Meine Körperfettmessung (Nr. 1)

By Daniel Schröder | Abnehmen

Mrz 25
koerperfettmessung abnehmen gewichtsreduktion

Vielleicht hast du schon von meinem Projekt gelesen, in dem ich 50 kg zugenommen habe und nun einen Großteil dieses Gewichts wieder abnehmen möchte. Dabei werde ich während der Gewichtsreduktion u.a. nicht auf Kohlenhydrate verzichten und auch kein Cardio-Training praktizieren.

Welche weiteren Diätvorgaben ich mir auferlegt habe und welcher Sinn dahinter steckt, kannst du hier unter „Mein Projekt“ genau nachlesen. Auch findest du dort den Verlauf der Gewichtszunahme und Gewichtsabnahme in Form von Bildern.

Ich möchte dir auf diesem Blog meine Art und Weise näherbringen, das Gewichtsproblem nachhaltig in den Griff zu bekommen.

↓ Überspringen und direkt zum Ergebnis der Körperfettmessung ↓

Ich werde die Gewichtsreduktion möglichst präzise dokumentieren, sodass der ein oder andere Leser sicher einen ähnlichen Weg wählen kann, um langsam und langfristig abzunehmen.

Natürlich nur, wenn keine schweren Erkrankungen vorliegen, die besondere Maßnahmen bzgl. Ernährung, Bewegung und Medikation erfordern.

Wozu die Körperfettmessung?

Den Weg der Gewichtsreduktion wollte ich nicht nur anhand von Bildern, Körpermaßen und Körpergewicht protokollieren, sondern unbedingt auch in Form von Körperfettmessungen.

Warum?

Reichen nicht Bilder, Körpermaße und das Körpergewicht schon aus?

Naja, in den meisten Fällen sollte das bereits grundlegend ausreichen, um eine Tendenz abzulesen. Und darum geht es eigentlich auch im Wesentlichen.

Allerdings sind sowohl Körpermaße, als auch das Körpergewicht nicht immer so einfach, zu interpretieren.

Erst recht bei seltenem Wiegen kann man es sich eigentlich direkt sparen, wie ich in diesem Artikel bereits erläutert habe.

Eine professionelle Körperfettmessung rundet das gesamte Vorhaben ab und bietet nicht nur mir eindeutige und präzise Signale. Das gesamte Projekt wird so auch für „Zuschauer“ vertrauenswürdiger und leichter, nachzuvollziehen.

Mit der richtigen Methode gemessen, wäre kein Spielraum mehr für Interpretationen. Man hat die Fakten quasi schwarz auf weiß und kann diese Informationen mit den Näherungswerten aus Körpergewicht, Körpermaßen und Bildern vergleichen.

Basisinformationen

Körpergewicht

Das Körpergewicht ist einer der wichtigsten Parameter in der Gewichtsreduktion (besonders bei stark übergewichtigen Menschen). Ebenso wie der Körperfettanteil, wenn dieser genau gemessen wird.

Selbst wenn Muskulatur aufgebaut wird, ist absehbar, dass sich das Körpergewicht aufgrund des Fettabbaus bei stark übergewichtigen Menschen reduziert.

In geringeren Körperfettregionen wird es immer schwieriger nachzuvollziehen, ob eine Gewichtsstagnation durch Fettabbau und Muskelaufbau begründet ist oder tatsächlich durch ausbleibenden Fettverlust.

Andersrum könnte das Körpergewicht sinken, obwohl man kaum bis gar kein Körperfett verloren hat (durch Wasserverlust, Muskelverlust, weniger Magen-, Darm- und Harnblaseninhalt oder durch reduzierte Glykogenspeicher).

Diese Schwankungen belaufen sich aber, wenn überhaupt, auf wenige Kilogramm zu Beginn der Ernährungsanpassung. Auch hier ist es so, dass trotz Schwankungen der Trend einer Gewichtsreduktion meist ablesbar ist.

Nach wie vor bin ich also ein Freund von täglichem Wiegen, besonders zu Beginn der Gewichtsreduktion. Nicht zuletzt um zu lernen, dass Gewichtsschwankungen völlig normal sind.

Körpermaße

Körpermaße können sich durchaus auch verändern, ohne dabei detaillierte Informationen über Fettverlust zuzulassen. Relevante Körpermaße für den Fettverlust sollten neben dem Körpergewicht durchaus ihren Platz in der Dokumentation finden.

Besonders seien hier BauchumfangHüftumfang und Oberschenkelumfang hervorzuheben.

Wenn sich der Bauchumfang reduziert, kann man durchaus davon ausgehen, dass sich Körperfett ebenfalls reduziert.

Als „Hausmittel“ ist das Messen also schnell gemacht und sehr hilfreich.

Allerdings bitte nicht täglich! Wirklich relevante Umfänge könnte man sinnvoll alle 2-4 Wochen messen, oder sogar noch seltener.

