bilder kann man prinzipiell so oft machen, wie man will, aber damit es nicht anfängt zu nerven, würde ich einen Abstand von 2-4 Wochen empfehlen.

Körperfettmessungen:

Es gibt recht preiswerte Körperfettmessungen in Diabetesinstituten und ähnlichen Einrichtungen. Die Messung beispielsweise mit BIA ist nicht-invasiv, kostet 10-20 Euro und ist in wenigen Minuten erledigt. Wichtig ist, dass du auch hier immer im gleichen Zustand zur Messung kommst.

Körperfettmessungen, je nach Art und Aufwand, würde ich irgendwo alle 5-10 Wochen machen. Meine eigenen Körperfettmessungen finden sogar nur alle 4 Monate statt.

Was sagst du?

Was denkst du, wo ist deine Gewichtszunahme trotz Diät einzuordnen?

Hast du vielleicht weitere mögliche Gründe für deine Gewichtszunahme gefunden?

Schreib mir gerne unten in die Kommentare, wenn du weitere Vorschläge, Ergänzungen oder Fragen hast, ich freue mich, von dir zu lesen. 😉

Über den Autor

Daniel hat 2017 den Abnehmblog caloright gegründet und bloggt über die Themen Ernährung, Abnehmen und Fitness. Das, was er auf seinem Blog schreibt und was seiner Überzeugung beim Abnehmen entspricht, setzt er auch selbst in die Tat um. Mit seinem Abnehmblog und dem Abnehmprojekt #50kgchallenge möchte er anderen Menschen, insbesondere nach gescheiterten Diäten, seinen Weg zeigen, um aus dem Ernährungs- und Diätlabyrinth hinaus zu finden. Er steht für eine langfristige und kontrollierte Gewichtsreduktion.

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(2) comments

Sophie 12. Juli 2020

Hallo ich schreibe einfach mal alles. Ich habe vor dem sport 60kg gewogen nun wiege ich seid einem jahr 64kg konstant. Ich habe immer sehr wenig gegessen vorher dann 1 jahr ca seid februar kede woche 100kcal mehr gegessen bis ich bei 1850kcal war. Gehe 4 mal die woche zum krafttraining und dann habe ich versucht abzunehmen mit 1600 kcal abzunehmen dann mit 1500 und dann wieder hochgefahren da ich nicht abnahm . Dann kam corona und ein neuer versuch wieder 3 kg mehr . Bei 1500 bis 1200 kcal und dann wieder hochgefahren jede woche mehr 100kcal bis 1850′ kcal jetzt stecke ich da bei 67 kg schon . Ich fühle mich absolut unwohl . Weil mein ziel ja war abzunehmen . An massen habe ich auch zugenommen undzwar 2cm überall . Ich wollte in gr 36 und nicht 38. Ich bin 170cm gross weiblich und mein grundumsatz sollte ca zwischen 1200 q oder 1400 kcal liegen. Ich habe keine schildrüsen unterfunktion und hohes östrogen vermute ich. Aber ich bin nicht sicher. Kann das wasser sein ? Warum weigert sich mein körper so wehement gegen das abnehmen ? Ich bin sehr genau mit meinen messwerten. Ich wiege mich zur selben uhrzeit und esse sehr gesund clean und achte auf die kcal sogar mit waage zun abwiegen des essens. Also sehr genau . Ich schlafe zwischen 8 und 8 stunden . Hilfee bitte weiss jemand was das ist ??? Was kann ich tun ? wenn ich die kcal für süort und schritte am tag miz einbeziehe verbrauche ich aber mit 1500 defizit von 250kcal also von 1750 im sitzen ausgehend dann 1850kcal täglich immernoch minus 250 kcal . Wenn ich ca 300 kcal an energie verbrauche zusätzlich. Muss ich die dann wieder eintracken ? Kann es sein das ich also zu wenig esse ? Und sich deshalb mein körper wehrt . Ich weiss nicht mehr weiter. Alles was ich will ist das das gewicht wieder runter geht. Und die cm. Ich will dünner sein nicht dicker. Hilfe ? Jemand einen tipp? Lg sophie

Reply
    Daniel Schröder 19. Juli 2020

    Hallo Sophie,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Es ist tatsächlich etwas schwierig, das einzuschätzen, weil du meines Erachtens sehr oft und in kurzen Abständen die Kalorienaufnahme angepasst hast und generell aus der Ferne eine seriöse Beurteilung fast unmöglich ist. Dennoch kann ich dir meine Einschätzung – sofern ich die Situation richtig verstehe – mitteilen:

    Als erstes verstehe ich das so, dass du zu einem bestimmten Zeitpunkt mit Krafttraining angefangen hast und über ein Jahr jede Woche deine Kalorienaufnahme um 100 kcal erhöht hast. Hier sollte klar sein, dass es zu einer Gewichtszunahme aus Muskulatur und möglicherweise und Fett kommt. Danach hast du von 1850 auf 1600 und dann auf 1500 kcal reduziert, um abzunehmen. Da du damit nicht abgenommen hast, hast du wieder die Kalorien hochgefahren, hier ist die Frage, wie lange du dein Gewicht beobachtet hast. Wenn das unter vier Wochen war, dann kann es an den normalen Hormonschwankungen aufgrund des Menstruationszyklus liegen, dass du in der Zeit nicht abgenommen hast. Da du aber direkt wieder die Kalorien erhöht hast und zudem deiner Ausführungen nach Corona kam (womit ich verbinde, dass du weniger Krafttraining gemacht hast), ist auch eine erneute Gewichtszunahme nachvollziehbar.

    Zu deiner Frage mit dem zusätzlichen Energieverbrauch: Ja, wenn du durch zusätzliche körperliche Aktivitäten mehr Kalorien verbrauchst, musst du diese zu dem Gesamtumsatz hinzu addieren. Bedeutet, wenn du mehr verbrauchst, kannst du auch mehr essen (und trotzdem in deinem geplanten Defizit bleiben).

    Zu deiner anderen Frage mit dem Wasserhaushalt: Genau das vermute ich aktuell bei dir. Wasser kann sich im Körper durch viele Faktoren ansammeln. Ganz besonders auch durch Stress und den damit verbundenen Cortisolanstieg. Deine Ausführungen erzeugen schon allein beim Lesen einen gewissen Stress 😉 – und ich glaube, genau dieser hindert dich aktuell am meisten. Auch können leere Fettzellen Wasser binden, bzw. sich mit Wasser füllen, was eine Gewichtsabnahme trotz Fettabnahme verhindert.

    Es gibt jetzt sicherlich viele mögliche Ansätze, um dein Projekt wieder in die richtige Bahn zu leiten. Was ich dir empfehlen würde, wäre erst ein mal ein Break. Also all das, was jetzt abgegangen ist, möglichst vergessen und eine Auszeit von vielleicht einer Woche gönnen. Ohne Sport und mit Erhaltungskalorien. Ich weiß von mir, man unterbricht sein Training nur absolut ungern, aber das halte ich in dieser Situation als eine der besseren Lösungen. Du musst dich erst mal von diesem Stress lösen. Vielleicht hilft dir auch einfach mal eine Massage oder eine Woche Entspannung. Die Zeit kannst du dann auch nutzen, deine nächsten Wochen richtig zu planen. Also: Wo stehst du aktuell (Gewicht, Maße, etc.) und wo willst du überhaupt hin. Und in welcher Zeit? Wie viel Sport und welcher? Dann unbedingt als Frau zwar täglich wiegen, aber immer die Wochen innerhalb eines Zyklus miteinander vergleichen. Dazu habe ich hier auf meinen Blog auch einen Artikel geschrieben. Das bedeutet in Klartext, dass du als Frau ggf. bis zu vier Wochen warten musst, um aussagekräftige Zahlen zu erhalten. Und natürlich nicht das Tagesgewicht vergleichen, sondern das Durchschnittsgewicht der Wochen (wofür du aber das Tagesgewicht benötigst). Und dann mit neuem Schwung und etwas mehr Entspannung an die Sache heran gehen. Dennoch sehr akribisch dokumentieren, aber du musst lernen, dass dich die Kontrolle unterstützt, sie soll dir Stress NEHMEN und nicht zusätzlichen verursachen. Fange mit einer Kalorienmenge X an und halte diese für mindestens 2-4 Wochen ein. Erst dann fängst du an, irgendwo an den Kalorien zu schrauben. Wenn du merkst, du nimmst nicht ab, dann ggf. geringfügig reduzieren und wieder einige Wochen Zeit geben. Eventuell solltest du auch deine Makronährstoffe unter die Lupe nehmen. Also: Wie setzen sich denn deine Kalorien zusammen? Ist da zu wenig Eiweiß oder zu wenig Fett in der Nahrung (schlecht für den Hormonhaushalt)? Nimm das noch mal unter die Lupe und mache einen Neustart.

    Ich bin mir sehr sicher, dass du dein Ziel erreichst, denn du dokumentierst sehr ausführlich. Nur die Interpretation der Daten und auch etwas Geduld, also dem Körper einige Wochen zu geben, bevor die nächste Anpassung einschlägt, wird dir extrem helfen! 🙂

    Viel Erfolg und bis bald.

    Daniel

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