Macht Obst dick?

By Daniel Schröder | Abnehmen

Feb 18
macht-obst-dick-fruchtzucker

Die Frage, ob Obst dick macht, wurde mir schon öfter gestellt - und immer wieder treffe ich dabei auf diese drei unterschiedlichen Lager:

Lager 1 sagt:
Mit Obst (darin enthalten Fruchtzucker), also "gesunden" Lebensmitteln, nimmt man ab.

Lager 2 sagt:
Um abzunehmen, muss man auf Kohlenhydrate verzichten. In Obst sind Kohlenhydrate (Fruchtzucker). Also sollte man auf Obst verzichten.

Lager 3 sagt:
Nicht Kohlenhydrate allgemein sind das Problem, sondern gerade eben der Fruchtzucker.

Wer hat jetzt recht?

Macht Obst dick?

Pauschal zu sagen, mit Obst nimmt man ab, ist genauso unprofessionell, wie zu sagen, man dürfe kein Obst essen, weil darin Kohlenhydrate enthalten sind.

Es gibt in der Ernährung kein Schwarz-Weiß-Denken. Pauschal etwas auszuschließen macht wenig Sinn auf Dauer.

Ich kann wunderbar mit „gesundem“ Obst zunehmen. Ich kann aber auch mit Obst abnehmen. Auch hier ist es wie so oft eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

Du merkst, Obst ist nur eine Variable, die nichts gänzlich entscheidet.

Falls sich in diesem Artikel das Wort Fructose einschleicht, nicht wundern, es bedeutet dasselbe wie Fruchtzucker. Der Begriff Fruchtzucker ist eher umgangssprachlich, der Begriff Fructose hingegen stammt aus dem Lateinischen „fructus“, was für die Frucht steht.

Nimmt man mit Obst (Fruchtzucker) ab?

Du erinnerst dich oben an meine Aufzählung der verschiedenen Lager.

Unter dieser Unterschrift findet sich ganz klar Lager 1 wieder.

Lager 1 sagt:
Mit Obst (darin enthalten Fruchtzucker), also „gesunden“ Lebensmitteln, nimmt man ab.

Klären wir also zunächst, ob man mit Obst, also Fruchtzucker, abnimmt.

Ich weiß, dass sich viele zu Beginn ihrer Diät mit Unmengen an Obst eindecken und sich so auf einem gesunden und gewichtsreduzierenden Weg hoffen.

Dass das ein Trugschluss ist, sollte gleich etwas klarer werden.

Vorher müssen wir uns aber bewusst machen, dass unterschiedliches Obst auch einen unterschiedlichen Gehalt an Fruchtzucker aufweist.

So zählen Aprikosen zu den fruchtzuckerärmsten Früchten. Sie enthalten auf 100 g gerade einmal 0,8 g Fruchtzucker.

Dem gegenüber stehen Rosinen, als reine Fruchtzuckerbomben. 100 g Rosinen enthalten ca. 32,8 g Fruchtzucker. Das ist das 41-fache des Fruchtzuckergehalts von Aprikosen.

In Trockenobst ist übrigens der Gehalt an Fruchtzucker immer deutlich höher, als in reinem Obst, da in Trockenobst der Zucker in konzentrierter Form vorliegt.

Obst ist also nicht gleich Obst. Der Gehalt an Fruchtzucker in verschiedenen Obstsorten unterscheidet sich teils extrem.

Das Zweite, was wir uns klar machen sollten, ist, dass Fruchtzucker nicht kalorienfrei ist.

Fruchtzucker hat ebenso wie Glucose (also Traubenzucker) oder Haushaltszucker einen Energiegehalt von 4,1 kcal pro Gramm.

Das bedeutet, dass wir also auch mit gesundem Obst oder vermeintlich gesundem Fruchtsäften eine Menge an Kalorien zu uns nehmen können.

Es ist deshalb durchaus möglich, dass durch diese Kalorienzufuhr ein Kalorienüberschuss und damit eine Gewichtszunahme begünstigt wird.

Man kann das Thema also nicht pauschalisieren und sagen, dass man mit viel Obst automatisch abnimmt.

Fruchtzuckergehalt von Obst (Beispiele)

Wenig Fruchtzucker (auf 100 g)
Aprikose (0,8 g)
Pfirsisch (1,2 g)
Mandarine (1,3 g)
Honigmelone (1,3 g)

Mittelmäßig Fruchtzucker (auf 100 g)
Grapefruit (2,1 g)
Erdbeeren (2,2 g)
Ananas (2,4 g)
Mango (2,6 g)
Bananen (3,6 g)
Kiwi (4,6 g)

Viel Fruchtzucker (auf 100 g)
Apfel (5,7 g)
Sauerkirschen (4,7 g)
Birne (6,7 g)
Weintrauben (7,6 g)

Sehr viel Fruchtzucker (auf 100 g)
Datteln (31,3 g)
Rosinen (32,8 g)

Versteckte Fruchtzucker-Quellen

Fruchtzucker ist nicht nur in Obst enthalten, sondern „versteckt“ sich in diversen weiteren Lebensmitteln.

Fruchtzucker wird immer mehr als Süßungsmittel für Lebensmittel eingesetzt, sodass mit Fruchtzucker nicht nur der Zucker aus dem Obst selber, sondern auch der industriell angefertigte Fruchtzucker immer mehr verbreitet wird und dabei in unserem Körper landet, ohne dass es uns bewusst ist.

Einige beispielhafte Lebensmittel, in denen man Fruchtzucker findet:

  • Fruchtsäfte (Organgensaft, Multivitaminsaft, etc.)
  • Smoothies
  • Wasser mit Geschmack
  • Softdrinks (Cola, Fanta)
  • Honig
  • Marmelade
  • Wein
  • Haushaltszucker (besteht aus Fructose und Glucose)
  • Als Süßungsmittel in Lebensmitteln (Schokolade, usw.)

Warum soll man auf Fruchtzucker verzichten (aus Sicht von Lager 2 und 3)?

Lager 2:

Lager 2 sagt:
Um abzunehmen, muss man auf Kohlenhydrate verzichten. In Obst sind Kohlenhydrate (Fruchtzucker). Also sollte man auf Obst verzichten.

Wir sind jetzt also in Low Carb Kreisen unterwegs.

Klären wir zunächst, warum hier Fruchtzucker, also auch Obst, gemieden wird.

Dass Fruchtzucker, also Kohlenhydrate Kalorien enthalten, habe ich oben erwähnt. Das ist aber nicht der ausschlaggebende Grund für den Verzicht.

Es geht um die Kohlenhydrate an sich, nicht um die Kalorien!

Warum soll man also überhaupt (nach Low Carb – Richtlinien) auf Kohlenhydrate verzichten?

Der Grund dafür ist, dass Kohlenhydrate einen insulinogenen Einfluss haben. Das bedeutet, dass mit der Kohlenhydrataufnahme Kohlenhydrate in den Blutkreislauf gelangen.

Diese Kohlenhydrate in Form von Glucose müssen aber aus dem Blut in die Zellen transportiert werden. Das geschieht nicht von alleine, sondern das Hormon Insulin kommt hier ins Spiel.

Insulin ist quasi dann im Blut zugegen, wenn auch Glucose im Blut ist.

Viel Glucose im Blut = Viel Insulin im Blut, um es einfach auszudrücken.

Insulin hat also die Eigenschaften, die notwendig sind, um die Kohlenhydrate aus dem Blut in die Zellen zu schleusen. Was dann passieren kann, ist, dass der Blutzuckerspiegel als Reaktion sehr rapide abfällt.

Bevor nun das Hormon Glukagon ins Spiel kommt, das verhindert, dass der Blutzuckerspiegel zu tief abfällt, kann durch diese Unterzuckerung ein Hungergefühl, respektive Heißhunger auftreten.

Des Weiteren ist durch die einlagernde Wirkung von Insulin die Gefahr hoch, dass auch Fett im Blutkreislauf (welches durch die Nahrung aufgenommen wurde) ebenfalls in den (Fett-)Zellen eingelagert wird.

Das ist das, was u.a. mit der Low Carb Ernährung verhindert werden soll.

Man möchte also die Einlagerung von Fett reduzieren und die Blutzuckerschankungen, die zu Hungergefühlen führen können, vermeiden.

Leider hat man das auch auf Fruchtzucker übertragen. Viele denken also, dass durch Fruchtzucker ebenfalls der Insulinspiegel als Folge eines hohen Blutzuckerspiegels ansteigt.

Das ist aber ein Trugschluss.

Monosaccharide, wie Fructose oder Glucose werden zwar im Dünndarm resorbiert, aber die Aufnahme des Fruchtzuckers in die (Leber-)Zellen ist hingegen insulinunabhängig.

Deshalb wurde Fructose lange für Diabetiker als Süßungsmittel empfohlen. Mittlerweile hat sich das aber geändert.

Fructose wirkt in großen Mengen diabetogen, und zwar stärker als Glucose, wie man mittlerweile weiß. Das bedeutet, Fructose begünstigt die Entstehung von Diabetes (Typ 2).

Warum, erkläre ich weiter unten.

Dieser Zusammenhang führt uns zu dem oben erwähnten Lager 3.

Lager 3:

Lager 3 sagt:
Nicht Kohlenhydrate allgemein sind das Problem, sondern gerade eben das Fruchtzucker.

Hier kann man sich natürlich berechtigter Weise die Frage stellen, was jetzt den Unterschied zwischen Glucose und Fructose ausmacht.

Beides sind Kohlenhydrate und beides sind Monosaccharide. Dennoch werden sie im Körper auf verschiedene Art verstoffwechselt.

Glucose

Glucose, also Traubenzucker, ist für den Organismus essentiell. Das bedeutet, der Organismus ist auf Glucose angewiesen. Auch, wenn wir uns nicht gerade sportlich betätigen.

Glucose wird, wie du vielleicht als aufmerksamer Leser schon weißt, in die Blutlaufbahn aufgenommen und den Zellen zur Verfügung gestellt, die diese benötigen. Dabei wird die Glucose im Dünndarm durch die Darmzellen geschleust und daraufhin ins Blut abgegeben.

Überschüssige Glucose wird in Form von Glykogen in den Glykogenspeichern deponiert. Diese Speicher befinden sich sowohl in der Leber als auch in der Muskulatur.

Dieser Transport, bzw. die Einspeisung passiert mit Hilfe des Hormons Insulin.

Benötigt der Körper Glucose, so kann er es aus den Reserven mobilisieren und heranziehen.

Erwähnt habe ich das, damit du jetzt den Unterschied zu Fructose, also Fruchtzucker besser nachvollziehen kannst.

Fructose

Fructose, wie erwähnt ebenfalls ein Monosaccharid, passiert den Dünndarm ebenfalls. Allerdings auf eine andere Art und Weise. Letztlich ist es so, dass auch Fructose in den Blutkreislauf gelangt.

Der Unterschied ist, dass Fructose nicht in Glykogenspeichern eingelagert werden kann. Generell kann der Körper mit Fructose selber nichts anfangen.

Fructose muss also in Glucose umgewandelt werden. Ermöglichen tut das unser Entgiftungsorgan, die Leber.

Werden zu große Mengen an Fruktose dem Körper zugeführt, gelangt ein Teil unverdaut in den Dickdarm. Dort sorgt Fruktose für einige Beschwerden, die ich weiter unten in den Nachteilen zusammengefasst habe.

Wenn sämtliche Glykogenspeicher gut gefüllt sind oder sich durch hohe Mengen Harnsäure im Blut eine Insulinresistenz gebildet hat, kann diese Glucose nur unzureichend von den Zellen aufgenommen werden.

In der Folge muss die Glucose aus dem Blut wieder in der Leber gespeichert werden, dort allerdings in Form von Fett. Dieses Fett wiederum wird teilweise auch an das Blut abgegeben und in der Folge im Fettgewebe eingelagert.

Dies kann über einen längeren Zeitraum hinweg zur Entstehung einer Nicht-alkoholischen Fettleber (NAFL) führen.

Beim Umbau von Fruktose in der Leber fällt das oben erwähnte Abbauprodukt Harnsäure an. Ein Überschuss an Harnsäure im Blut hat weitreichende Folgen, die ebenfalls weiter unten erklärt werden.

Vorteile von Fruchtzucker

  • Preiswert in der Herstellung
  • Hohe Süßkraft

Nachteile von Fruchtzucker

  • Insulinresistenz und Diabetes Mellitus

Bereits eine Menge von 80 g Fructose, die täglich über einen Zeitraum von drei Wochen zugeführt wird, kann dazu führen, dass Zellen weniger empfindlich auf das Hormon Insulin reagieren. Das nennt sich Insulinresistenz.

Eine fortgeschrittene Insulinresistenz ist ein Symptom für Diabetes Mellitus (Typ 2).

Diabetes Mellitus Typ 1 hingegen wird übrigens durch eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse initiiert. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet.

Was Insulin macht, haben wir oben geklärt. Es ermöglicht die Aufnahme von Glukose in den Zellen.

Es befindet sich mehr Glukose im Blut und der Blutzuckerwert ist länger erhöht. Grund für die verringerte Aufnahme von Glucose ist Harnsäure, die quasi als Abfallprodukt bei der Aufnahme von Fructose entsteht.

  • Nicht-alkoholische Fettleber (NAFL)

Wird Fructose in großen Mengen regelmäßig verzehrt, kann es zu einer Nicht-alkoholischen Fettleber kommen (NAFL).

Schon eine schwache Insulinresistenz hat weitreichende Folgen. Die Muskulatur kann aus Glucose nur noch wenig Glykogen herstellen und einlagern. Dadurch fehlen dem Körper wichtige Energiereserven.

Da die Glykogenbildung offenbar nicht mehr gelingt, stellt der Körper aus allen eintreffenden Kohlenhydraten jetzt Fett her. Eine andere Alternative hat er nicht.

Letztendlich wird das Fett in der Leber eingelagert.

  • Gehemmtes Hungergefühl

Fructose im Blut hemmt die gleichzeitige Existenz des Hormons Leptin im Blut.

Leptin ist mit an der Regulierung des Sättigungsgefühls beteiligt.

Du weißt, dass durch Fructose im Blut nicht der Insulinspiegel steigt. Insulin selber ist aber ebenfalls beteiligt an der Regulierung des Hungergefühls.

Wenn kein Insulin im Blut ist, ist auch die Existenz des Hormons Ghrelin wahrscheinlicher, das ebenfalls zu Hungergefühl führen kann.

  • Versteckte Kalorien

Was ich ebenfalls zu den Nachteilen von Fruchtzucker zähle, ist die Tatsache, dass viele Menschen der Vermutung unterliegen, Fruchtzucker sei gesund und hilft beim Abnehmen.

Dabei lässt man außer Acht, dass auch Fruchtzucker, wie Traubenzucker, oder Haushaltszucker, eine gewisse Energiedichte hat. Um genau zu sein: Die Selbe.

Man kann sich vorstellen, dass so teils eine Menge Kalorien aufgenommen werden, ohne dass man es bemerkt. Deshalb auch der Begriff „versteckte Kalorien“.

  • Fructoseunverträglichkeit

Fructose, die vom Dünndarm in den Dickdarm gelangt, kann dort unangenehme Nebeneffekte mit sich bringen wie beispielsweise Durchfall, Blähungen oder Schmerzen.

  • Bluthochdruck, Nierensteine, Gicht

Wie bereits erwähnt, ist ein Nebenprodukt beim Abbau von Fructose die Harnsäure, die sich vermehrt im Blut befindet.

Diese Harnsäure hat neben dem Einfluss auf eine Insulinresistenz auch Einfluss auf den Blutdruck.

Das passiert, indem Harnsäure das Stickstoffmonoxid in den Blutgefäßen hemmt. Stickstoffmonoxid allerdings hilft dabei, Blutgefäße elastisch zu halten.

Hypertonie, also Bluthochdruck kann auf Dauer der Nierenfunktion schaden.

Wenn sich so viel Harnsäure im Blut sammelt, dass es nicht mehr über die Nieren ausgeschieden werden kann, kristallisiert Harnsäure und setzt sich in Gelenken ab.

Wie viel Fruchtzucker am Tag?

Die Empfehlungen lassen sich auf 25 g bis 80 g am Tag zusammenfassen.

Ich würde mich durchaus an der unteren Grenze orientieren. Nicht zuletzt, weil Studien bereits ergeben haben, dass 80 g Fruchtzucker am Tag über mehrere Wochen dazu führen, dass Zellen des Körpers weniger auf Insulin reagieren.

Von meiner Seite kann ich nur den Rat geben, sich auf bis zu maximal 80 g Fruchtzucker am Tag einzupendeln.

Meine Fruchtzucker-Rechnung

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich selber gar nicht genau weiß, wie viel Fruchtzucker ich täglich zu mir nehme.

Im Grunde esse ich kaum Obst.

Jeden Morgen und Abend eine Banane, morgens trinke ich noch 300 ml Fruchtsaft (Multivitamin). Abends gibt es noch 100 g gefrorene Erdbeeren im Quark-Shake.

Wollen wir doch mal sehen, wie viel Fructose das am Tag zusammengerechnet ergibt.

Hier auf dem Bild siehst du schon, wie viel Fruchtzucker Saft bereits enthält.macht-obst-dick

Meine Rechnung

300 ml * 10 g pro 100 ml = 30 g
150 g * 3,6 g pro 100 g = 5,4 g * 2 = 10,8 g
100 g * 2,2 pro 100 g = 2,2 g

Gesamt: 43 g Fructose am Tag

Naja, wie du siehst, ich bin irgendwo im Mittelfeld unterwegs.

In der anstehenden Reduktionsphase werde ich aber den Fruchtzuckergehalt etwas reduzieren.

Zusammenfassung

Bevor du jetzt in die Küche rennst und deinen Obstkorb aus dem Fenster schmeißt, warte damit noch einen kurzen Augenblick.

Auch beim Thema Fruchtzucker heißt es, die Menge macht das Gift.

Verzehrmengen von max. 25 g Fructose pro Mahlzeit und 80 g am Tag sollten als Richtwert dienen.

Wenn überhaupt solltest du lieber zu Fruchtzucker in Form von Obst greifen, denn dann hat man im Gegensatz zu Softdrinks auch noch Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe aufgenommen.

Aber auch bei Obst gilt es, die Zufuhr von Fructose nicht zu übertreiben. Vor allem, wenn Gewichtsreduktion das Ziel ist, können die „versteckten“ Kalorien problematisch werden.

Das Prinzip „Ich esse ganz viel Obst und nehme ab“ hat natürlich gar keine Grundlage.

Andersrum musst du aber auch nicht grundsätzlich auf dein Obst verzichten.

Ein Übermaß solltest du allerdings vermeiden, da doch eine Menge Nebenwirkungen von übermäßigem Fruchtzuckerkonsum ausgehen. Das kann durchaus bis zur Insulinresistenz oder Diabetes führen.

Du siehst an meiner Beispielrechnung oben, dass beispielsweise 40 g Fruchtzucker wirklich ganz schnell im Körper landen können, ohne dass es einem großartig auffällt.

Was sagst Du?

Wie hältst du es mit dem Fruchtzucker? Hast du deinen Fruchtzuckerkonsum mal berechnet?

Versuchst du, ausschließlich Fruchtzucker durch Obst zu dir zu nehmen, oder ist es für dich auch okay, zu industriell gefertigtem Fruchtzucker zu greifen?

Literaturverzeichnis
http://care.diabetesjournals.org/content/36/1/150.article-info
http://www.perishablepundit.com/docs/fructose-and-obesity.pdf
http://www.bfr.bund.de/cm/343/erhoehte_aufnahme_von_
fruktose_ist_fuer_diabetiker_nicht_empfehlenswert.pdf
http://ajcn.nutrition.org/content/94/2/479.full.pdf+html

Über den Autor

Daniel Schröder ist 30 Jahre alt und der Gründer von caloright®. Er bloggt mit Leidenschaft über die Themen Ernährung, Abnehmen und Fitness. Daniel reizt es besonders, auch unkonventionelle Wege zu gehen und seinen Körper bewusst an Grenzen zu führen, um so die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken. Mit seinem Abnehmblog möchte er Orientierungslosen, insbesondere nach gescheiterten Diäten, seinen Weg zeigen, um aus dem Ernährungs- und Diätlabyrinth hinaus zu finden. Er steht für eine langfristige und kontrollierte Gewichtsreduktion.

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(2) comments

Helena 27. Juli 2017

Hi Daniel,
ich les mich gerade durch ein paar deiner Artikel und finde die meisten sehr gelungen, Kompliment. Diesen hier sehe ich dagegen sehr kritisch. Du tust, was die meisten tun, du rätst von Obst ab, wenn auch nur mow direkt. Bis zu der erwähnten Studie ist alles gut. Was danach kommt… na ja. Worauf basiert denn die Studie (Quelle!!!)? Wurde den Probanden Fruchtzucker in Form von Obst oder in Form von reinem und konzentriertem Fruchtzucker gegeben? War dieser synthetisch oder natürlich? Wurde die Dosis mit einem Mal gegeben oder auf den Tag verteilt? Pauschal zu sagen 80g sind zu viel, finde ich sehr gefährlich, nein – sogar ein „no go“. Studien sind zum Teil so schwer zu interpretieren. Es kommt immer darauf an, was betrachtet wurde, aus welchem Blickwinkel usw. Deine Auswertung ist leider sehr leichtfertig. Das solltest du spätestens dann festgestellt haben, als du deine Eigenbilanz an Fruchtzucker
überprüft hast. 2 Bananen, 100g Erdbeeren und 300ml Saft sind keine 5 Hände voll bzw. Portionen und daher sogar gemäss WHO (auch wenn ich diese ganzen Empfehlungen anders betrachte) zu wenig.
LG Helena

Reply
    Daniel Schröder 28. Juli 2017

    Hallo Helena,

    vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂

    Ich habe einige Passagen herausgegriffen und separat beantwortet:

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    „ich les mich gerade durch ein paar deiner Artikel und finde die meisten sehr gelungen, Kompliment.“

    Vielen Dank erst einmal für das Kompliment! Freut mich, dass dir mein Blog sonst zusagt! 🙂

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    „Diesen hier sehe ich dagegen sehr kritisch. Du tust, was die meisten tun, du rätst von Obst ab, wenn auch nur mow direkt.“

    Das war tatsächlich gar nicht meine Intention mit diesem Artikel. Mein Ziel war es eher, darüber aufzuklären, dass übermäßiger (da fangen schon die Definitionsprobleme an) Fruchtzuckerkonsum nicht vorteilhaft sein muss. Fruchtzucker – nicht (nur) Obst. 😉

    Ich sehe es oft, dass sich Menschen wirklich Unmengen an Obst genehmigen und dabei „gesund“ gleichsetzen mit „Gewichtsreduktion“. Das ist aber ein Trugschluss, und diesen wollte ich u.a. aufdecken.

    Im Grunde rate ich zu Obst. Aber ich rate auch, dessen Konsum nicht exorbitant auszuweiten. In meiner Zusammenfassung in dem besagten Artikel schrieb ich Folgendes, vielleicht sind wir uns da einig:

    „Bevor du jetzt in die Küche rennst und deinen Obstkorb aus dem Fenster schmeißt, warte damit noch einen kurzen Augenblick.

    Auch beim Thema Fruchtzucker heißt es, die Menge macht das Gift.

    Verzehrmengen von maximal 25 g Fructose pro Mahlzeit und 80 g am Tag sollten als Richtwert dienen.

    Wenn überhaupt solltest du lieber zu Fruchtzucker in Form von Obst greifen, denn dann hat man im Gegensatz zu Softdrinks auch noch Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe aufgenommen.

    Aber auch bei Obst gilt es, die Zufuhr von Fructose nicht zu übertreiben. Vor allem, wenn Gewichtsreduktion das Ziel ist, können die „versteckten“ Kalorien problematisch werden.

    Das Prinzip „Ich esse ganz viel Obst und nehme ab“ hat natürlich gar keine Grundlage.

    Andersrum musst du aber auch nicht grundsätzlich auf dein Obst verzichten.

    Ein Übermaß solltest du allerdings vermeiden, da doch eine Menge Nebenwirkungen von übermäßigem Fruchtzuckerkonsum ausgehen. Das kann durchaus bis zur Insulinresistenz oder Diabetes führen.

    Du siehst an meiner Beispielrechnung oben, dass beispielsweise 40 g Fruchtzucker wirklich ganz schnell im Körper landen können, ohne dass es einem großartig auffällt.“

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    “Bis zu der erwähnten Studie ist alles gut. Was danach kommt… na ja. Worauf basiert denn die Studie (Quelle!!!)?”

    Ganz am Anfang, als ich mit dem Bloggen begann, habe ich mir die Frage gestellt, ob ich alle Aussagen auch mit Quellen belegen sollte. Eigentlich finde ich das richtig. Ich habe mich allerdings dagegen entschieden, weil ich davon ausging, dass meine Zielgruppe eher an Zusammenfassungen in verständlicher Sprache interessiert ist und nicht nach jedem Artikel noch Studien sichten möchte. 😉

    Ich werde aber in Zukunft, auch um solche Situationen zu vermeiden, die ein oder andere wesentliche Quelle im Artikel nennen, das kann nicht verkehrt sein und ist dem Leser gegenüber nur fair.

    Habe die Quellen nun im Artikel ergänzt:

    http://care.diabetesjournals.org/content/36/1/150.article-info

    http://www.perishablepundit.com/docs/fructose-and-obesity.pdf

    http://www.bfr.bund.de/cm/343/erhoehte_aufnahme_von_fruktose_ist_fuer_diabetiker_nicht_empfehlenswert.pdf

    http://ajcn.nutrition.org/content/94/2/479.full.pdf+html

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    “Pauschal zu sagen 80 g sind zu viel, finde ich sehr gefährlich, nein – sogar ein „no go“.”

    Was pauschale Aussagen angeht, bin ich selber auch sehr vorsichtig, weshalb ich diese ungerne mache. Ich versuche eigentlich weniger, feste Vorgaben zu machen, sondern Empfehlungen auszusprechen.

    Deshalb habe ich in dem Artikel nicht geschrieben, dass 80 g zu viel sind, sondern dass ich empfehle, weniger als 80 g täglich einzunehmen. Und wenn, in Form von Obst.

    Um 80 g Fruchtzucker für den Leser in Relation zu setzen:

    80 g Fruchtzucker sind in Form von Bananen (je 100 g) 20 Bananen (4 g Fruchtzucker auf 100 g Banane). Das sind wiederum ca. 1800 kcal.

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    “Deine Auswertung ist leider sehr leichtfertig. Das solltest du spätestens dann festgestellt haben, als du deine Eigenbilanz an Fruchtzucker überprüft hast. 2 Bananen, 100g Erdbeeren und 300ml Saft sind keine 5 Hände voll bzw. Portionen und daher sogar gemäss WHO (auch wenn ich diese ganzen Empfehlungen anders betrachte) zu wenig.”

    Wenn ich dein Beispiel aufgreifen darf, dann ist man noch weit entfernt von den 80 g:

    Eine Banane (100 g) enthält ca. 4 g Fruchtzucker.
    Erdbeeren (100 g) ca. 3 g Fruchtzucker.
    Die 300 ml Saft ca. 30 g Fruchtzucker.

    Das wären bei zwei Bananen, 100 g Erdbeeren und dem Saft ca. 41 g Fruchtzucker, also noch viel Luft nach oben. 😉

    Enorme Mengen An Fruchtzucker landen meist eher in Form von Fruchtsäften oder Softdrinks im Körper. Dafür will ich die Leser sensibilisieren. Und vor allem, dass damit auch eine Kalorienaufnahme stattfindet (was viele scheinbar nicht für möglich halten), siehe Beispiel oben mit den Bananen.

    Für den Leser, der sich für die „5-am-Tag“ – Kampagne interessiert:

    http://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/5-am-tag/

    —————————————————————

    Um erneut zu untermauern, dass ich kein Feind von Fruchtzucker per se bin, habe ich mir in meinem Abnehm-Projekt auch die Auflage gemacht, NICHT auf Fruchtzucker zu verzichten (siehe Diätvorgaben). 🙂

    Ich hoffe, ich konnte meinen Standpunkt etwas verdeutlichen. Danke noch mal für deinen Kommentar, der bestimmt für den Leser sehr hilfreich war, um zu differenzieren, um welche Art von Fruchtzucker es hier geht.

    Ich denke, wir sprechen in einer Sprache, wenn wir dazu raten, synthetischen Fruchtzucker (bspw. in Softdrinks und Haushaltszucker) zu meiden und jenen aus natürlichen Lebensmitteln (Obst) zu suchen.

    Weiterhin bleibe ich bei der Empfehlung, den Konsum nicht zu übertreiben. Dazu noch mal im Verhältnis:

    Meine Empfehlung:
    = Maximal 80 g Fruchtzucker

    Die DGE (5-am-Tag Regelung); 5 Portionen Obst je 100 g. Um beim Beispiel Banane zu bleiben, 5 Bananen je 4 g Fruchtzucker:
    = 20 g Fruchtzucker

    Um das Thema „Fruchtzucker und Gesundheit“ allerdings besser von der Thematik „Fruchtzucker und Gewichtsreduktion“ zu trennen, werde ich dazu noch weitere Artikel verfassen. 🙂

    Bis bald und liebe Grüße

    Daniel

    Reply
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