Bilder

Bilder empfehle ich ebenfalls und schnell gemacht sind sie auch.

Tägliches Knipsen macht hier allerdings auch wenig Sinn, weil Unterschiede in kleinen Zeiträumen kaum zu erkennen sind.

In meinem Projekt habe ich Intervalle von 2 Wochen gewählt, was schon recht häufig ist. Allerdings hängt das mit diesem Blog und der gesamten Dokumentation zusammen.

Wenn du Bilder machen möchtest, dann reichen Abstände von über 2 Wochen, beispielsweise 4 Wochen, dicke. 🙂

Wichtig dabei ist, die Bilder immer im gleichen Setup zu machen, was Licht, Entfernung zur Kamera, Ausrichtung usw. betrifft.

Mit hartem Licht und bestimmter Ausrichtung kann man sonst Bilder in wenigen Minuten Abstand machen, die aussehen wie mehrere Kilogramm Gewichtsunterschied.

Ich denke, mit der Kombination aus Gewicht, Körpermaßen und Bildern ist man grundsätzlich schon ganz gut aufgestellt, um mit einfachen Hausmitteln und wenig Zeitaufwand einen Verlauf abzulesen.

Welche Methode zur Körperfettmessung?

Den Körperfettanteil kann man über ganz verschiedene Methoden analysieren. Die einen davon sind sehr aufwendig und bedürfen einer besonderen Handhabung durch Fachpersonal und andere wiederum kann man recht simpel mit wenigen Hilfsmitteln selber anstellen.

Es gibt bekanntermaßen sehr genaue Methoden und andererseits recht ungenaue Methoden.

Zu den verschiedenen Methoden zählen beispielsweise die Körperfettwaage, Kaliper, die Bioelektrische Impedanzanalyse, der DEXA-Scan, Messung mittels Luftverdrängung oder Messungen mittels Wasserverdrängung.

Auch besteht die Möglichkeit, mit bestimmten Formeln und Körpermaßen den Körperfettanteil als Näherungswert zu berechnen. Darunter seien die NAVI-Messung, als auch die YMCA-Methode genannt.

Ebenfalls möglich sind Vergleichsbilder, um sich selbst einem gewissen KfA-Bereich zuzuordnen. Dass diese Variante zu den sehr ungenauen Möglichkeiten zählt, ist sicherlich einleuchtend.

Die Herausforderung war es also für mich, eine Methode zu finden, auf die ich mich verlassen kann. Auf der anderen Seite aber sollte sie keine Nebenwirkungen mit sich bringen.

Aus diesem Grund habe ich mich bereits zu Beginn gegen den DEXA-Scan entschieden, weil bei dieser Methode Röntgenstrahlen eingesetzt werden.

Warum ich auf Röntgenstrahlung grundsätzlich gerne verzichte, spiegelt folgender Beitrag der Radiologie der Uni Bonn gut wider, den du dir hier durchlesen kannst.

Einen ausführlichen Artikel über die verschiedenen Methoden zur Körperfettmessung gibt es in Kürze hier.

Unter die extrem genauen und für mich „greifbaren“ Methoden fiel dann letztendlich nur noch die Messung mittels Luftverdrängung, in der Fachsprache Luftverdrängungsplethysmographie genannt. Diese Messmethode ist nicht-invasiv und birgt deshalb keine Nebenwirkungen.

Für mich also Grund genug, bei dieser Messung anzusetzen.

Der Plan

Eine einzige Körperfettmessung allein ist natürlich wenig aufschlussreich, wenn man damit einen Verlauf dokumentieren möchte.

Zu häufiges Messen andererseits ist zum einen viel zu aufwendig und bringt einen schlimmstenfalls nur durcheinander.

Bei der Planung der Mess-Intervalle hat man mir etwas unter die Arme gegriffen. Wir sind so verblieben, dass ich zunächst eine weitere Messung in 8 Wochen (nach der ersten Messung) machen sollte, um sicherzugehen, dass ich bzgl. Gewichtsreduktion grob auf dem richtigen Weg bin.

Danach werden alle 4 Monate Messungen erfolgen.

Die Planung sieht also wie folgt aus:

  1. Messung ⇒ Ende Februar 2017
  2. Messung ⇒ Ende April 2017
  3. Messung ⇒ Ende August 2017
  4. Messung ⇒ Ende Dezember 2017

Ob im Dezember 2017 bereits die letzte Messung stattfindet oder weitere folgen, werde ich zum Ende des Jahres deutlich besser absehen können.

Die Planung bleibt bis auf Weiteres also sehr flexibel.

Das Ergebnis der 1. Körperfettmessung

Kommen wir zum eigentlichen Thema dieses Artikels, nämlich dem Ergebnis meiner Körperfettanalyse.
koerperfettmessung ergebnis

Das Datenblatt ist etwas umfangreicher. Auf dem Bild siehst du nur die wirklich interessanten Informationen, die ich aktuell auch preisgeben darf.

Darunter mein zu dem Zeitpunkt der Messung (ca. eine Woche nach Beginn der Gewichtsreduktion) aktuelles Körpergewicht von ca. 121,5 kg und den

Körperfettanteil von 38,8 %

was einer

Körperfettmasse von ca. 47,2 kg

entspricht.

Zum Zeitpunkt der Messung habe ich also bereits ungefähr 1-2 kg Körpergewicht verloren (Startgewicht waren 123,5 kg).

Ich schreibe Körpergewicht deshalb, weil ich nicht davon ausgehe, dass es sich dabei (nur) um Fettverlust handelt.

Interpretation

Der Körperfettanteil von 38,8 % ist wirklich enorm, um es direkt vorweg zu nehmen.

Laut der Klassifikation des Körperfettanteils nach Gallagher et al. des Amercian Journal of Clinical Nutrition aus dem Jahr 2000 gilt folgendes:

Alter (Jahre) Frauen Männer
niedrig normal hoch sehr hoch niedrig normal hoch sehr hoch
20–39 < 21 % 21–33 % 33–39 % ≥ 39 % < 8 % 8–20 % 20–25 % ≥ 25 %
40–59 < 23 % 23–34 % 34–40 % ≥ 40 % < 11 % 11–22 % 22–28 % ≥ 28 %
60–79 < 24 % 24–36 % 36–42 % ≥ 42 % < 13 % 13–25 % 25–30 % ≥ 30 %

Frauen haben übrigens immer einen etwas höheren Körperfettanteil, weshalb die Werte generell etwas höher sind.

Mit meinen 38,8 % Körperfettanteil könnte man sagen, ich liege irgendwo im Bereich „extrem hoch“.

Das ist natürlich erst einmal nichts, was man erstrebenswert finden sollte. Auf diesem Blog dreht sich schließlich alles um das Thema Abnehmen und nicht ums Zunehmen.

Dennoch, die Gewichtszunahme von 50 kg war schließlich von mir gewollt und somit Teil meines Projekts. Wobei wahrscheinlich ca. 10 kg auf Muskelaufbau zurückzuführen sind.

Dass es am Ende 30-35 % Körperfett werden, habe ich mir schon fast gedacht. Mit fast 40 % habe aber auch ich nicht wirklich gerechnet.

Das bedeutet für mich jetzt, dass die Herausforderung nicht kleiner, sondern größer wird.

Zusammenfassung

Den Weg einer Gewichtsreduktion sollte man stets mit wenigen Hilfsmitteln protokollieren. Die Gefahr, dass man sonst orientierungslos im Dunkeln tappt, ist enorm hoch.

Die Visualisierung des Körpergewichts beispielsweise anhand eines Diagramms macht das gesamte Prozedere greifbar.

Auch Körpermaße und Bilder können eine unterstützende Wirkung haben, wenn sie richtig angewendet werden.

Ziel sollte es nicht sein, jedes Gramm Fettauf- und abbau und jeden Millimeter Körperumfang auf die Waagschale zu legen. Der größte Nutzen ist gegeben, wenn man versucht, mit diesen Hilfsmitteln einen Trend abzulesen.

Empfehlenswert ist darüber hinaus immer der Weg über eine professionelle Körperfettmessung, um handfeste Fakten zu erhalten.

Bei der Menge an verschiedenen Methoden sollte der Blick aber auf sehr genaue Messverfahren fallen, wie beispielsweise die Messung mittels Luftverdrängung.

Mein Projekt der Gewichtszunahme ist also erfolgreich beendet und hat als Ergebnis einen enormen Körperfettanteil von 38,8 % ergeben.

Nun ist es an der Zeit, mit regelmäßigen Messungen und weiteren nützlichen Daten die Gewichtsreduktion zu dokumentieren.

Alles zu meinem Projekt, u.a. auch Bilder und ein Gewichtsdiagramm, findest du hier ⇓

Zum Projekt

Was sagst du? 🙂

Welche Methoden zur Analyse der Körperzusammensetzung, bzw. des Körperfettanteils hast du schon ausprobiert?

Was haben Körperfettmessungen bei dir ergeben?

Dokumentierst du deinen Gewichtsverlauf anhand von Gewicht, Umfängen und Bildern?

Über den Autor

Daniel Schröder ist 30 Jahre alt und der Gründer von caloright®. Er bloggt mit Leidenschaft über die Themen Ernährung, Abnehmen und Fitness. Daniel reizt es besonders, auch unkonventionelle Wege zu gehen und seinen Körper bewusst an Grenzen zu führen, um so die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken. Mit seinem Abnehmblog möchte er Orientierungslosen, insbesondere nach gescheiterten Diäten, seinen Weg zeigen, um aus dem Ernährungs- und Diätlabyrinth hinaus zu finden. Er steht für eine langfristige und kontrollierte Gewichtsreduktion.

Hinterlasse einen Kommentar:

Leave a Comment: