Meine Gewichtszunahme (+50 kg)

By Daniel Schröder | Mein Projekt

Feb 20
gewichtszunahme

Nun ist es endlich soweit, ich habe heute, am 20. Februar 2017, nach (auf die Woche genau) 3 Jahren die angepeilten 50 kg Gewichtszunahme erreicht.

Was würde sich jetzt also mehr anbieten, als ein Blog-Artikel nur über die letzten 3 Jahre der Gewichtszunahme?! 😉

Über die Beweggründe, warum ich von Februar 2014 bis Februar 2017 50 kg zugenommen habe, schrieb ich bereits ausführlich in dem extra Bereich Mein Projekt.

Ich werde deshalb in diesem Blog-Artikel weniger auf die Gründe und Ziele dieses Projekts eingehen, also weniger auf das, was vor dem Projekt geschah.

Stattdessen werde ich hier von der Zwischenzeit erzählen. Von den drei Jahren, in denen ich kontinuierlich zugenommen habe.

Jeden Monat 1-2 kg, über 36 Monate.

Bestimmt ist es für den ein oder anderen interessant, nachvollziehen zu können, wie sich solch ein Projekt anfühlt.

Wie man es überhaupt schafft, über einen solch langen Zeitraum seine Ernährung so einzustellen, dass die Planungen am Ende aufgehen.

Vielleicht ist es auch interessant, zu erfahren, wie sich mein Körper in dieser Zeit verändert hat. Wie sich mein Denken über Ernährung und das „dick sein“ verändert haben.

Und ganz besonders, wie mein Umfeld auf die Gewichtszunahme reagiert hat.

Wie sich meine Blutwerte und meine meine Kondition verändert haben.

Über all das möchte ich in diesem Artikel schreiben und dich dabei auf eine etwas ungewöhnliche Reise mitnehmen 😉

Bevor ich aber damit beginne, noch eine wichtige Anmerkung.

Wichtige Anmerkung
Bitte komme keinesfalls auf die verrückte Idee, mir nachzumachen!

Ich meine natürlich die Gewichtszunahme von 50 kg.

Die Meisten würden eh im Traum nicht daran denken, absichtlich zuzunehmen, und schon gar nicht in diesen Ausmaßen.

Ich weiß aber, dass viele Menschen da draußen sind, die Probleme damit haben, an Gewicht und Muskelmasse zuzunehmen. Ganz besonders sind das junge Männer.

Ich sehe ja, wie erschreckend viele junge Menschen zu illegalen Mitteln greifen, um Muskeln aufzubauen. Davor kann ich selbstverständlich nur ausdrücklich warnen.

Um Muskulatur aufzubauen, gibt es deutlich bessere Wege. Nämlich solche, in denen man nicht zu illegalen Mitteln greift oder ansatzweise so fett wird, wie ich.

Wenn du also einer dieser Jungs bist und etwas unüberlegtes tun willst, dann schreibe mich einfach mal an.

Ich werde versuchen, dir unter die Arme zu greifen. Ich kann dir aber jetzt schon sagen, dass ich dir von allem, was ungesund und/oder illegal ist, klipp und klar abraten werde.

Eine Zauberformel gibt es also von mir auch nicht. Ich kann nur versuchen, dich von unüberlegten Aktionen abzuhalten und dir vielleicht den ein oder anderen Tipp geben.

Ich denke, das gehört auch zu den Pflichten und meiner ethischen Verantwortung, wenn ich über solche Themen schreibe.

Du weißt sicher, dass ich diesen Blog in erster Linie zum Thema Abnehmen ins Leben gerufen habe.

Ich werde aber zum Thema Muskelaufbau auch den ein oder anderen Artikel in Zukunft schreiben und hoffe, auch dir damit helfen zu können.

Eine solche Gewichtszunahme, wie ich sie gemacht habe, muss sehr gut geplant sein und verlangt einiges an Vorbereitung und Wissen.

Doch selbst dann und mit regelmäßigen Arztbesuchen kann man nicht garantieren, dass man diese Zeit völlig unbeschadet übersteht.

Bei den meisten würde ein solches Vorhaben deshalb komplett nach hinten losgehen. Ganz zu schweigen von der notwendigen Gewichtsreduktion im Anschluss.

FANGE ALSO ERST GAR NICHT DAMIT AN! 😉

Grundlegendes zum Projekt

Um jeden abzuholen, der noch nicht genau weiß, was es mit diesem Projekt auf sich hat, vorab eine kurze Einleitung.

Im Februar 2014 ging es mit der Gewichtszunahme los.

Ich habe mir vorgenommen, langsam und konstant 50 kg zuzunehmen.

Das habe ich gemacht, um im Anschluss zu versuchen, das Gewicht wieder loszuwerden.

Ich wollte nicht „nur“ 10-15 kg zunehmen, wie es sicher einige schon vor mir gemacht haben, sondern wirklich in die Problembereiche kommen, in denen sich Übergewichtige befinden.

Ich hätte natürlich auch 70 oder 80 kg zunehmen können, um es noch realistischer zu machen. Allerdings wären das wiederum Ausmaße gewesen, die auch ich nicht vertreten konnte und wollte.

Meine Gesundheit liegt mir sehr am Herzen, auch wenn man das vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz glaubt, wenn man ein solches Projekt startet.

Auf drei Jahre aufgeteilt waren es ca. 16-17 kg Gewichtszunahme pro Jahr. Ich möchte die Zahlen keinesfalls runterreden, aber ich denke, das war das Maximum, das ich vertreten konnte.

Ich finde, mit den 50 kg und 45 cm Bauchumfang Plus komme ich nah genug in die Bereiche, die für viele schon ein enormes Problem darstellen würden.

Sicherlich gibt es Menschen, die weit über 150 kg wiegen. Das ist mir durchaus bewusst. Und ich möchte auch nicht so klingen, als wäre ich nun der Prototyp-Dicke, der weiß, wie sich jeder Übergewichtige auf diesem Planeten fühlt.

Das eine ist das Körpergewicht. Das andere ist der Grund und die Vorgeschichte, die zu diesem Körpergewicht führte.

Ich habe zugenommen, weil ich es wollte. Viele Menschen nehmen aber zu, obwohl sie es nicht wollen.

Diese „weichen“ Faktoren, die psychischer Natur sind, kann ich natürlich auch mit diesem Projekt nicht gänzlich nachempfinden.

Ich kann nur versuchen, mich so etwas besser in die Problemsituation hinein zu versetzen.

Die Gewichtszunahme in einem Bild

gewichtszunahme

Der Grund für die Gewichtszunahme

Wie oben schon erwähnt, war es nicht mein Anliegen, einfach zuzunehmen und danach wieder abzunehmen. Nach dem Motto „Ich machs vor und du machst es nach“.

Das war mir nicht genug. Ich wollte mit diesem Projekt etwas bezwecken und dabei ganz deutlich auf einige Ernährungs- und Diätmythen aufmerksam machen.

Ich wollte da stehen, wo Übergewichtige wirklich stehen. Nämlich vor einem Problem.

Und ja, jetzt habe ich ein Problem.

Und das sind nicht die 5 Kleidergrößen in meinem Kleiderschrank.

Sondern das Problem ist, dieses Gewicht wieder loszuwerden.

Ich wollte es mir für meine Reduktionsphase nicht einfach machen, indem ich einfach das Sportpensum wieder hochfahre. Das Sportpesnum, das ich für die Gewichtszunahme extra von 6 Einheiten auf 3 Einheiten pro Woche reduziert habe.

Wie kann ich also am besten „beweisen“, dass einige Diät-Ansätze nicht stimmen?

Ganz genau, ich richte mich in meiner Reduktionsphase extra NICHT nach diesen Empfehlungen, sondern ich richte mich nach dem Gegenteil.

Beispielsweise heißt es oft, dass man Ausdauersport und Cardio machen MUSS, um Gewicht zu verlieren.

Das ist natürlich Quatsch (aber das wissen viele nicht).

Ich werde in meiner Diät also extra auf Ausdauersport und Cardio verzichten.

Ein weiteres Beispiel:

Man soll in der Diät wenig Kohlenhydrate essen. Und vor allem keine Kohlenhydrate abends, nach 18 Uhr. So heißt es oft.

Um dich davon zu überzeugen, dass auch diese Empfehlung Quatsch ist, werde ich in meiner Diät bewusst viele Kohlenhydrate essen.

Und vor allem wann? Du ahnst es sicher schon: NACH 18 Uhr.

Meine Diätvorgaben

Um dir zu zeigen, dass viele Diät-Empfehlungen nicht notwendig sind, zu befolgen, mache ich es in meiner Diät genau entgegengesetzt.

Das heißt:

  • Ich werde kein Ausdauer- oder Cardio machen.
  • Ich werde möglichst viele Kohlenhydrate essen.
  • Ich werde möglichst viele Kohlenhydrate nach 18 Uhr essen.
  • Ich werde keinen festen, unflexiblen Ernährungsplan haben.
  • Ich werde keine „Cheatdays“ o.ä. machen.
  • Ich werde nicht auf Alkohol verzichten
  • Ich werde mich nach keinen festen Uhrzeiten zum Essen richten.
  • Ich werde nicht alle 2-3 Stunden eine Mahlzeit zu mir nehmen.
  • Ich werde nicht „clean“ essen.
  • Ich werde Kohlenhydrate und Fette nicht trennen.
  • Ich werde nicht auf Fett verzichten.
  • Ich werde nicht auf Fruchtzucker verzichten.
  • Ich werde nicht auf bestimmte Lebensmittel verzichten.
  • Ich werde nur 3x die Woche Gewichtstraining machen.
  • Ich werde keine Abnehm-Shakes, -Pillen, Diät-Tee’s o.ä. zu mir nehmen.
  • Ich werde trotzdem abnehmen 😉

Die Diätvorgaben sollen nicht den Eindruck erwecken, dass alle Empfehlungen und alle möglichen Diäten Blödsinn sind. So etwas auszudrücken, ist gar nicht mein Ziel und macht wenig bis gar keinen Sinn.

Selbstverständlich rate ich jedem Menschen dazu, Ausdauersport zu machen!

Aber die Realität zeigt, dass viele Menschen der Meinung sind, man müsse Ausdauersport machen, um abzunehmen. Diejenigen, die es körperlich noch können, sehe ich dann plötzlich jeden Tag auf dem Laufband.

Und die, die (aus welchen Gründen auch immer) kein Ausdauersport auf dem Laufband oder sonst wo schaffen, fangen erst gar nicht mit einer Gewichtsreduktion an.

Aber das ist, wie schon gesagt, nur einer der Punkte, über die ich in meiner Gewichtsreduktion aufklären möchte. Und nicht nur in Form von Theorie, sondern praktisch, indem ich es einfach weg lasse.

Meine Ernährung während der Gewichtszunahme

Planung des Gewichtsverlaufs

Um die 50 kg zuzunehmen, also bei 123,5 kg zu landen, musste/durfte ich natürlich essen 😀

Meine Planung war, 1-2 kg pro Monat zuzunehmen. Also würde die Aufbauphase zwischen 25 und 50 Monate dauern. Im Schnitt: 37,5 Monate.

Also lag ich mit den 36 Monaten sehr nah an diesem Schnitt.

Gewichtskontrolle

Ganz wichtig, um meinen Gewichtsverlauf genau festzuhalten und kurzfristig Einfluss auf die Ernährung nehmen zu können, war das tägliche Wiegen.

Das habe ich in den Projekten davor auch schon getan, weshalb es für mich keine große Umstellung war.

Aber selbst wenn man sich bisher nicht täglich wiegt, ist es absolut keine große Umstellung, die 30 Sekunden am Tag zu investieren, um sich auf die Waage zu stellen.

Du merkst, ich bin ein Freund von täglichem Wiegen. Warum das so ist und weshalb ich dir das ganz ausdrücklich rate, erfährst du in diesem Artikel.

Die Ernährung

Es war also so, dass ich immer eine Mischung aus Zeitdruck und Zeit lassen hatte. Ich wollte diese 1-2 kg genau einhalten. Also nicht in einem Monat mal 3 oder mehr Kilos und im anderen nur einen Kilogramm oder gar nicht zunehmen.

Am besten konnte ich also den Verlauf analysieren, indem ich mich jeden Tag wiege (und das Gewicht dabei natürlich auch notierte).

Für eine Gewichtszunahme ist selbstverständlich ein Kalorienüberschuss notwendig. Aber woher weiß ich, dass ich mich in diesem Überschuss befinde und der Überschuss auch nicht zu hoch oder zu niedrig ist?

Das geht wohl am besten mit einem Kalorientagebuch. Ich nutze dazu beispielsweise FDDB. Das ist eine kostenlose App für Smartphones, in der du deine Mahlzeiten eintragen und so die Kalorien ganz einfach zählen kannst.

Mit den aktuellen Kalorientagebüchern bin ich allerdings nicht zufrieden. Die Funktionen wurden in der Vergangenheit immer komplexer und man kam einfach vom Wesentlichen ab. Das führt dazu, dass die Apps viel zu überladen sind und mehr Zeit für die gesamte Eintragung benötigen, als notwendig.

Wenn es mir also möglich ist, werde ich selbst eine entwickeln (lassen). Ganz nach meinen Vorstellungen 😉

Ich habe also meine Kalorien gezählt. Zu diesem Thema wird es demnächst auch noch einen separaten Artikel geben.

Angefangen habe ich dann im Februar 2014 mit ca. 1800 kcal am Tag, mit denen ich auch schon langsam zunahm.

Die Makronährstoffaufteilung sah in etwa so aus:

  • Eiweiß
    ca. 2g / kg Körpergewicht
  • Fett
    ca. 1g / kg Körpergewicht
  • Kohlenhydrate
    der Rest an Kalorien

Dann habe ich immer den Gewichtsverlauf einer Woche betrachtet. Natürlich gab es Schwankungen, aber man konnte sehen, ob der Trend abwärts, stagnierend oder aufwärts ist.

Mit nur einer Messung pro Woche oder gar alle zwei Wochen wäre das natürlich nicht möglich gewesen. Ebenso wenig sinnvoll ist solch seltenes Wiegen in der Diät. Mehr dazu aber in diesem Artikel.

Wenn ich gemerkt habe, dass ich abnehme, habe ich die Kalorienmenge um ca. 100-150 kcal am Tag erhöht.

Hat das Gewicht stagniert, habe ich die Kalorienmenge um ca. 50-100 kcal erhöht.

Habe ich langsam zugenommen, blieb die Kalorienmenge gleich, bis zu dem Punkt, wo mein Körpergewicht nicht mehr zunahm.

Der menschliche Körper passt sich nämlich an sein neues Gewicht an und erhöht (auch bedingt durch das Gewichtetraining 3 x pro Woche) den Grundumsatz.

Wenn ich an einem Tag nicht präzise meine Kalorien aufnehmen oder dokumentieren konnte, habe ich am nächsten Tag entsprechend mehr oder weniger gegessen.

Notfalls habe ich einfach versucht, die Gesamtkalorien auf die Woche hochgerechnet (1800 kcal x 7 Tage) einzuhalten. Also heute 1600 und morgen 2000 kcal.

Ganz wichtig ist, immer flexibel zu bleiben. Das ist auch ein wesentlicher Bestandteil meiner kommenden Gewichtsreduktion.

Man darf sich das Leben nicht zu schwer machen und das Kalorienrechnen unnötig verkomplizieren. Oft wird das Kalorienzählen verteufelt und als zu aufwändig dargestellt. Das ist, wie ich finde, absolut nicht der Fall (wenn man es richtig macht).

An Lebensmitteln war natürlich alles erlaubt, Hauptsache die Kalorienmenge stimmte und die Makronährstoffe waren im Rahmen.

Ein Bild von meinem Gewichtsverlauf auf meinem Notizblock siehst du hier:

GewichtszunahmeGewichtszunahme

Gewichtszunahme

Leider habe ich es versäumt, die Daten auch parallel digital zu speichern, um ein Gewichtsdiagramm anzufertigen. Bei Gelegenheit werde ich das aber nachholen, um dir einen besseren Eindruck vom gesamten Verlauf zu verschaffen.

In der Gewichtsreduktion gibt es das Körpergewicht auch als Diagramm – versprochen 😉

Fakten über die Gewichtszunahme

FEBRUAR 2014

  • Körpergewicht
    73,5 kg
  • Bauchumfang
    78 cm

FEBRUAR 2017

  • Körpergewicht
    123,5 kg
  • Bauchumfang
    123 cm

Fällt dir etwas auf?

Die Zunahme an Bauchumfang ist fast identisch mit der Gewichtszunahme.

Und der Bauchumfang zu Beginn ist fast gleich dem Körpergewicht zu Beginn.

Das Gleiche gilt für das Ende der Gewichtszunahme.

Und das ist mir schon in den Projekten vor diesem Projekt aufgefallen. Beispielsweise habe ich mal ca. 28 kg abgenommen und dabei den Bauchumfang um ca. 25 cm reduziert.

Man erkennt also eine gewisse Korrelation, die aber nicht bei jedem so sein muss. Bei mir ist es so, dass sehr viel Körperfett im Bauchbereich ansetzt. Das kann bei dir ganz anders sein, beispielsweise mehr an Po oder Hüfte.

Ich halte es deshalb für sehr wichtig, nicht nur das Körpergewicht zu analysieren, sondern auch gewisse Körpermaße aufzunehmen. Beispielsweise Umfänge von Bauch, Hüfte, Po und vielleicht auch Oberschenkel.

Wem ich von meinem Projekt erzählt habe

Ich habe anfangs kaum jemandem von diesem Projekt erzählt und konnte mir so viel „Arbeit“ und Gegenwind in den ersten Monaten oder gar 1-2 Jahren ersparen.

Aus diesem Grund habe ich nur wenigen, bzw. anfangs niemandem davon erzählt. Auch, weil ich mich nicht unnötig unter Druck setzen wollte.

Ich merke nämlich, wie es mich aktuell schon etwas unter Druck setzt, weil ich meine Gewichtsreduktion komplett, von vorne bin hinten, mit Bildern und allem was interessant ist, im Internet veröffentliche.

Es kann gut sein, dass ich dieses Projekt gar nicht erfolgreich beende, aus welchen Gründen auch immer. Dann steht der Blog mit diesem Projekt und vorne dran ich ziemlich blöde dar.

Auch kann es sein, dass ich anfangs in der Reduktionsphase gar nicht sichtbar abnehme.

Mein Ziel ist es, langsam abzunehmen. Das wollen natürlich die meisten nicht hören, sondern sie möchten möglichst schnelle Resultate.

Diesen Gefallen werde ich aber niemandem tun. Viel zu oft sind es große Ernährungs- und Diätprogramme schuld, dass alle ihr „Traumgewicht in 10 Wochen“ erreichen wollen.

Ich stehe mit diesem Blog und dem Namen caloright aber für langfristige und nachhaltige Erfolge, auch wenn die Unterschiede dafür am Anfang möglicherweise weniger auffallen.

Dafür werde ich mir aber den JoJo-Effekt im Anschluss sparen und die Zeit der Gewichtsreduktion nicht als schlimme Diät erleben.

Das heißt, am Anfang wird man wohl kaum Unterschiede erkennen. Man könnte vielleicht meinen, ich bekomme mein Körpergewicht überhaupt nicht in den Griff.

Das ist aber eine Vermutung, mit der ich gut leben kann, solange das Endresultat stimmt 🙂

Warum ich’s für mich behalten habe

Ich dachte, wenn ich das Projekt für mich behalte, kann ich immer abbrechen, ohne dass jemand jemals davon erfahren hätte.

Und sind wir mal ehrlich, wer kann schon 3, bzw. 4 Jahre sicher planen? Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mein Projekt nicht durchziehe, war jedenfalls hoch.

Es hätte viele Gründe für einen Abbruch der Gewichtszunahme geben können, beispielsweise meine gesundheitliche Verfassung, Unzufriedenheit mit der körperlichen Situation, oder einfach die fehlende Lust.

Hätte ich zu Beginn vielen Menschen davon erzählt, hätte es ein Großteil vielleicht gar nicht erst geglaubt oder ernst genommen.

Andere hätten sich vielleicht gedacht, dass in diesen drei Jahren eh so viel passieren wird, dass ich im Endeffekt gar nicht dran bleibe.

Der ein oder andere hätte mir sicher auch davon abgeraten und versucht, mich von der Gewichtszunahme abzuhalten.

So, wie ich es aber gemacht habe, konnte ich das Projekt ganz flexibel und quasi undercover umsetzen.

Wie ich auf Fragen reagiert habe

Irgendwann, als man mir das Körpergewicht, bzw. das Übergewicht allmählich angesehen hat, kamen natürlich die ersten Fragen.

Ganz gelegen kamen mir immer die Fragen, ob ich in der „Massephase“ sei.

Darauf zu antworten, war natürlich ganz einfach. Ich habe „ja“ gesagt.. „bin in der Massephase“.

Was diejenigen aber nicht wussten: Ich meinte natürlich eine andere Massephase, als sie. Mein Ziel war es nämlich, Masse in Form von Fett aufzubauen.

Ich konnte also guten Gewissens sagen, dass ich in der Massephase sei, ohne dabei zu lügen. Rückfragen gab es daraufhin auch weniger, weil man davon ausging, dass ich eine etwas überzogene „Massephase“ im Sinne von Bodybuilding mache.

Wohl fühlte ich mich dabei aber auch nicht wirklich. Ich mag es nicht, als „Pumper“ angesehen zu werden. Deswegen sage ich auch oft, dass ich Gewichtetraining mache und nicht Kraftsport.

So habe ich aber auch nicht jedem geantwortet. Diese Art von Antwort gab es von mir höchstens bei flüchtigen Bekannten aus dem Fitnessstudio oder in ähnlichen Situationen, in denen ich wenig Zeit hatte.

Meinen Freunden, näheren Bekannten, Arbeitskollegen und der Familie wollte ich so eine Antwort nicht geben.

Ich war ehrlich und, wenn man mich drauf angesprochen hat, habe ich gesagt, was ich vorhabe. Allerdings nicht ganz so ausführlich und auch das mit diesem Blog, habe ich nie erwähnt.

Wer von meinem Blog weiß

Bereits vor 3 Jahren habe ich die Domain (Internetadresse) „caloright.de“ reserviert und den Traum/Wunsch gehabt, einen solchen Blog zu starten.

Allerdings habe ich nie damit angefangen, weil wie bereits erwähnt das Risiko zu hoch war, dass ich das Projekt abbrechen muss. Auch wusste ich nicht, ob ich in drei Jahren, also heute, überhaupt noch ein solches Interesse an den Themen Ernährung und Abnehmen habe.

Der Blog existiert heute, am 20. Februar 2017 (juhu, bald ist Karneval) seit ca. 2 Monaten. Aber was meinst du, wie viele meiner Freunde, Verwandten, Bekannten davon wissen?

Nicht mal eine Hand voll!

Wenn ich gefragt werde, was ich denn die ganze Zeit am Wochenende mache, dann sage ich, dass ich für mein Studium lerne. Stattdessen schreibe ich für meinen Blog – und in diesem Moment genau diesen Artikel 😉

Wie Fremde auf meine Gewichtszunahme reagiert haben

Ja richtig gelesen, Fremde! 😉

Man könnte sich die Frage stellen, was interessieren sich Fremde für mich?!

Aber es war tatsächlich so, dass ich oft mitbekommen habe, wie man über mich gesprochen hat. Und das nicht, weil ich so außergewöhnlich toll aussehe.

Manchmal habe ich sogar gehört, wie über mich gesprochen wurde. Vielleicht hat man gedacht, ich höre wegen der Kopfhörer nichts. Man kann damit aber gut hören, wenn keine Musik läuft.

Beispielsweise fragte eine Frau ihren Mann im Fitnessstudio, warum der (also ich) so dick geworden ist. Man kannte sich vom sehen aus dem Fitnessstudio. Die beiden konnten sich scheinbar noch gut daran erinnern, wie ich vor 3 Jahren, also mit 50 kg weniger aussah.

Die Antwort kriege ich nicht mehr 1 zu 1 zusammen, aber sie war in etwa so: „Ja der macht das extra. Das machen Bodybuilder so“. Der erste Teil war richtig, der zweite weniger. Aber ich glaube, die Frau hat trotzdem nicht verstanden, warum man sowas machen sollte.

Manche Leute haben sicher die Welt nicht mehr verstanden, wenn sie überlegten, wie oft ich ins Fitnessstudio gehe und trotzdem immer fetter werde.

Aber auch Freunde von mir wurden so Sachen gefragt wie „Dein Kollege hat bisschen zugenommen, ne?“.

Es war wirklich Wahnsinn teilweise. Manche halten mich bestimmt einfach nur für ahnungslos und/oder verwirrt.

Leute, die mich für bewandert auf dem Gebiet der Ernährung hielten, haben mit der Zeit sicher immer mehr daran gezweifelt, dass ich tatsächlich Ahnung habe. Wie kann auch jemand, der Ahnung von Ernährung hat, dick werden? 😉

Was ich Freunden, Verwandten und Bekannten erzählt habe

Naja, wie gesagt, anfangs habe ich niemandem davon erzählt. Und ca. 1,4 kg Gewichtszunahme pro Monat fallen nun auch nicht so sehr auf, wenn man sich täglich sieht.

Man wusste, ich bin in der Aufbauphase. Das reichte für die ersten 1-2 Jahre locker als Argumentation.

Aber die Fragezeichen wurden größer, als ich gut 2/3 der 50 kg erreicht hatte, so ab dem 3. Jahr.

Bekannte, die man länger nicht gesehen hat, haben natürlich die Gewichtszunahme erkannt. Auch die Familie fragt sich dann irgendwann, ob das noch was mit Muskeln zu tun hat oder grad ausartet.

Anders als bei flüchtigen Bekannten habe ich das Geheimnis natürlich gelüftet. Mal ausführlicher, mal weniger ausführlich.

Dass ich einen Blog und meine gesamte Reduktionsphase veröffentliche, habe ich auch da nicht jedem gesagt.

Ich sagte eher, dass ich langsam zunehmen möchte, bis zu 50 kg und diese dann wieder abnehmen werde. Nicht ganz 50 kg, weil sicher Muskelmasse dazu gekommen ist, aber einen Großteil davon.

Reaktionen von Freunden, Verwandten und Bekannten

Beglückwünscht wurde ich eher selten, um nicht zu sagen, gar nicht.

Wenn überhaupt, hat man mir davon abgeraten.

Unterstützung gab es vielleicht von ganz wenigen, die in meinem Projekt wirklich das große Ganze gesehen haben und auch das Vertrauen in mich hatten, dass ich regelmäßig ärztlich begutachtet werde und die Gewichtszunahme wirklich „nur“ auf 1-2 kg pro Monat festlege und einhalte.

Ich hätte vermutlich auch jedem davon abgeraten, wenn ich das zum ersten Mal gehört hätte.

Wenn man aber selbst an das Projekt glaubt, wie ich es tue, und dafür brennt, dann schafft man es auch manchmal, andere damit anzustecken.

Meine Familie und Freunde wussten sicher, dass sie eh auf mich einreden können, wie sie wollen. Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, dann habe ich es bin zur letzten Sekunde durchgezogen, ohne mich davon auch nur ansatzweise ablenken zu lassen.

Vielleicht kann man das als sturköpfig bezeichnen 🙂

Wie sich mein Leben verändert hat

So viel hat sich eigentlich gar nicht geändert.

Wenn man hört, jemand hat 50 kg zugenommen, dann denkt mal wohl erst, derjenige hat sich sein Leben zerstört und muss unglaublich unzufrieden mit seiner Situation sein.

Irgendwie ist es aber nicht so. Vielleicht auch deshalb, weil ich sehr diszipliniert und langsam zugenommen habe. So kam es mir nicht wie eine extreme Veränderung vor.

Vielleicht aber auch, weil ich davon überzeugt bin, dass ich das Gewicht wieder in den Griff bekomme.

Wach gerüttelt wurde ich aber immer wieder, wenn ich neue Klamotten kaufen musste. Ganz besonders in den Hosen, aber auch T-Shirts zeichnete sich der Verlauf sehr deutlich ab.

Früher habe ich T-Shirts teilweise in S oder M getragen. Heute passen mir manche XXL-Shirts nicht.

Immerhin weiß ich mittlerweile, wo man auch Größen in XXXL herbekommt.

An Klamotten habe ich nichts weggeschmissen. Meinen Kleiderschrank zieren also viele Kleidungsstücke, in die ich heute nicht mehr ansatzweise rein passe.

Vielleicht passen paar davon ja nach der Reduktionsphase wieder 😉

Eine meiner Lieblingshosen zu Projektbeginn habe ich mal rausgekramt. Die bekomme ich gerade bis zu den Oberschenkeln, aber kein Stück weiter, wie du unten siehst.

gewichtszunahme

Wie fühle ich mich jetzt?

ERLEICHTERT! In erster Linie bin ich froh, dass ich es tatsächlich durchgezogen habe und nun endlich das Ende naht.

Mit diesem Ende kommt nur leider ein anderer Anfang, nämlich die Gewichtsreduktion. Aber ich denke, die Reduktion wird mich mehr mit Freude erfüllen und wesentlich kürzer dauern, als die drei Jahre Gewichtszunahme.

Im Allgemeinen fühle ich mich also tatsächlich richtig gut. Vielleicht auch, weil ich mich mittlerweile an mein Spiegelbild und den Bauchumfang etwas gewöhnt habe.

Aber eins steht fest, diesen Körper möchte ich nicht behalten!

Ich denke deshalb, dass ich genug Antrieb auch für die kommenden Monate Gewichtsreduktion habe.

Körperliche Leistungsfähigkeit

Meine körperliche Leistungsfähigkeit hat sich in zwei verschiedene Richtungen verändert.

Einerseits habe ich durch die reichliche Nahrungsaufnahme und den Kalorienüberschuss inklusive 3 Trainingseinheiten pro Woche Kraftzuwächse zu verzeichnen.

Da ich nicht nur meinen Gewichtsverlauf, sondern auch mein Training sehr genau dokumentiere, kann ich genau sehen, dass sich teilweise wirklich enorme Unterschiede ergeben haben – im positiven Sinne.

Deshalb plane ich für meine Gewichtsreduktion auch nicht, 50 kg wieder abnehmen zu müssen, sondern etwas weniger. Vielleicht 30-40 kg.

Ich gehe nämlich davon aus, dass ich durch das entsprechende Training und mehr als ausreichende Kalorienzufuhr Muskulatur aufgebaut habe. Vielleicht sind es nur 5 kg, dann müsste ich natürlich mehr abnehmen, vielleicht sind es aber auch 10 oder mehr kg.

Meine Gewichtsreduktion ist deshalb dann erfolgreich beendet, wenn ich grob im Normalgewicht laut BMI lande. Das wären irgendwas zwischen 85 und 90 kg.

Es kann aber durchaus sein, dass ich mit 95 kg bereits aufhöre, weil meine körperliche Verfassung absolut in Ordnung ist und der Körperfettanteil bei 12 % liegt.

Andererseits kann es aber auch sein, dass ich selbst dann nicht zufrieden bin, wenn ich 85 kg wiege und deshalb weiter abnehme.

Du merkst, ich halte es sehr flexibel. Auch, um mich nicht unnötig wild zu machen. Außerdem weiß kaum jemand, der abnehmen möchte, wo ganz genau sein Wohlfühlgewicht nachher liegen wird.

Man muss sich langsam heran tasten. Und so mache ich es jetzt auch.

Gegenüber dem Kraftzuwachs steht natürlich die gesunkene Ausdauerleistung und Kondition.

Dass ich kein Ausdauertraining in der Aufbauphase gemacht habe, merke ich am Treppensteigen (ich wohne in der 3. Etage).

Früher bin ich mehr oder weniger hoch gerannt, habe dabei immer 2 Stufen auf einmal genommen. Mit Rucksack auf dem Rücken und 2-4 Einkaufstaschen.

Als ich oben ankam, war meine Atmung etwas erhöht, aber außer Puste war ich eigentlich nicht.

Wenn ich heute mit Rucksack und Einkaufstaschen die Treppen steige, bin ich, wenn ich oben angekommen bin, schon deutlich außer Puste. Und dabei nehme ich keine zwei Stufen mehr auf einmal und laufe in normalem Tempo.

Man muss aber auch bedenken, dass die Beine jetzt 50 kg mehr tragen müssen.

Das sind 2 1/2 Kästen Bier. Oder mehr als 5 Sixpacks Wasser.

Die verminderte Kondition ist natürlich ein Zustand, der mir gar nicht gefällt. Aber wie du weißt, werde ich auch in der Reduktionsphase kein Ausdauersport machen, um dir zu zeigen, dass Ausdauersport und Cardio nicht notwendig sind, fürs Abnehmen.

Das hast du aber oben in meinen Diätvorgaben schon gelesen.

Vielleicht werde ich aber etwas Ausdauertraining einführen, sobald die ersten 20 kg gepurzelt sind. Nicht, um besser abzunehmen, sondern weil ich unbedingt meine Ausdauer- und Konditionsleistung endlich wieder erhöhen möchte.

Durchhaltevermögen / Motivation

Vielleicht fragst du dich, wie man so eine Gewichtszunahme über 3 Jahre aushält.

Wenn mir das jemand erzählen würde, würde ich auch denken, drei Jahre sind so enorm viel, das hält doch keiner durch. Wie soll man sich denn da motivieren?!

Drei Sommer dick sein, obwohl man schlank sein könnte.

Das, was mich immer motiviert hat, war dieser Blog und der Glauben daran, dass ich mit diesem Projekt etwas erreichen kann.

Manchmal muss man vielleicht mal etwas über die Strenge schlagen, um manchen Leuten die Augen zu öffnen.

Scheinbar hat es vor mir keiner für notwendig gehalten. Vielleicht hätte auch kaum jemand die Ausdauer für solch ein Projekt gehabt.

Die meisten versuchen halt immer in Bestform zu sein. Für viele ist es gar nicht vorstellbar, mal einen Sommer ohne Sixpack rumzulaufen. Außerdem wüssten viele auch nicht, wie sie das Körpergewicht wieder in den Griff bekommen sollen.

Also habe ich mir gedacht: Mache ich es!

Zusammenfassung

Alles in allem war es wirklich ein enormes Projekt, bzw. der eine Teil des Projekts.

Dass ich diesen langen Atem für drei Jahre Gewichtszunahme hatte, wundert mich im Nachhinein selbst.

Ich bin jetzt einfach nur froh, dass ich es durchgezogen habe und bald von meiner Gewichtsreduktion erzählen kann, die hoffentlich auch erfolgreich endet.

Eine Frage, die man mir abschließend noch stellen könnte ist die, ob ich das alles nochmal machen würde.

Ehrlich gesagt, kann ich diese Frage aber gar nicht wirklich beantworten.

Aktuell bin ich so froh, dass es vorbei ist, dass ich eher dazu tendiere zu sagen, nein, nicht nochmal.

Aber so wie ich mich kenne, würde ich es dennoch machen, wenn ich an gleicher Stelle wie vor 3 Jahren stehen würde und ein Ziel damit verfolgen wollte.

Jetzt habe ich erst mal mein Ziel erreicht und kann deshalb sagen,dass ich es zumindest -Stand jetzt- nicht wiederholen würde 😉

Ich weiß nicht, ob ich es nochmal machen würde.

Über den Verlauf meiner Gewichtsreduktion, mit Bildern und weiteren Informationen, wie Körpergewicht und Umfänge, schreibe ich ausführlich hier.

Alle zwei Wochen gibt es Aktualisierungen!

ZUM PROJEKT

Was sagst du?

Ich weiß, dieses ganze Projekt ist sehr kontrovers. Aber meine Gründe zu dem Entschluss für dieses Projekt habe ich ganz oben erwähnt und hoffe natürlich, im Endeffekt etwas damit bewirken zu können.

Was hältst du aber von diesem Projekt? Es interessiert mich wirklich sehr!

Meinst du, ich könnte dir mit meinen Erfahrungen aus dem gesamten Projekt irgendwie einen Mehrwert bieten?

Wenn es für dich weniger interessant ist, meinst du, es könnte anderen helfen?

Schreib es unten in die Kommentare, ich bin sehr gespannt! Auch, wenn du noch irgendwelche Fragen haben solltest 😉

Über den Autor

Daniel Schröder ist 30 Jahre alt und der Gründer von caloright®. Er bloggt mit Leidenschaft über die Themen Ernährung, Abnehmen und Fitness. Daniel reizt es besonders, auch unkonventionelle Wege zu gehen und seinen Körper bewusst an Grenzen zu führen, um so die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken. Mit seinem Abnehmblog möchte er Orientierungslosen, insbesondere nach gescheiterten Diäten, seinen Weg zeigen, um aus dem Ernährungs- und Diätlabyrinth hinaus zu finden. Er steht für eine langfristige und kontrollierte Gewichtsreduktion.

Hinterlasse einen Kommentar:

Leave a Comment: